Samstag, 29. Oktober 2016

Wochenrückblick 11.10.–23.10.

Dienstag, der 11. Oktober 2016

Heute Nachmittag findet an Kazus Schule das Eltern-Kennenlerntreffen für Kazus Lerngruppe statt.
Ich habe die letzten Tage dafür Törtchen vorbereitet, die heute fertiggestellt werden:

Yuzu-Quarktörtchen, Erdbeer-Charlottchen mit Kern


und kleine Zitronentartes.


Die Törtchen sind richtig gut geworden (nur die Baiserhaube leider nicht so), aber der Absatz war nicht so gut wie erhofft. (Etwa 2/5 der Menge habe ich wieder mit nach Hause genommen).
Die meisten Kinder haben sich von den gekauften Keksen genommen und der Großteil der Mütter war wohl auf Diät.

Als Konditorin versucht man natürlich, etwas zu backen, dass die Kunden zum Zulangen/ zum Kauf anregt. Das Wissen, dass die Mousse wunderbar zart ist und die Törtchen geschmacklich top sind, reicht nicht aus.
Offenbar reicht auch die schlichte Optik nicht aus. Hätte ich mehr ausgarnieren müssen?
Oder fehlte der Zuspruch, weil die Leute noch keinen Zugang zur Patisserie hatten?

Egal. Mittlerweile bin ich schon abgehärtet. Und zumindest konnte ich eine Person begeistern.
Ich habe die Törtchen ja zubereitet, weil ich selbst mal wieder Lust aufs Törtchen zubereiten hatte.
Süß war ja, als Kazu ankam und fragte, ob er seinen Freunden draußen (die nicht in seiner Lehrgruppe sind) Kuchen bringen darf. Natürlich durfte er. War ja genug da.

Auf jeden Fall war es ein netter Nachmittag, bei dem man die ein und andere Mutter mal näher kennenlernen konnte.

Kennt ihr solche Eltern-Kennenlerntreffen auch?

Mittwoch, der 12. Oktober 2016

Kazu und ich sind froh, dass noch Törtchen und Tartes da sind. Wir lassen es uns schmecken.
Und nachmittags bekommen auch seine Freunde, die gestern nicht da waren, etwas ab.
Eine ist ja ein großer Fan von mir. "Du kannst so toll backen!" sagt sie immer ganz begeistert. :-D

Donnerstag, der 13. Oktober 2016

Heute und morgen ist keine Schule, da das Lehrpersonal sogenannte Teamtage hat.

Da Kazu in letzter Zeit ständig am Husten ist, gehe ich mit ihm in der Früh zum Kinderarzt. Doch wir werden wieder nach Hause geschickt, denn vormittags ist Baby-Sprechstunde. Wir sollen nachmittags mal anrufen, sagt man uns.

Dann überwinde ich mich und rufe beim Orthopäden an, da mein Knie einfach nicht abschwellen will. Ich bekomme mittags einen Termin.

Wir fahren also mit der Bahn zum Orthopäden und ich verspreche Kazu, tapfer zu sein und nicht zu schreien bei der Spritze.
Als ich aufgerufen werde, lasse ich Kazu im Wartezimmer. Man hört ihn von drinnen husten.
Der Arzt tastet mein Knie ab und setzt eine Spritze, mit der er die Gelenkflüssigkeit absaugt.
Dann bekomme ich noch eine Cortisonspritze ins Knie.

Er ermahnt mich wieder, dass meine Knie hinüber sind und dass die einzige Option, die es noch gäbe, eine Teilprothese sei. Aber da ich noch jung sei, solle ich so lange wie möglich damit warten.

Na toll. :-(((

Anschließend gehen Kazu und ich noch einkaufen, da es auf dem Weg liegt und dann rufe ich bei der Kinderärztin an. Wir sollen um 18:00 Uhr vorbeikommen.

Die Praxis ist proppenvoll und sogar nach uns kommen noch welche, obwohl die Sprechstunde eigentlich nur bis 18:00 Uhr geht.
Etwa 45 min später sind wir dran. Die Ärztin und natürlich auch die Arzthelferinnen können einem leid tun. Trotz der vorgerückten Stunde ist die Ärztin jedoch sehr freundlich und verbreitet auch keinen Stress. Kazus Husten sei ein Rest seiner Erkältung. Aber zum größten Teil sei es auch ein Tick, den Kazu wohl entwickelt hat. Wir bekommen etwas für seine Atemwege, und sollen ansonsten Kazu darauf hinweisen, nicht mehr zu husten.

Ein langer Tag geht zu Ende.

Freitag, der 14. Oktober 2016

Ich hatte die Woche noch Gewürzplätzchen gebacken und diese nun mit Chiasamen angedickter Himbeerkonfitüre zusammengesetzt.


Sie erinnern uns geschmacklich an Linzer Torte. Sehr lecker.

Samstag, der 15. Oktober 2016

Mein Hals kratzt. Ich halte mit Ingwertee, Zink und Vitamin C dagegen.

Sonntag, der 16. Oktober 2016

Immer noch Halsschmerzen.

Ich habe noch Johannisbeerpüree im Kühlschrank und zaubere uns zum Nachmittag eine Johannisbeertorte.


Mmh, wir verputzen zu dritt die ganze Torte, die allerdings nur einen Durchmesser von 12 cm hatte.

Zum Abend hin geht es mir immer schlechter. Ich kann kaum noch sprechen. Und so rufe ich schnell meine Mutter an und berichte ihr vom Stand der Dinge und dass ich nicht weiß, ob ich es am Montag schaffen werde, zum Flughafen zu kommen.
Sie fliegt morgen nämlich wieder zurück nach Japan. Um zu 8:00 Uhr am Flughafen zu sein, müsste ich um 6:30 Uhr hier los. Mit Kazu im Schlepptau.
Das ist ohne Erkrankung schon eine große Herausforderung.

Meine Mutter daraufhin: Sie hätte sich so darauf gefreut, noch einmal Kazu zu sehen. Ich sei ja so schwach. Sie wäre ihre Erkältung nach einem Tag wieder losgeworden.
Aber wenn ich nicht kommen kann, kann man nichts machen.

Wir vereinbaren, dass wir telefonieren, wenn sie in Japan ist und es meiner Stimme wieder besser geht.

Montag, der 17. Oktober 2016

Beginn der Herbstferien.

Nun hat es mich vollends umgehauen. Starke Halsschmerzen, Heiserkeit, Schlappheit, Appetitlosigkeit.
Ich erinnere mich, dass der Arzt bei meiner ersten Spritze darauf hingewiesen hatte, dass die Cortisonspritze innerhalb von 2–3 Tagen Fieber verursachen kann.
Fieber habe ich zwar nicht ...
Ich befrage das Internet. Aha, das Cortison legt das Immunsystem lahm. Na toll. :-(

Ich schicke meinem Bruder, der meine Mutter mit dem Auto zum Flughafen fährt, eine Nachricht, dass ich wegen Krankheit nicht komme, und er solle meiner Mutter von mir einen guten Flug wünschen.

18.–23. Oktober 2016

Krank.
So heftig und lange krank war ich schon lange nicht mehr.
Am Mittwoch fühle ich mich ein wenig besser und ich nutze die Gelegenheit zum Einkaufen.
Anschließend bin ich total erschöpft und die nächsten Tage schaffe ich es nur, Kazu morgens zur Schule (Ferienhort) zu bringen und ihn nachmittags abzuholen.

Ich schaffe es nicht einmal, irgendwas in der Küche zu zaubern abgesehen vom Abendessen für Kazu.
Daher gibt es keine Fotos und auch nichts zu berichten.

Kommentare:

  1. Hallo Mari,

    Gute Besserung! Ich hoffe, dass es dir mittlerweile etwas besser geht und deine Stimme sich etwas erholt hat. Wenn die Stimme weg ist, ist dass so nervig. Ich hatte das auch einmal, dass ich tatsächlich geklungen habe wie als ob ich aus einer Blechdose sprechen würde.. Das war so unangenehm. Wichtig ist (laut meinem Arzt) die Stimme in solchen Situationen so gut wie es geht nicht zu benutzen (haha, aber setz das mal um! Es ist schließlich DAS Kommunikationsinstrument), was mir jedoch nicht wirklich gelungen ist.
    Dass deine Mutter kein Verständnis dafür hat, finde ich recht seltsam. Und auch dieses "Du bist so schwach" - ich bewundere dich, dass du in so einem Moment nicht die Nerven verloren hast. Ich hätte einfach nur aufgelegt, glaub ich.
    Es ist schlimm, wenn man solche selbstzentrierten Mütter hat. Meine ist leider genauso.

    Und tut mir Leid, dass deine Kreationen nicht so angekommen sind, wie sie hätten sollen. Wäre ich dort gewesen, hätte ich dir alle abgenommen um zu kosten. :D Solche tollen Leckereien bekommt man nicht oft - auch selten in angeblichen Patisserie-Geschäften, wo die Sachen meistens nur trocken sind. Seitdem ich backe, esse ich kaum mehr irgendetwas Gekauftes. Allerdings sind die meisten Menschen an diese Geschmacksverstärker, Palmfett und andere Zusatzstoffe gewöhnt. Man greift halt zum Altbekannten und frisst gleich noch ein paar ungute Zutaten mit (das "fressen" hab ich absichtlich benutzt). Allerdings, wenn man etwas Selbstgemachtes vor sich hat, etwas Unbekanntes, dann wird es abgelehnt.
    Und Frauen essen ja generell nix bis 22 Uhr Abends, denn erst dann bekommen die meisten einen Nervenzusammenbruch von dem "Ich halte an mich also bin ich toll und stark" und brauchen etwas Süßes. Außerdem sieht es nach 22 h auch niemand mehr - also keine Zeugen. :P

    Ich finde diese Beziehung von Frauen und Süßem echt interessant. Ich biete auch so oft etwas Selbstgemachtes an, Frauen lehnen in den meisten Fällen ab (hingegen lieben es die Männer), aber sie essen wiederum später Twix, Mars, M&Ms... Faszinierend.

    Ich hoffe, du postest das Rezept für die Gewürzplätzchen! Ich habe einen guten Freund, der diese lieben würde - selbstverständlich würde ich sie auch sehr gerne probieren! :D

    Ganz liebe Grüße!
    Maria

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Maria, danke schön für deinen Kommentar. Musste stellenweise echt schmunzeln.
      Mitte November ist an Kazus Schule Tag der offenen Tür. Mal sehen, was ich da backe. Denke da an klassische Konditortorten. Oder vielleicht doch lieber Sushi? Weiß noch nicht. :-D

      Löschen
  2. Liebe Mari,
    Also mich hättest du mit deinen Törtchen 100% begeistern können. Ich denke wirklich, dass viele nicht den Zugang zur Pâtisserie haben. Die Medien tun den Rest dazu. Schade! Aber wir geben nicht auf die Pâtisserie nach Deutschland zu bringen, nicht wahr ;-) ?
    Liebe Grüße mare.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Never give up, Maren. :-D
      Deine Vanilletörtchen sehen übrigens klasse aus. Ich würde sie auch probieren. Alleine schon deswegen, weil man weiß, dass jemand sich viel Mühe gegeben hat.

      Löschen
  3. Liebe Mari,

    ich hoffe, dir geht es inzwischen wieder besser. Ich finde diese Zeit des Jahres manchmal furchtbar. Gerade mit Kind hat man ja kaum eine Chance, ohne Krankheit durch den Winter zu kommen... Ich finde es auch traurig, dass deine Mutter so wenig einfühlsam mit dir umgeht. Es ist nicht schwach, die eigenen Grenzen zu kennen und zu respektieren! Im Gegenteil, es zeugt eher von Stärke, sich gegen die Wünsche von Familie (oder Freunden) zu stellen (das sagte ja schon Dumbledore ;) ). Ich finde es toll, dass du es bei deinem Sohn offenbar anders machst.
    Mein Kind ist noch klein und hat eben erst in der Kita angefangen, aber dort gab es auch schon Kennenlerntreffen. Ich bringe zu sowas aber grundsätzlich nur einfachen Rührkuchen mit, weil ich nämlich die gleiche Erfahrung gemacht habe wie du. Ich weiß nicht, ob es die Leute vielleicht abschreckt, dass man zum Essen der Törtchen eine Gabel braucht? Oder dass es eine "feste" Portion ist? Gerade Frauen nehmen ja gerne mikroskopisch kleine Stückchen vom Kuchen. Deswegen schneide ich auch nichts mehr vor, sonst habe ich hinterher lauter halbe und Viertelstücke auf der Platte. Deine Törtchen sind so hübsch, da traut sich das keiner. Komplizierte Törtchen mache ich nur noch für Familie und Freunde, die wissen das zu schätzen. :)
    Zuletzt schließe ich mich der Bitte an, die Gewürzplätzchen zu posten.

    LG, Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe die Törtchen sogar schon als halbe Törtchen auf der Platte gehabt. Vor allem auch, weil es ja nicht so viele waren und man ducrhs Halbieren auch das Innere sehen kann.
      Hm, das mit der benötigten Gabel stimmt. Könnte ein Grund sein.
      So mit den Fingern kann man sich schneller ein Stückchen greifen und essen und wirkt nicht so verfressen. ... :-P
      Vielleicht doch das nächste Mal (zum Tag der offenen Tür) Chiffon Cake?
      Ich werd' wohl wieder das backen, worauf ich Lust habe. *g*
      Und alle Reste mit nach Hause nehmen. :-)

      Löschen
  4. Hallo Mari,

    ich wünsche dir erst mal gute Besserung! Ich hoffe es geht bei dir bald wieder besser. Ich kränkel leider auch gerade. Deine Kuchen sehen übrigens klasse aus. Ich hätte sie alle probiert und wüsste nicht wo ich anfangen sollte. Du triffst genau meinen Geschmack. ich mag Zitronentartes, Quarktörtchen und Linzertorte. Das wäre auf jeden Fall etwas für mich gewesen. ;-)

    LG Sarah

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke schön, Sarah. Ich hab die Erkältung so gut wie besiegt. Ich hoffe, dir geht es auch besser.
      Das freut mich, dass dir die Törtchen gefallen und du meinen Geschmack teilst. :-)

      Löschen
  5. Gute Besserung!

    Ich bin gleich an den ersten Fotos hängen geblieben. Schade, dass ich nicht an Eurer Schule bin, da hätte ich zugegriffen!!! So lange, bis ich nicht mehr gekonnt hätte. Die Törtchen sehen traumhaft aus und schmecken sicher genial. Perlen vor die Säue würde ein Freund sagen, wobei ich das natürlich nicht einschätzen kann, manchen fehlt vielleicht wirklich die Erfahrung mit Patisserie. Das ist oft gut, weil dann mehr für mich bleibt. Aber hier ist es natürlich schade.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. in dem Fall war es ja mehr für uns. *g*
      Und wer weiß welche Nachwirkungen es hat. Wenn die anderen Eltern mich jetzt mit feinen Törtchen assoziieren, hat es ja schon was gebracht. :-P

      Löschen
  6. Liebe Mari,

    auch ich finde Deine Törtchen wie immer gaaaaanz toll. Ich hätte sich mehr als nur eins probiert ;-)

    Liebe Grüße
    Lisa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zu meinem Geburtstag serviere ich dir welche. :-)

      Löschen