Mittwoch, 16. August 2017

Der Chiffon Cake in anderen Formen als der Chiffon Cake Form gebacken


Der Chiffon Cake ist ein besonders leichter und sehr fluffiger Kuchen, der in Japan sehr beliebt ist.
Zum Backen verwendet man eine spezielle Form mit herausnehmbaren Rohrboden und geraden Wänden.



Viele haben mich bisher gefragt, ob man zum Backen eines Chiffon Cakes unbedingt solch eine Chiffon Cake Form benötigt. Mit diesem Post möchte ich zeigen, dass man durchaus auch andere Formen benutzen kann.

Die Menge für einen Chiffon Cake von 17 cm Durchmesser (das ist die in Japan übliche Größe) passt z.B. in eine Gugelhupfform oder in 8 Becher-Förmchen  á 180 ml.

Wer zum ersten Mal einen Chiffon Cake backt, sollte mit einem Plain Chiffon Cake oder einem Vanilla Chiffon Cake beginnen. In meinem Rezeptverzeichnis sind verschiedene Rezepte aufgeführt.

Folgend stelle ich euch das Plain Chiffon Cake Rezept von  Noriko Ozawa vor:

Zutaten für eine Gugelhupfform oder 8 Förmchen  á 180 ml

50 g Eigelb
13 g Zucker (ca. 1 EL)
40 g lauwarmes Wasser
40 g geschmacksneutrales Pflanzenöl
65 g Mehl Type 405

120 g Eiweiß
60 g Zucker
6 g Speisestärke

Zubereitung

Eiweiß in den Froster stellen.

Eigelb und Zucker mit dem Schneebesen verrühren.


Wasser einrühren.
Öl einrühren. Es soll eine gute Emulsion entstehen.


Mehl durch ein Sieb hinzufügen.


Alles zügig mit dem Schneebesen verrühren, bis die Masse klümpchenfrei ist.


Das kalte Eiweiß (es kann am Rand ruhig angefroren sein) bei langsamer Geschwindigkeit mit den Quirlen eines Handmixers zerschlagen.


Dann auf hohe Geschwindigkeit schalten und weiterschlagen.
Wenn der Eischnee beginnt, grob-schaumige Spitzen zu bilden, etwa 1/3 des Zuckers zugeben.
Weiterschlagen.

Der Eischnee wird feiner und fester. Etwa die Hälfte des restlichen Zuckers hinzufügen und weiterschlagen.
Den Rest Zucker mit der Speisestärke mischen und hinzufügen.
Bei mittlerer Geschwindigkeit noch etwas weiterschlagen.
Der Eischnee sollte nun cremig-fest sein und schön glänzen.


Etwa 1/3 des Eischnees zur Eigelbmasse geben und mit einem Schneebesen behutsam einrühren.


Das nächste Drittel Eischnee hinzufügen und mit der oberen Masse vermischen.


Das letzte Drittel ebenso einrühren. Dann mit einem Schaber alles von der Mitte des Bodens aus nach außen gehend alles miteinander vermischen. Die andere Hand dreht dabei die Schüssel.


Den Teig in die ungefettete Form/ Förmchen füllen. Darauf achten, dass beim Einfüllen keine Luftlöcher entstehen.


Im vorgeheizten Ofen bei 160°C O/U-Hitze etwa 30 min backen.

Anm. Der Chiffon Cake erreicht nach ca. 3/4 der Backzeit seine größte Höhe, dann sinkt er wieder etwas ein. Er ist fertig, wenn sich die Oberfläche elastisch anfühlt und auch die Risse Farbe bekommen haben.


Nach dem Backen lässt man den Chiffon Cake gleich verkehrtherum abkühlen.


Wenn der Kuchen zu hoch geworden ist und aus den Förmchen herausragt, stellt man die Becher-Förmchen z.B. auf die Mulden eines Muffinblechs, damit die Chiffon Cakes nicht zerdrückt werden.

Den Chiffon Cake über Nacht gut abgedeckt (damit er nicht austrocknet) ruhen lassen.
Am nächsten Tag lässt er sich besser aus der Form holen.

Den Kuchen vorsichtig mit den Fingern oder mit Hilfe einer Palette vom Rand lösen.






Pur genießen oder mit einem Klecks Sahne reichen.


Man kann den Chiffon Cake auch auf einem Blech backen und daraus einen Chiffon Roll Cake oder Schnitten herstellen wie z.B. die Kaffee Chiffon Törtchen.


Wer sich für eine richtige Chiffon Cake Form interessiert, dem hilft vielleicht dieser Post weiter:
Die richtige Chiffon Cake Form.

Samstag, 12. August 2017

Hiyashi Chûka 冷やし中華


Hiyashi Chûka ist ein beliebtes japanisches Sommergericht, das aus kalten Ramen (japanische Nudelsorte) und farbenfrohem Belag besteht und mit einer Essig-Sesam-Sauce gegessen wird.
Es zählt zur japanischen Küche chinesischer Art (Chûka ryôri).

Das Gericht ist schnell zubereitet und schmeckt leicht und frisch.

Zutaten für 4 Personen

4 Portionen Chûka Nama Men (Ramen oder Mie Nudeln)
1/2 Gurke
150 g Schweinebraten (oder Kochschinken)
2–3 Eier
etwas Beni Shôga (rot eingelegter Ingwer) nach Belieben oder etwas Tomate
1 Möhre nach Belieben

Salz, Pfeffer, Öl

Sauce
6 EL Sojasoße
6 EL Essig
150 ml chinesische Hühnerbrühe (鶏ガラスープ)
3–4 EL Zucker
2 EL Sesamöl
1 EL Ingwersaft

Zubereitung

Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Mit kaltem Wasser abspülen und anschließend gut abtropfen lassen.

Die Gurke schräg in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben dann in Stifte schneiden.

Den Schweinebraten in schmale Streifen schneiden.

Die Eier verquirlen, leicht salzen und pfeffern.
Eine Pfanne dünn einölen und wenn sie heiß ist, eine dünne Schicht Ei hineingeben. Nur so viel, dass der Boden eben bedeckt ist. Eimasse kurz stocken lassen, wenden, noch 1–2 Sekunden braten, aus der Pfanne nehmen und auf ein Schneidebrett legen. Vorgang wiederholen, bis die gesamte Masse verbraucht ist. Die Eilagen übereinander legen und in ganz dünne Streifen schneiden.

Möhre fein raspeln.

Alle Zutaten für die Sauce gut miteinander verrühren.

Jeweils 1/4 der Nudeln auf einen Teller geben und die weiteren Zutaten (jeweils 1/4) radial auf den Nudeln anrichten (siehe Foto).

Mit der gut verrührten Sauce begießen und genießen.


Quelle: 別冊NHKきょうの料理 パーフェクトおかず 毎日のやりくりおかず730品, 1998, NHK
(Sonderband von NHK – Gericht des Tages: 'Perfekte Beilagen', 730 Beilagen, die einen durch jeden Tag bringen)

Donnerstag, 10. August 2017

Wochenrückblick vom 1.8.–8.8.

Dienstag, der 1. August 2017

Es gibt wieder Hiyashi Chûka zum Mittagessen. Das ist ein beliebtes japanisches Sommergericht, das aus kalten Ramen (japanische Nudelsorte) und farbenfrohem Belag besteht, serviert mit einer Essig-Sesam-Sauce. Auch bei uns ist es sehr beliebt.^^


Am späten Nachmittag holen Kazu und ich den Papa von der Arbeit ab. Nach einem leckeren Eis fahre ich alleine weiter zu meiner Freundin Iris, die heute ihren Geburtstag feiert.

Es wird ein netter Abend und ungewohnt spät für mich. Gähn.

Mittwoch, der 2. August 2017

Kazu und ich packen seine Reisetasche, denn er wird die nächsten Tage bei Oma und Opa im Garten verbringen. Da sein Cousin E. ebenfalls mit übernachten wird, freut sich Kazu schon ganz besonders darauf.
Die Tasche ist gepackt und ich bringe ihn mittags zu meiner Schwägerin, von wo die Reise losgeht.

Alleine zu Hause schneide ich die gestern und vorgestern gebackenen Chiffon Cakes. Ich habe mal wieder Matcha Chiffon Cake gebacken, allerdings nach zwei neuen Rezepten.
Als Backmatcha kam der Matcha Culinary von TeeGschwendner zum Einsatz (den habe ich mal gewonnen^^), da mein Standard-Backmatcha von Marukyu Koyamaen alle ist.


Die Matcha Chiffon Cakes schmecken, wobei der linke mit den Bohnen durch den höheren Mehlanteil eine festere Krume aufweist. Allerdings gefallen mir die bereits geposteten Rezepte
(Matcha Chiffon Cake von Akiko Sakata, Matcha Chiffon Cake des Cafés Zelkova) besser.
Aber da ich immer so neugierig bin, musste ich diese Rezepte einfach testen. *g*

Ich packe die Kuchen ein und nehme sie mit zum Foodiemeetup Berlin, das heute Abend zum letzten Mal stattfindet.


Auch die anderen Teilnehmer haben etwas zu essen mitgebracht und so ist die Auswahl groß.


Da ich nach 18:00 Uhr normalerweise nichts mehr esse, begnüge ich mich mit ein paar Probierhäppchen. Denn ganz ohne Probieren geht es dann doch nicht. :-D


Danach habe ich noch von den verschiedenen Kuchen probiert. Zum Glück war ich nicht die einzige, die sich hier und da einen kleinen Bissen abgeschnitten hat.

Besonders nett habe ich mich mit Franziska von Dynamite Cakes unterhalten, von der auch die schmackhaften Matcha Cookies stammen.

Es wird auch heute wieder spät. Sehr spät. Gä~hn!

Donnerstag, der 3. August 2017

Die kindfreie Zeit will gut genutzt sein und ich treffe mich heute Nachmittag mit meiner Freundin Lisa von LisaCuisine.
Wir statten dem Café Kastanientörtchen einen Besuch ab.
Das Besondere an diesem Café ist, dass man sein Törtchen selber zusammenstellt. Es stehen verschiedene Böden, verschiedene Crèmes und Beläge zur Verfügung.
Lisa und ich wählen beide den Mandel-Krokant-Boden. Ich nehme dazu den Pudding aus Mandelmilch, Lisa die Beerencreme. Als Belag entscheiden wir uns beide für Blaubeeren.


Beim gegenseitigen Probieren stellen wir fest, dass wir beide Mandelpudding UND Beerencreme hätten nehmen sollen. :-P
Die Törtchen schmecken okay bis gut.
Das Konzept ist lustig und eignet sich bestimmt auch für eine Kindergeburtstagsparty.

Wir verlassen das Café und machen uns zu Fuß auf zu unserem nächsten Ziel: Dem Hum Vegan Cuisine, einem veganen vietnamesischen Restaurant, auf das ich durch den schönen Blog von Julia "Nimmersatt in Berlin" aufmerksam geworden bin.

Die Getränke sind uns bereits ein Foto wert. :-)


Auch die Speisen überzeugen und schmecken uns sehr gut. Leider ist es mittlerweile so dunkel geworden, dass mein Handy keine guten Fotos mehr hinbekommt.

Wie dem auch sein, hierher kommen wir sicher gerne wieder.^^

Es wird wieder spät. Gä~~hn!

Freitag, der 4. August 2017

Ausschlafen, chillen, den Tag genießen.
Und backen. :-D

Ich backe Chiffon Cake in kleinen Förmchen und bin gespannt.


Samstag, der 5. August 2017

Und? Ich flitze in die Küche und hole die Chiffons aus den Förmchen. Als Geschmack habe ich Yuzu-Mohn gewählt.



Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ist flauschig weich und schmeckt.^^

Heute werde ich wieder beim japanischen Lebensmittelgeschäft Hanabira vorbeischauen.
Ich habe Katrin, der Inhaberin versprochen, ihr Melonpan mitzubringen und so backe ich in der Früh noch welche. Einmal welche mit einer dünnen Zuckerkruste und einmal welche, mit einer etwas dickeren Kruste, die mit Melon Essence (aus Japan) aromatisiert ist.


Die Yuzu-Mohn Chiffon Cakes nehme ich ebenfalls mit.
Die Kunden, die heute das Hanabira aufsuchen, dürfen ebenfalls probieren.
Da es allen schmeckt, freue ich mich natürlich sehr. ^__^

Ich fühle mich wohl im Hanabira, habe keinen Zeitdruck und kann so einen entspannten und netten Nachmittag wie unter Freunden genießen.
Hoffentlich klappt das mit der Zusammenarbeit.

Mein Mann ist heute bei seiner Schwester und hilft dort im Garten.
Als ich nach Hause komme, ist er bereits wieder da und hat auch Kazu mitgebracht.
Heute wird es nicht spät. :-P
Doch zum Einschlafen komme ich nicht gleich, denn eine Mücke ärgert mich. :-(
Gä~~~hn!

Sonntag, der 6. August 2017

Im Hanabira habe ich Yuzucha gekauft. Das Produkt stammt aus Kôchi und ist nicht gerade billig, aber dafür jeden Cent wert. Sooo köstlich!


Die Konsistenz ist angenehm und die Marmelade ist zwischen Säure und Süße wunderbar ausbalanciert, so dass sie auch pur ein Genuss ist. Die Schalenstückchen sind weich und lassen sich ganz leicht zerkauen.
Auch als Tee aufgegossen ist der Yuzucha ein wohliger Genuss.

Wenn ich da an das koreanische Produkt denke, das es hier im Asia-Laden gibt ...
Da liegen Welten zwischen.


Ich habe mir ein Stück Yuzu-Mohn Mini Chiffon Cake zurückbehalten, das ich mit Yuzucha und Sahne ausgarniere. Mmh, da schmeckt es doch gleich doppelt so gut. :-D


Montag, der 7. August 2017

Großer Einkaufstag für  mich und Kazu.
Vormittags fahren wir ins Frischeparadies und füllen den Vorrat an Schokolade und Fruchtpürees auf.

Nachmittags geht es zur Bibliothek und in den hiesigen Supermarkt.
Danach backe ich Kuchen für morgen.

Kazu hat den Wunsch geäußert, dass er kochen lernen möchte. Wir fangen klein an mit Nudeln und Tomatensoße.
Bedienung des Herds. Wasser mit Salz zum Kochen bringen, Nudeln hineingeben, umrühren. Timer stellen.
Tomatensoße aus dem Glas in einen Topf geben.
Tomaten überbrühen, häuten, stückeln, das Grüne wegschneiden und die Tomatenstücke zur Tomatensauce geben.
Bedienung des Pürierstabs.

Das Abschütten der Nudeln übernehme ich. Bei dem großen, schweren Topf voll mit kochendem Wasser habe ich zu viel Angst. ^^;;

Doch Kazu stört das zum Glück nicht. Er hat auch so viel Neues gelernt.
Und als er mich dann noch beim Malefiz Spiel besiegt, strahlt er vor Zufriedenheit. :-D

Dienstag, der 8. August 2017

Da ich versprochen habe, einen Post zu schreiben über das Backen von Chiffon Cakes in verschiedenen Formen, habe ich gestern einen Chiffon in einer Gugelhupfform gebacken.



Hat super funktioniert. Nur das Abwaschen der Gugelhupfform war nervig.^^;;

Zum Mittag lasse ich Kazu einen Salat zubereiten: Eisbergsalatblätter in Stücke reißen, Tomaten und Gurke in Stücke schneiden, Wurst und Käse in Stücke schneiden.
Dressingzutaten mit dem Löffel abmessen, alles gut verrühren.

Mmh, Kazu, dein Salat schmeckt super! <3

Gestärkt geht es erneut zum Einkaufen. Der Einkauf beim Bio-Supermarkt ist fällig.

Während Kazu nachmittags draußen mit einem Freund Fußball spielt, kümmere ich mich um den Wohnungsputz.

Die ersten zwei Mutter-Kind-Tage waren sehr angenehm. So kann es weitergehen. :-)

Donnerstag, 3. August 2017

Okonomiyaki お好み焼き


Okonomiyaki ("nach Belieben gebraten") ist ein beliebtes japanisches Teppanyaki-Gericht, das im Wesentlichen aus Weißkohl, Mehl, Dashi (japanische Brühe) und Ei besteht. Weitere Zutaten können nach Belieben hinzugefügt werden. Gebraten wird Okonomiyaki in der Regel auf einer flachen heißen Platte, es geht aber auch in der Bratpfanne.

Hier stelle euch das Rezept vor, nach dem ich meistens Okonomiyaki zubereite.
Ich nehme gerne viel Gemüse und wenig Mehl.
Die Menge der Zutaten ist als Leitfaden zu verstehen und muss nicht aufs Gramm genau eingehalten werden. :-)

Zutaten für 2–3 Okonomiyaki

Ca. 170 g Kohl (bevorzugt Jaroma-Kohl als Ersatz für den japanischen Weißkohl)
Ca. 65 g Möhre (die Zugabe von Möhre ist nicht typisch japanisch)
Ca. 40 g Frühlingszwiebeln (etwa 1/2 Bund)
nach Belieben 4 Scheiben Schinken oder Schweinebraten

Ca. 87 ml Wasser
2 g Kombu-Dashi (oder anderes japanisches Brühe-Granulat)
50 g Mehl
3 g Yamaimo Powder (oder 1 EL geriebene Yamswurzel)
1 Prise Salz

2 Eier

nach Belieben Speckscheiben

Okonomiyaki-Sauce
Japanische Mayonnaise
Aonori
Katsuobushi (für Vegetarier einfach weglassen)

Zubereitung

Die Blätter des Jaroma-Kohls in kleine Stücke schneiden.


So sieht übrigens japanischer Weißkohl von innen aus:


Die Möhre raspeln.


Frühlingszwiebeln in dünne Röllchen schneiden.

Ggfs. Schinken oder Schweinebraten in kleine Stücke oder feine Streifen schneiden.

Wasser mit Dashi verrühren (ggfs. Wasser erwärmen, damit sich das Granulat besser auflöst).

Mehl in eine Schüssel sieben, Yamaimo Powder bzw geriebene Yams-Wurzel und eine Prise Salz hinzufügen.
Dashi-Brühe nach und nach in die Mehlmischung einrühren. Der Teig muss nicht ganz glatt sein.

Gemüse und sonstige Zutaten sowie die Eier hinzufügen und alles gut vermengen.

Bratpfanne leicht einölen und erhitzen.
Ein Drittel des Teigs in die Pfanne geben und zu einem Kreis von etwa 15 cm Durchmesser ausbreiten.


Wer mag, kann jetzt noch Speckscheiben auflegen. (Kommt bei uns eher selten vor.)

Bei guter mittlerer Hitze die untere Seite goldbraun braten, dann wenden. Das Bratgut nicht platt drücken.


Die andere Seite ebenfalls braten. Eventuell die Hitze etwas reduzieren.

Die Oberfläche mit Okonomiyaki Sauce bestreichen und mit Mayonnaise verzieren.
Aonori darüberstreuen und in die Mitte Katsuobushi geben.
Gerne gibt man auch noch Beni Shôga dazu, der bei uns weggelassen wird.




Die Okonomiyaki-Sauce kann man auch selber herstellen.

Zutaten:

1 EL Ketchup
1/2 EL Worcestershiresauce
1/2 EL Chûnô-Sauce 中濃ソース (falls vorhanden, ansonsten 1 TL Tonkatsu-Sauce, 1/3 TL Essig, 1/3 TL Ketchup nehmen)
1/2 TL Sojasauce
1 TL Honig

Mittwoch, 2. August 2017

Hanabira – Japanische Lebensmittel & Feinkost in Berlin

In Berlin hat ein neues Geschäft eröffnet, in dem man japanische Lebensmittel und auch vor Ort zubereitete Feinkost bekommen kann.
Hanabira, Blütenblatt, so heißt der Laden und befindet sich in der Colbestr. 5 in Friedrichshain nahe dem U-Bahnhof Samariterstraße.

Ich habe auf Facebook von der Eröffnung erfahren und war neugierig auf das Angebot und auch auf die angebotenen Speisen, die es anlässlich der Eröffnung am 22. August 2017 ab 10:00 Uhr zu verkosten geben sollte.

Also zog ich los und war gegen 11:00 Uhr da. Von außen ist das Geschäft noch recht unauffällig. Man merkt, dass der Laden neu und im Aufbau ist.


Ich schaue mir erst einmal die Waren in den Regalen an. Bitte verzeiht die schlechte Qualität der Fotos.

Es gibt die gute Mayonaise 'Made in Japan' zu kaufen.^^


Sesamöle, Dashi-Pulver ohne Geschmacksverstärker, verschiedene hochwertige Sojasaucen, Produkte mit Ume, Shiso, Yuzu und Naoshichi, Nudeln, Mirin, Azukibohnen, Sesam und viele weiter Produkte befinden sich in den Regalen.


Es gibt auch Tee zu kaufen, der alleine schon von der Verpackung her, viel verspricht. (Muss ich unbedingt noch probieren.^^)


Mein Fazit, was das Sortiment angeht:

Daumen hoch! :-D
Hier findet man alle Grundzutaten und noch mehr für die japanische Küche in hervorragender Qualität.
Viele Produkte sind von Clearspring, einer Firma mit Sitz in London, die japanische Produkte in Bio-Qualität vertreibt.
Weitere Produkte sind zwar nicht Bio, dafür original japanische Spezialitäten und in einer Qualität, die man so nicht in einem japanischen Supermarkt findet (und erst recht nicht in hiesigen Asia-Supermärkten).
Wie zum Beispiel die vielen Produkte aus der Präfektur Kôchi auf Shikoku.

Wer sich dafür interessiert, wie es in einem japanischen Supermarkt aussieht, klickt einfach diesen Link zu meinem Post "Einkaufsbummel" an.

Die Stadt Kôchi ist absolut klasse und ich bzw. wir möchten unbedingt noch einmal dorthin.
Hier der Link zu unserem Aufenthalt 2010 in Kôchi.

Ich werde sicher noch das ein oder andere Produkt aus Kôchi kaufen und kann es euch dann ja näher vorstellen.

Positiv eingestimmt von der Regalauslage wende ich mich nun den angebotenen Speisen zu.



Ich probiere von der Kurodaizu Sojasauce. Mmh, ist die gut. Und auch das Yuzu Ponzu überzeugt geschmacklich.

Der helle Kuchen ist okay, etwas rauh auf der Zunge, der Marmorkuchen schmeckt.

Ich komme mit der Inhaberin Katrin Tiede ins Gespräch. Dann unterhalte ich mich noch angeregt mit einem anderen Besucher, einem Japanologen, der jetzt als Übersetzer arbeitet.

Allmählich füllt sich der Laden und ich beschließe, noch einmal herzukommen, da ich neugierig geworden bin und noch viele Fragen auf dem Herzen habe.

Bevor ich den Laden verlasse, schnappe ich mir noch je einen Cookie.


Auf dem Heimweg probiere ich sie. Aber sie sagen mir nicht sonderlich zu.

Am Freitag, dem 28. Juli mache ich mich erneut auf nach Friedrichshain.
Im Gepäck habe ich drei Stück von meinem Vanilla Chiffon Cake.

Ich habe Glück und es ist gerade kein Kunde da. Die Inhaberin des Hanabira, Katrin Tiede ist bereit, mir Rede und Antwort zu stehen. :-)
Während des Interviews stellt sich heraus, dass Katrin eine sehr sympathische und offene Gesprächspartnerin ist.
Und ihr schmeckt mein Chiffon. :-P

Katrin ist gelernte Industriemechanikerin und auch Technische Systemplanerin (Ausrüstungs- und Versorgungstechnik). Durch Manga und Anime hat sie ihre Liebe zu Japan und zur japanischen Küche entdeckt. Katrin Tiede hat mehrere Kochkurse bei Fumiko Suzuki besucht (hier ein Interview mit Frau Suzuki) und ihre Kochkünste seitdem immer weiter verfeinert.
Schon lange träumt sie davon, ihren Mitmenschen die Vielfalt der japanischen Küche näherzubringen; aber auch den Kochfreudigen japanische Lebensmittel in Bio-Qualität anbieten zu können.
Da Katrin aufgrund gesundheitlicher Probleme ihren Beruf nicht mehr ausüben konnte, wagte sie nun den Sprung in die Selbständigkeit und verwirklichte ihren Traum.

Benötigt man dafür nicht Kenntnisse in Buchhaltung? Was ist mit Einkauf, Verkauf und Marketing?

Katrin erzählt mir, dass sie einige Seminare diesbezüglich absolviert hat. Respekt!
Allerdings könnte sie Unterstützung brauchen, was u.a. den Einkauf in Japan angeht. Sie sucht einen möglichst finanzstarken Geschäftspartner mit guten Japanischkenntnissen, der etwas von der Materie versteht.

Also, falls einer von euch Lesern jemanden kennt, gebt bitte Bescheid. :-)

Abgepackte Waren zu verkaufen ist das eine, aber zusätzlich noch selbst zubereitete Speisen anzubieten, ist schon eine ganz andere Nummer. Ist das nicht zu viel auf einmal?

Natürlich ist der Aufwand größer (gewerblich zugelasse Küche, Vitrinen, Geschirr, etc), aber genau dieses Konzept sei ihr Traum, erklärt sie mir.
Katrin kümmert sich alleine um den Einkauf, den Verkauf im Laden und auch um die Zubereitung der Speisen.

Ist auch ein Online Shop geplant?
Im Moment nicht. Für einen Online-Shop sind ganz andere Lagerkapazitäten nötig, die derzeit nicht vorhanden sind.

Ich möchte wissen, was sie ihrer Meinung nach von anderen ähnlichen Geschäften wie Daruma oder Smart Deli unterscheidet.
Das Sortiment ist bisher einmalig in Berlin. Auch die Möglichkeit, viele kleine japanische Beilagen vor Ort probieren zu können, soll das Hanabira zu einer lohnenswerten Anlaufstelle machen.
Dabei besteht nicht der Anspruch, gehobene Küche anzubieten, sondern den Berlinern die japanische, traditionelle Alltagskost näherzubringen.

Wie kam es zur Wahl der Örtlichkeit? Ist die Colbestr. nicht ab vom Schuss?
Katrin stammt aus dem "Osten" und daher wollte sie auch im Ostteil der Stadt ihren Laden eröffnen.
Die Colbestraße ist zwar eine Seitenstraße, aber es sind hier sehr viele Leute unterwegs und der U-Bahnhof Samariterstraße ist gleich um die Ecke.

Bei der Eröffnung gab es zum Verkosten für die Saucen in Würfel geschnittenes Weißbrot, bei dem Katrin immer wieder darauf hinwies, dass es sich um japanisches Toastbrot handele.
Für mich hatte das Brot keinerlei Ähnlichkeit mit japanischem Toastbrot, weswegen ich wissen wollte, was daran denn japanisch war.

Katrin hat das Brot nach einem japanischen Familienrezept gebacken, das sie von ihrer japanischen Freundin bekommen hat. Eine besonders lange Gäre sei das Besondere, erklärt sie mir.

Ich gestehe ihr, dass ich beim Anblick der angebotenen Speisen bei der Eröffnung nicht wirklich an "Feinkost" denken musste. Und dass das Gebäck bei mir nicht punkten konnte.

Das Problem liegt im Begriff "Feinkost" selbst. Wiki verrät: "Als Feinkost werden besondere Lebensmittel bezeichnet, die nicht zum alltäglichen Bedarf gehören. Der Begriff ist gesetzlich nicht geregelt und kann werblich beliebig verwendet werden."

Was das Gebäck angeht, zeigt sie sich verständig und gesteht, dass ihr das Kochen mehr liege als das Backen.

Ich kläre sie darüber auf, dass ich gelernte Konditorin bin und die japanische Pâtisserie mein Hobby ist, weswegen ich bei Backwaren besonders kritisch bin.
Wenn sie mag, greife ich ihr gerne unter die Arme, biete ich ihr an. Immerhin hat sie eine gewerblich zugelassene Küche, die das Backen ermöglicht.
Für mich wäre das eine interessante Herausforderung.

Wir beschließen das Interview damit, dass ich die Woche darauf noch einmal vorbeischauen werde, um eine mögliche Kooperation zu besprechen.^^

Wer weiß, vielleicht wird es demnächst Ichigo Short Cake  oder Matcha Roll oder Shiratama Tôfu Dango oder oder geben. :-D

Es war ein nettes und unterhaltsames Gespräch und ich danke Katrin für ihre Geduld und dass sie all meine Fragen beantwortet hat.

Übrigens: Auf der Internet-Seite "NIPPONYA" ist bereits ein Bericht über Hanabira erschienen.

HANABIRA – Japanische Lebensmittel und Feinkost

Colbestr. 5, 10247 Berlin – Friedrichshain (MAP)

Öffnungszeiten:
Mo–Sa 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr