Freitag, 8. Mai 2015

Wochenrückblick 26.4.–30.4.

Wow, ich bin überwältigt. Ich danke euch von ganzem Herzen für eure aufbauenden Kommentare und Mails und werde heute Abend und morgen noch jedem einzelnen antworten.
Bin echt gerührt. Danke schön euch allen und auch an alle anderen Leser.


Hier noch die restlichen Apriltage.

Sonntag, der 26. April 2015

Heute sind Kazu und ich mit meiner Mutter verabredet. Wir wollen gemeinsam einen Tag verbringen und was tun da Mutter und Tochter, die (fast) nur Essen im Kopf haben?
Genau, essen gehen. :-D

Wir treffen uns kurz vor 10:00 Uhr am Rosenthaler Platz und machen uns gemeinsam auf den Weg zu "Les Patisseries de Sebastien".

Da Kazu und ich nur unseren Obst-Smoothie am Morgen hatten, haben wir den nötigen Hunger für ein zweites Frühstück mitgebracht.^^
Die Patisserie ist vor allem berühmt für ihre Croissants. Meine Mutter bestellt zwei, Kazu möchte ein Pain au chocolat und ein Eclair.
Ich kann der Versuchung nicht widerstehen und teste das Kuchenangebot. Eine Tarte aux poires, ein Mini Opéra Häppchen und eine Mini Tarte mit Pistaziencreme und Himbeeren.


Fazit: Die Croissants als auch das Pain au chocolat sind wirklich spitzenmäßig.
Das Eclair war jedoch sehr hart und brüchig, die Schokocreme okay, aber auch kein Highlight.
Mächtig war auch die Opéra und ebenfalls nicht ausgewogen genug.
Gut geschmeckt hat mir das Himbeertörtchen.
Die Kombination aus Dacquoiseboden, Pistazienbuttercreme und Himbeeren ist ein Klassiker und wurde gut umgesetzt.
Was gar nicht ging, war die Tarte. Sie war dermaßen süß, dass ich sie nicht essen konnte. Sogar meine Mutter, die es gerne sehr süß mag, befand sie als ungenießbar.

Also für Croissants komme ich gerne wieder her, aber Kuchen esse ich dann doch lieber woanders.
Ach ja, es gibt dort auch keine Toiletten, so dass man sich nicht wirklich gemütlich niederlassen kann.

Meine Mutter schlägt vor, dass wir nun meiner Schwester einen Kurzbesuch abstatten könnten.
Angerufen, gefragt, okay bekommen.
Bei meiner Mutter (ihre Wohnung liegt auf dem Weg dorthin) legen wir einen Zwischenstopp ein, da ich dringend auf Toilette muss. ^^;;

Keanu, mein Neffe (3 Jahre) ist von Kazus Besuch begeistert und die beiden Jungs toben durch die Wohnung.

Nach etwa einer Dreiviertelstunde verabschieden wir uns und fahren zum Schloss Charlottenburg, um dort in der Trattoria Opera Italiana Pizza essen zu gehen.
Meine Mutter isst dort oft mit ihren japanischen Reisegruppen.
Sie bestellt sich die Turandot, eine Pizza mit Aubergine, Zucchini und Ruccola, für Kazu bestelle ich eine Kinderpizza, für mich Spargel mit Schinken.
Als Kazus Kinderpizza gebracht wird,staunen wir. Sie ist genauso groß wie eine Erwachsenenpizza. o_O
Der Unterschied läge darin, dass sie nicht so üppig belegt ist, erklärt man uns.


Ich finde die Pizzen nicht so besonders. Langweiliger Boden mit wenig Geschmack, Salami und Schinken scheinen mir von niedriger Qualität zu sein.
Mein Spargel ist okay.
Natürlich schafft Kazu seine Pizza nicht (und ich bin froh darüber). Meine Mutter besteht darauf, dass wir uns die Reste einpacken lassen.

Nebenan gibt es eine Eisdiele und Kazu bekommt als Nachtisch noch ein Eis. Es gibt Kinderkugeln. In der Regel sind diese ja kleiner und so darf Kazu beide Sorten haben, die er sich gewünscht hat. Erdbeere und Vanille in der Waffel. Als die Frau ihm das Eis reicht, staune ich nicht schlecht. Die Kugeln sind riesig!


Nicht einmal zu zweit schaffen wir das ganze Eis.

Von der Eisdiele laufen wir zum Adenauer Platz. Ein längerer Spaziergang, aber nach dem Essen sehr angenehm.

Unser nächstes Ziel ist das Café "Aux delices normands", das dort neu eröffnet hat. Und zwar genau dort, wo früher das Café "Harry Genenz" war.
Das Schließen und Eröffnen von Läden geht wirklich schnell in Berlin.
Matchabar, Rie Patisserie, Nazuna, Amour Fou, Genenz ... alle wurden gelobt, haben beste Bewertungen bekommen und sind jetzt weg.
Nun, so ist das eben in der heutigen schnelllebigen Zeit. Beständigkeit ist nur noch selten anzutreffen.

Meine Mutter bestellt sich eine Mille Feuille (Napoleonschnitte), die wir alle zusammen aufnaschen.
Mehr passt jedoch nicht mehr in den Bauch.
Die Bedienung ist nett, die Kette "Aux delices normands" hat durchaus ordentliches Backwerk.
Ja, hierher können wir noch einmal zum Testen kommen.^^

Nun verabschieden wir uns und bedanken uns bei Babasan für die reichhaltige Verköstigung.
Kazu möchte bei Babasan übernachten und so wird noch schnell ein Termin vereinbart und Kazu vertröstet. :-)
Jetzt aber ab nach Hause, Papa die Pizza bringen. :-P

Montag, der 27. April 2015

Heute ist wieder Backen angesagt. Ich möchte die Thé Orange aus meiner Patisserie-Heftreihe nachbacken und stelle die benötigten zwei Böden her.

Der Sablé breton ist richtig lecker und ich muss aufpassen, dass ich nicht alle Reste aufnasche.


Dann folgt ein pâte dacquoise, der ebenfalls sehr gut schmeckt. Ich nasche schon wieder. ^^;;


Schließlich bereite ich noch zwei Hefeteige zu, die zum Garen über Nacht in den Kühlschrank wandern.



Dienstag, der 28. April 2015

Am nächsten Morgen entsteht aus der Teigkugel das Matcha-Milch-Brot


und die Matcha-Hefe-Schnecken mit schwarzem Sesam und Zimt von Susanna.


Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich die Schnecken, die ich am 19. April zum ersten Mal gebacken hatte, noch einmal backen möchte, da ich sie dann mit der richtigen Füllung testen wollte.
Dieses Mal ist sogar der Teig noch besser geworden und die Füllung passt wirklich gut dazu.
Ich kann nur sagen, richtig köstlich. Wenn ich die Zeit dazu finde, werde ich das Rezept bei mir aufnehmen. Hab extra Fotos von den Arbeitsschritten gemacht. :-) Rezept-Post folgt also.

Ein paar Scheiben Brot und Schnecken nehme ich mit zu meiner neuen Arbeit im matchashop.
Schließlich wurde ich durch deren Post auf der matchashop Seite auf das Rezept der Matcha-Schnecken aufmerksam und habe so auch den schönen Blog von Susanna "Mehlstaub und Ofenduft" kennengelernt.
Und auch das Rezept für das Matcha-Milch-Brot habe ich ja durch den Post meines Arbeitgebers bei facebook entdeckt.

Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung, Arbeitskollegen zu haben und Backproben zu verteilen.
Matcha-Brot und Matcha-Schnecken kommen sehr gut an und ich genieße es, (positives) Feedback zu bekommen. Ein schönes Gefühl.
Aber auch sonst gefällt mir meine neue Arbeit. Ich habe das Gefühl, nützlich zu sein, man sitzt nicht mehr alleine zu Hause rum, kann sich austauschen.
Ich hoffe, dieses positive Gefühl hält noch lange an.

Von der Arbeit geht es dann wieder weiter zum Kindergarten, Kazu abholen, nach Hause Sporttasche packen und gleich weiter zum Judo.
Beim Judo hat ein neuer Junge angefangen, mit dessen Muttter ich mich gut verstehe. Und so freue ich mich auf ein Wiedersehen und darauf, mich mit ihr zu unterhalten.

Mittwoch, der 29. April 2015

Berauscht von der positiven Resonanz auf mein Matcha-Gebäck bereite ich heute früh gleich die Matcha Balls zu, die ebenfalls von matchashop bei facebook gepostet wurden.
Die Kugeln sind ganz fantastisch. Das Rezept übernehme ich auf jeden Fall. (Post folgt)


Auch bei den beiden vom Shop kommen die Kugeln an. Hach, ich schwelge im Glück. :-)

Ein Brot habe ich in der Früh auch noch gebacken (aber nicht mitgenommen).
Es ist ein Komepan, ein Brot aus Reismehl nach einem Rezept aus einem meiner japanischen Brot-Backbücher.


Das Komepan fand ich in Japan so lecker. Aber dieses Brot sagt mir gar nicht zu. Die Krume ist viel zu klebrig. Vielleicht ist beim Backen ja was schief gegangen?
Wie dem auch sei, es gibt Rezepte, bei denen ich Potential verspüre. Da habe ich keine Probleme, ein Rezept mehrmals zu backen, bis es passt. Das Gefühl habe ich bei diesem Rezept nicht.
Zum Glück gibt es noch andere Rezepte für Reisbrote.

Heute kommt der Opa vorbei und während Kazu und Opa spielen. Ich nutze die Zeit, um mich meiner Tee-Torte und dem Törtchen zu widmen. Da es bei der Torte nicht um Optik geht, habe ich die Deko einfach gehalten und fertige Röllchen aufgelegt.





Von unten nach oben: Sablé breton bestrichen mit Orangenmarmelade (bei mir Yuzu-Marmelade), eine Schicht Milchschokoladenmousse, der Dacquoise-Boden gefolgt von einem Kern aus Teecreme, das Ganze umhüllt mit Milchschokoladenmousse, ummantelt mit einer Milchschokoladenglasur.

Fazit: Schmecken tut die Thé Orange. Die Torte ist aber sehr schokig und dadurch mächtig, sehr süß, die Teecreme kommt nicht so zur Geltung, wie ich das gerne gehabt hätte und die Torte hat auch kaum Stand.
Auf dem Foto im Heft sieht man auch, dass die Creme wegfließt.

Der knusprig-zarte Sablé Breton wird auf jeden Fall gespeichert


und auch mit dem Dacquoiseboden bin ich sehr zufrieden.
Wahrscheinlich werde ich beide Böden extra posten. Für die Torte spare ich mir die Mühe.

Donnerstag, der 30. April 2015

Kazu zum Kindergarten bringen, von dort aus zur Arbeit fahren, dann von Arbeit mit dem Einkauf wieder zum Kindergarten, Kazu abholen. Nach Hause, Einkauf abladen. Judo-Tasche packen.

Müssen wir wirklich zum Judo?

Morgen in der Früh fahren wir für drei Tag nach Peenemünde, wo sich die ganze Verwandtschaft von der Seite meines Mannes trifft.
Ich muss noch packen und habe auch noch viel vorzubereiten, da ich Kuchen für nachmittags und auch noch was zum Grillen mitbringen soll.
Reiseverpflegung und Verpflegung vor Ort muss ebenfalls mit.

Daher beschließe ich, dass Kazu heute Judo schwänzen darf.

Ich denke, das ist die richtige Entscheidung, denn ich wüsste nicht, wie ich alles sonst schaffen soll.
Ich werde die Schoko-Tee-Torte mitnehmen und backe noch einen Simple Baked Cheesecake (den "lovely").

Taschen packen. Alles bereit stellen.
Trotz des Fernbleibens vom Judo ist es spät geworden. Aber wenigstens habe ich alles fertig bis auf den Reiseproviant und die Waschtaschen.
Ab ins Bett.

Kommentare:

  1. Hallo Mari, am Sonntag hattet ihr ja einen richtigen Schlemmertag. Dass es in der Patissierie kein WC gibt ist ja sehr merkwürdig und wäre auch für mich ein Grund dort nicht wieder hin zugehen.

    Die Matcha-Schnecken finde ich sehr interessant. Ich habe mich schon auf der Homepage deiner neuen Arbeit umgeschaut, um mir endlich mal Matcha zum ausprobieren zu bestellen. Die Hinweise für ANfänger dort finde ich sehr hilfreich.

    Also vllt hast du demnächst mal eine Bestellung von mir zu bearbeiten ;-)
    Ein schönes Wochenende für DIch und deine Männer. LG Sivie

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    1. Hallo Sivie,
      Kundentoiletten sind sehr kostspielig und wenn das Café keine Spirituosen anbietet, kann der Laden auf solche verzichten.
      Die Schnecken sind wirklich köstlich. Nur ziemlich aufwändig leider.
      Haha, das wär ja cool, wenn deine Bestellung bei mir landet. Dann frag ich mal den Chef, ob ich dir noch eine nette Zugabe reinlegen darf. Den namen Sivie wird es ja nicht so oft geben.
      Dir auch ein schönes Wochenende.

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  2. Ach Mari, manchmal wünschte ich, ich hätte auch so eine Mama, dann könnt ich jeden Tag die übelst tollen Backwerke essen! *_* Wie schaffst du das eigentlich kalorienmäßig? ich beneide dich! *_*

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    1. Die Menge macht's. :-D
      Meine Torten haben meist nur einen Durchmesser von 12 cm. Aber es stimmt. Ich muss schon sehr aufpassen, dass ich bei dem vielen süßen Gebäck nicht überzuckere oder gar in die Breite gehe. ^^;;

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