Freitag, 19. Juni 2015

Schweinefleisch mit Ingwer gebraten 豚肉のしょうが焼き

豚肉のしょうが焼き
Dieses Gericht (butaniku no shôgayaki) zählt zu den klassischen japanischen Gerichten und ist fast in jedem Kochbuch über japanische Küche enthalten. Schweinefleisch in dünnen Scheiben wird gebraten mit Sojasoße, Reiswein, Zucker und Ingwersaft.
Ich habe mehrere Rezepte ausprobiert und bisher ist dieses mein Favorit. Das Rezept stammt aus einem meiner ersten Kochbücher "Grundlagen der Grundlagen":


Edit: Ich habe das Rezept ein wenig überarbeitet und Anregungen aus dem Buch  "いちばんわかりやすい基本の料理" (was so viel heißt wie "Grundlagengerichte am verständlichsten nahegebracht") einfließen lassen.


Zutaten für 2 Personen

200 - 250 g Schweinefleisch zum Kurzbraten (Schweinelende, Schweinerückensteak (--> Bio Minutensteaks aus dem Schweinerücken)

Marinade:
1 EL Reiswein (Sake)
1 EL Sojasoße
1 TL geriebener Ingwer

Soße:
1 - 1,5 EL Sojasoße
1 EL Reiswein
1 EL Mirin
1 TL Zucker
1–2 TL geriebener Ingwer
nach Belieben noch 1 TL mildes Sesamöl (usukuchi)



2 EL Öl
6 frische Shiitake-Pilze oder andere Pilze
1 Stange Porree
oder alternativ Jaroma-Kohl in feine Streifen geschnitten

Vorbereitung:

Das Fleisch waagerecht in dünne Scheiben schneiden und nach Belieben diese dann in mundgerechte Stücke schneiden.
Ingwer schälen und reiben.
Fleischstücke mit der Marinade gut verkneten und 30 min oder auch länger ziehen lassen.
Die Pilze entstielen und die Köpfe in Scheiben schneiden.
Den Porree diagonal in Scheiben/ Ringe schneiden.
Die Zutaten für die Soße miteinander verrühren.

Zubereitung:

1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Pilze und Lauch rasch gar dünsten.
Auf einen Teller geben.
Das Fleisch auf Küchenpapier abtropfen.
1 EL Öl in der Pfanne erhitzen (man kann die gleiche Pfanne gleich weiter verwenden),
und das Fleisch bei starker Hitze zügig von beiden Seiten braten. Herausnehmen.
Die Soße in die Pfanne gießen und bei mittlerer Hitze leicht eindicken lassen, bis die Soße Glanz bekommt.
Fleisch zurück in die Pfanne geben und mit der Soße ummanteln.
Das Fleisch auf dem Gemüse anrichten (oder vor dem Kohl) und die restliche Soße aus der Pfanne über das Essen geben.


Anm.: Man kann auch das Gemüse zum Schluss mit zum Fleisch geben und alles einmal durchschwenken. Allerdings sieht das Essen beim Anrichten dann nicht mehr gans so schön aus, finde ich.
Das Gemüse bekommt durch die Soße vom Fleisch die Würze.

Das Gericht schmeckt auch kalt gut und eignet sich daher prima für ein Obento.


Kommentare:

  1. Du solltest öfters deine Bentos posten Mari! :D Ich probiere das Rezept mal mit Sojamedaillions. Mal schauen, ob es klappt :)

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    1. Haha, meine Bentos sind mir total peinlich. ^^;;
      Mit Sojamedallions ist es bestimmt auch gut. Ich verwende auch gerne Tôfu.

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  2. Liebe Mari,
    bin mit Hals-Kopf und Gliederschmerzen auf der Couch aber bei dem Anblick des köstlichen Gerichtes
    könnte ich in den Laptop springen und Futtern.
    Nächstes Mal gib Bescheid dann komm ich aus Lankwitz schnell vorbei,grins
    Viele Grüße
    Sabine

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    1. Ich hoffe, dir geht es mittlerweile schon wieder besser. Ingwer wäre auf jeden Fall eine gute Medizin. :-)
      A propos Bescheid geben, vielleicht sollte ich wirklich mal mehr soziale Netze nutzen. Dann könnte ich kurzfristig posten, hab Torte da oder so. First come, first serve. *g*
      Gute Besserung!

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  3. Ich kann mich nur anschließen, weil ich Deine Bilder so appetitlich fand, gab es das Schweinefleisch gerade bei uns zum Mittag. Echt lecker, ich hatte dann noch ein bisschen gehackte Mitsuba dabei und habe das Fleisch auf Mizuna-Blättern angerichtet. Beides wuchert gerade wie wild auf meinem Balkon und muss verarbeitet werden ;)
    Schönes Wochenende und schöne Grüße Danii

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    1. Das finde ich toll, dass du es gleich nachgekocht hast. Mizuna-Salat gab es in Japan (Urlaub 2015) immer. Das war wirklich lecker. Mitsuba dagegen ist nicht so meins. Schönen Kräutergarten hast du dir wieder eingerichtet.

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