Mittwoch, 30. November 2016

Grübeleien und noch ein Rückblick

Ich habe so viele Ideen für schöne Posts und komme nicht dazu, weil ich mir selbst im Weg stehe. Der Gedanke, ich müsse ja erst noch die Wochenrückblicke schreiben, lähmt mich. Doch in letzter Zeit backe ich nicht mehr ganz so viel und auch Kazus Entwicklung geht altersbedingt nicht mehr so schnell vonstatten.

Es muss sich also was ändern.

Ich werde die Wochenrückblicke aussetzen und lieber über aktuelle Geschehnisse schreiben. Die sind in mir noch lebendig und es hat mir immer gut getan, meine Gedanken niederzuschreiben.

Aber so ganz einfach kann ich mich doch nicht lösen. Deshalb hier ein Überblick über die letzten Wochen, damit ich einen besseren Abschluss und Übergang finde.

Letzte Oktoberwoche

Ich bin immer noch erkältet und fühle mich matt. Ich dope mich mit Ingwertee, Kräutertees mit Thymian und Lindenblüten, Vitamin C und Zink und ...
Matcha. :-D

Das Foto zeigt Maris Matcha Latte Spezial: Matcha mit heißer Sojamilch mit Bananengeschmack und Schokoladensauce auf dem Milchschaum.


Der Latte schmeckt wunderbar vollmundig aber nicht "schwer", da er ohne Banane und Sahne auskommt.

Zu essen gibt es leichte Küche wie Tôfu-Sesam-Schnitzel mit Salat.


Nun ist es November geworden. Der Boden ist voller bunter Blätter, es ist regnerisch und ein kaltes Lüftchen weht.
Zeit, sich wieder in den Wintermantel zu kuscheln. :-)
Und Hüte zu tragen! Im Winter trage ich zum Mantel gerne einen Hut. Im Sommer bin ich eher der Basecap-Träger. Oder war? Wie lange kann man ein Basecap tragen, ohne dass es komisch aussieht?

November

Endlich ist die Erkältung besiegt und ich habe wieder Lust, ein paar Rezepte zu testen.
Ich backe (mal wieder) eine Zitronentarte, dann eine Kaffeetarte nach einem Rezept, das Maren gepostet hast (nehme aber die Dulcey statt weißer Kuvertüre)


dann eine Kaffeetarte nach einem Rezept, das Maren gepostet hast (nehme aber die Dulcey statt weißer Kuvertüre),


dann teste ich ein deutsches Rezept für eine Biskuitrolle (kommt an die japanischen nicht ran)


und zum Sonntagsfrühstück gibt es einen Milchzopf, den ich früher oft gebacken hatte.


Ein ganz tolles Paket erreicht uns. Es ist von der Firma Söbbeke und enthält Käse und Joghurt zum Testen.



Meine Favoriten sind der "Schwarzer Wenzel", ein Käse und der Joghurt "Feige-Buchweizen".

Mit dem Zitronenjoghurt backe ich gleich mal einen Zitronenjoghurt-Gugelhupf.


Mmh, ist der gut. :-)

Zum Tag der offenen Tür an Kazus Schule backe ich gefüllte Brötchen.
Zum einen meine Hunde-Brötchen, also mit Vanillekrem gefüllte Hefebrötchen


und dazu Hotdog-Brötchen.


längs aufgeschnitten

Die Kinder, die meine Backwaren kennen, stürzen sich gleich begeistert darauf, doch die anderen (Kinder wie Erwachsene) zeigen sich eher zurückhaltend. So ein Gebäck haben sie eben noch nie gesehen.
Zum Schluss sind dann aber doch alle Brötchen weg gewesen.

Für vergangenen Sonntag habe ich das japanische Milchbrot  (mit mehreren Mehlsorten) gebacken.



Das hat uns so gut geschmeckt, dass wir 2/3 davon gleich aufgegessen haben.^^

Was gibt es noch zu berichten?
Ach ja, wir haben Kazu nun vom Judo abgemeldet und waren diesen Monat auch nicht mehr beim Training. Mal sehen, welche Sportart ihn fesseln kann. Mein Mann und ich finden es ja schon wichtig, dass er einen Sport für sich findet, zu dem er auch gerne geht.

Nächstes Jahr stehen schon mal Schnupperkurse fürs Basketball, für Parkour und fürs Bouldern an. Und Schwimmen . Mal sehen, was noch.

Und ebenso mal sehen, wie es in Zukunft auf meinem Blog weitergeht. Immerhin ist jetzt mein schlechtes Gewissen beruhigt und die Bahn frei für Neues. :-D

Samstag, 5. November 2016

Gewürzplätzchen


Diese Plätzchen schmecken auf zweierlei Art. Ungefüllt sind sie wunderbar knusprig (und so köstlich) und gefüllt sind sie wie feine, kleine Küchlein, die mich geschmacklich an Linzer Torte erinnern.

Das Rezept stammt vom japanischen Patissièr Katsuhiko Kawata und ist im Buch "一流パティシエといっしょに美味しいケーキを作りたい" (Mit hochrangigen Pâtissièrs zusammen leckere Kuchen herstellen) zu finden.
Kawata verwendet für seine Plätzchen eine ovale Ausstechform von 5 cm Länge und nennt sie "Langue aux épices".

Da ich keine ovale Ausstechform in der Größe besitze, habe ich meinen Pinguin-Ausstecher verwendet, der ähnliche Maße hat.

Zutaten für etwa 18 gefüllte Plätzchen

Mürbeteig
120 g Mehl
62 g Puderzucker
27 g gemahlene, blanchierte Mandeln
2 g Zimt, gemahlen
1 g Muskatnuss, gemahlen
80 g Butter, kalt
15 g Vollei (9 g Eiweiß + 6 g Eigelb)
1 g Salz

Eistreiche
0,5 g lösliches Espressopulver
4,5 g heißes Wasser
15 g Vollei (9 g Eiweiß + 6 g Eigelb)

Belag
9 Walnusskernhälften

Füllung
100 g Himbeerkonfitüre (ich rate zu 50 g Früchte je 100 g)

Vorbereitung

Mehl, Puderzucker, Mandeln und die Gewürze mischen und sieben.
Butter in kleine Würfel schneiden und wieder kalt stellen.
Ei für den Mürbteig mit Salz verquirlen.
Espressopulver im heißen Wasser auflösen. Abkühlen lassen.
Die Walnusskernhälften halbieren.

Zubereitung

Das Mehlgemisch in eine Schüssel geben und mit den Butterwürfeln zu feinem Sand verreiben.
Verquirltes Ei zugeben und alles zügig miteinander zu einem glatten Teig verkneten.
Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Anschließend den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder auf Frischhaltefolie etwa 4 mm dick ausrollen. Dann mit einem Riefenholz rüberrollen, so dass die Endstärke 3 mm beträgt.

Anm.: Da ich kein Riefenholz besitze, nehme ich ein Lineal und drücke damit Riefen in den Teig.

Die ausgerollte Teigplatte für 30 min im Kühlschrank kalt stellen.

36 Plätzchen ausstechen und mit der Riefen-Seite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Ei für die Eistreiche mit dem aufgelösten Espressopulver verquirlen.
Die Plätzchen dünn mit der Eistreiche bepinseln.
Etwa 15 min antrocknen lassen. Dann die Plätzchen erneut bestreichen.

Auf 18 Plätzchen ein Walnusskernviertel legen.

Im vorgeheizten Ofen bei 165°C O/U-Hitze etwa 17–20 min backen, bis die Unterseite kräftig gebacken ist.

Plätzchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Himbeerkonfitüre glattrühren und in einen Spritzbeutel mit Lochtülle (1 cm Durchmesser) füllen.

Die Plätzchen ohne Walnüsse umdrehen und auf die glatte Seite mittig einen Klecks Konfitüre geben.
Jeweils mit einem Walnussplätzchen abdeckeln.
Die gefüllten Plätzchen einen Tag durchziehen lassen.

Anm.: Ich habe einen Himbeer-Fruchtaufstrich mit 75% Fruchtanteil verwendet. Dieser hatte jedoch wenig Bindung, so dass ich meinem Fruchtaufstrich zum Andicken am Vorabend noch Chia-Samen zugesetzt habe.
Zum Füllen hatte die Bindung zwar gereicht, doch durch die hohe Feuchte hatten die Plätzchen am dritten Tag zu viel Feuchtigkeit gezogen und haben so an Wohlgeschmack verloren.


Quelle: 一流パティシエといっしょに美味しいケーキを作りたい, Sekaibunka-sha 2003
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