Dienstag, 10. März 2015

Burgtheater Linzertorte ブルクテアター・リンツァートルテ


Die Burgtheater Linzertorte ist eine Spezialität der berühmten Konditorei "Demel" in Wien.
Ihr Geheimnis: Sie enthält Kuchenbrösel der Demels Sachertorte.

Hier gibt es übrigens einen interessanten Bericht über die Hofzuckerbäckerei Demel, in dem auch die Burgtheater-Linzertorte erwähnt wird:
http://www.philodex.net/blog/demels-reputation

Auch in Japan hat Demel vor allem in den großen Kaufhäusern Verkaufsstände. Doch die Burgtheater Linzertorte ist in der in Japan bekannten Wiener Konditorei "LilienBerg" zu finden.

Die Linzertorte mit 15 cm Durchmesser kostet dort etwa umgerechnet 20 €.

Das Rezept für diese Torte stammt aus der Heftreihe "パティシエと作る Cake & Dessert" (mit Patissiers Cake & Dessert herstellen, Heft Nr. 36). Vorgestellt wird es vom Chef von LilienBerg, dem Pâtissier Haruo Yokomizo.
Für das Rezept ist ein mittlerer Schwierigkeitsgrad angegeben.

Anm. Nach dem Genuss dieser Torte bereue ich es, nicht das Buch "LilienBerg" von ihm gekauft zu haben.
Die Torte ist sehr aromatisch und saftig und nach einem Stück möchte man noch ein zweites. :-D


Zutaten für eine runde Kuchenform von 15 cm Durchmesser

Teig
60 g Süßrahmbutter
60 g Sauerrahmbutter
60 g Zucker
60 g Vollei (1 Ei Größe L)
20 g Eigelb
60 g Mehl Type 405
5 g Kakao
1/4 TL Zimtpulver
1 Prise Salz
25 g Kuchenbrösel aus Schokoladenböden
75 g Mandeln
25 g Haselnüsse
25 g feinherbe Schokolade

Für die Fertigstellung
80 g rote Johannisbeerkonfitüre
1 große Oblate von 10 cm Durchmesser
20 g Mandeln
20 g Haselnüsse
8 g gehobelte Mandeln
feinherbe Schokolade
Puderzucker

Anm.: Man kann auch nur eine Sorte Butter verwenden.
Für die Kuchenbrösel habe ich den Brownie zerbröselt. 
Wer nur helle Kuchenbrösel da hat (man kann auch Brösel eines Rührkuchens verwenden), nimmt 1 g Kakao mehr.
Ich hatte keine runde Oblate in der Größe da und habe mir aus großen eckigen die runde Form zurechtgeschnitten und aus zwei Teilen zusamnmengesetzt.
Die Garnitur ist bei mir spärlich ausgefallen. Normalerweise gehören wesentlich mehr Nüsse und Mandeln als auch Mandelblättchen auf den Kuchen. Wir mögen das aber nicht.

Vorbereitung

Butter und Eier auf Zimmertemperatur bringen.
Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen.
Die Kuchenbrösel fein zerreiben.
Die Mandeln und Haselnüsse für den Boden und für die Fertigstellung zusammen im 160°C O/U-Hitze heißen Ofen 15–20 min rösten, bis sie auch innen Röstaroma angenommen haben.
Die Mandeln und Haselnüsse für den Boden sehr fein hacken bzw grob mahlen.
(Anm. Ich mag es gemahlen lieber.)
Die Mandeln und Haselnüsse für die Fertigstellung jeweils halbieren.
Die Schokolade sehr fein hacken (oder grob mahlen).
Schokolade für die Fertigstellung schmelzen und dünn auf Backpapier aufstreichen. Im Kühlschrank bis zur Verwendung lagern.
Mehl, Kakao, Zimt und Salz mischen und sieben.
Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Zubereitung

Teig
Butter cremig rühren.
Zucker hinzufügen und beides weiß-cremig aufschlagen.
Ei und Eigelb verquirlen und in drei Etappen in die Butter-Zucker-Masse einrühren.
Die Masse soll nach jedem Einrühren homogen sein.
Mehlgemisch hinzufügen und mit dem Schaber einrühren.
Kuchenbrösel unterrühren.
Geröstete und zerkleinerte Mandeln und Haselnüsse unterrühren.
Schokoladenspäne/ -stückchen einrühren.

Fertigstellung
Einen Teil des Teigs ca. 1,5 cm hoch in die Form füllen. Man kann zum Einfüllen auch einen Spritzbeutel mit 15 mm Lochtülle verwenden.
Die Oblate mittig einlegen.
Die Konfitüre darauf verteilen. Die Konfitüre kann ruhig ca. 1 cm über die Oblate hinaus verteilt werden.
Den restlichen Teig von außen nach innen vorsichtig einfüllen, Oberfläche glatt streichen.
Die Mandel- und Haselnusshälften und die Mandelblättchen möglichst ausgewogen auf der Oberfläche verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 40 min backen.

Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen. Aus der Form nehmen, Backpapier abziehen.
Die Schokolade aus dem Kühlschrank nehmen, vom Papier lösen und in Stücken auf dem noch warmen Kuchen verteilen.
Kuchen abkühlen und Schokoladendekor fest werden lassen (bei Zimmertemperatur).

Eine runde Scheibe von ca. 11 cm Durchmesser mittig auf den Kuchen legen.
Den Rand mit Puderzucker bestäuben. Scheibe entfernen.

Den Kuchen gut verpackt bei Zimmertemperatur lagern.
Anm.: Ich habe ihn einen Tag durchziehen lassen.


Kommentare:

  1. Oha, ein sehr sehr ansprechendes Stück Kuchen, ich möchte auch Eines!
    Aber stutzig macht mich ein wenig, dass Demel in Wien die Linzertorte verkauft, die echte Linzertorte kommt doch von Jindrak? Wie auch immer, ich hab gleich Lust mir ein Stück zu besorgen - wo auch immer es herkommen mag ;D
    Liebste Grüße von mir zu dir,
    Fräulein Laune

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    1. Von Demel gibt es die "Demels Sachertorte"anstelle der Original-Sachertorte und eben die "Burgtheater-Linzertorte". Die Original Linzertorte mit dem typischen Gitter gibt es bei Jindrak, das stimmt.
      Jedesmal wenn ich das Foto vom Kuchenstück sehe, bekomme ich wieder Lust drauf. Hach, die war so gut.

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  2. hallo!

    ich möchte am WE das Rezept nachbacken. Kannst du mir bitte sagen wofür die Oblatte gut ist? Ich habe schon welche besorgt aber könnte man die weglassen? Vielen Dank fürs Rezept :-)

    LG, Kati

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    1. Hallo Kati, die Oblate verhindert, dass die Johannisbeerkonfitüre den unteren Teig durchweicht.
      Im Rezept steht sogar, man solle eine zweite Oblate AUF die Konfitüre legen, aber das ist meines Erachtens überflüssig. Ich habe schon so viele gerührte Linzertorten gebacken, da hat immer eine Oblate (unter der Konfitüre) völlig ausgereicht.

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