Samstag, 12. Juli 2014

Matcha White Chocolate Muffins


Das Rezept für diese feinen Muffins habe ich auf dem Blog dailydelicious gefunden. Einer der Blogs, die ich schon lange verfolge, weil die Bloggerin so wunderschöne Sachen zaubert.^^

Beim ersten Mal habe ich hauptsächlich Mini-Muffins gebacken (und nur zwei große), beim zweiten Mal habe ich eine Masse mit vier verschiedenen Matchasorten angereichert, um bei einem direkten Vergleich zu sehen, wie sich die unterschiedlichen Matcha-Qualitäten auf das Gebäck auswirkt.

Zum Einsatz kamen beim Test:

Matcha Isuzu (Q2) von Marukyu-Koyamaen. Der recht milde Matcha ist eigentlich für die Zubereitung von Usucha gedacht. Er ist der teuerste der von mir getesteten Matcha.

Koch-Matcha Suisen (Q2) von Marukyu-Koyamaen. Frisch geöffnete Packung.

Koch-Matcha Ayame (Q1) von Marukyu-Koyamaen. Diesen Matcha habe ich schon länger in Gebrauch. Das "Best Taste" Datum wurde am 14.08.2013 überschritten, das MHD ist der 14.08.14.

Matcha Powder von "watashi no daidokoro", das es günstig im japanischen Supermarkt oder bei Tokyu Hands gibt.


Matcha schon mit Mehl vermischt

Zutaten für 8 mittelgroße Muffins

30 g weiße Schokolade (Kuvertüre)
30 g Schlagsahne
70 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
90 g Mehl (habe Type 405 verwendet)
2 g Backpulver
4 g Matcha

Zum Anreichern nach Belieben weiße Schokoladenstückchen oder Macadamia Nuts.

Zubereitung

Muffinform mit Backförmchen auslegen.
Ofen auf 170°C vorheizen.

Weiße Schokolade fein hacken.
Sahne einmal aufkochen lassen und über die Kuvertüre gießen. 2 min stehen lassen, dann von innen nach außen gehend glatt rühren.
Butter cremig schlagen, Zucker hinzufügen und beides weiß-cremig aufschlagen.
Ei verquirlen und in drei Etappen hinzufügen.
Mehl mit Backpulver und Matcha mischen und zweimal sieben.
Die Hälfte des Mehlgemischs in die Buttermasse einarbeiten.
Die abgekühlte Ganache (Schokoladen-Sahne-Gemisch) einrühren.
Das restliche Mehlgemisch einarbeiten.
Nach Belieben Schokoladenstücke und/ oder Nussstücke unterrühren.


Die Masse in die Förmchen füllen und im vorgeheizten Ofen bei 170°C etwa 18 min, Mini-Muffins natürlich kürzer, backen.


Die Oberfläche sollte sich nicht bräunlich, und wenn, dann nur am Rand verfärben.
Meine Testmuffins waren leider 2 min zu lange drin (nämlich 20 min).




Fazit:

Die Qualität des Matcha macht sich vor allem in der Farbe bemerkbar, wie man deutlich erkennen kann.
Geschmacklich sind die Unterschiede gering und lediglich beim direkten Vergleich von Matcha Powder zu Isuzu herauszuschmecken (--> Intensität des Matcha-Geschmacks). Bei einer Blindverkostung der vier Sorten würde ich wahrscheinlich versagen.

Zum Backen reicht also eine einfache Qualität durchaus aus, da der hochwertige (Trink-)Matcha Isuzu zwar eine fantastische Farbe liefert und auch ein schönes Aroma hat, dieses aber im Gebäck nicht zur Genüge zur Geltung bringen kann. Zum Backen eignen sich da doch schon eher die Koch-/ Back-Matcha.
Wobei ich mit dem Aoarashi (Q1), der untersten Qualitätsstufe der Trinkmatcha von Koyamaen auch schon geschmacklich und farblich hervorragende Backergebnisse erzielt habe. Er sorgt für ein eher mildes Aroma.

Wer gerne eine kräftige Farbe und kraftvolles Aroma erzielen möchte, greift am besten bei den Kochmatcha zu den höheren Qualitäten. Ich habe bisher den Byakuren (Q4) getestet und festgestellt, dass ich, wenn ich diesen verwende, die Menge sogar reduzieren muss, da er sonst zu stark ist.
Zum Einsatz kam der Byakuren z.B. beim Matcha Pound Cake und beim Matcha Cheesecake.

An dieser Stelle sollte ich wohl noch erwähnen, dass die Matcha nicht gesponsert wurden und der Post auch keine Werbung sein soll. Da ich mit den Matcha von Koyamaen sehr zufrieden bin, habe ich einfach noch keine andere Marke ausprobiert.

Und zum Schluss hier noch mal die Turtles! Yeah! ^___^


Kommentare:

  1. Die Turtles sind echt niedlich und dein Test ist echt interessant. Aber die vielen leckeren Muffinbilder sind so gemein, ich habe jetzt Appetit auf Matcha-Muffins. ;)
    Liebe Grüße Danii

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  2. Der Matcha-Vergleich ist sehr interessant !!! Wenn man Matcha trinkt, merkt man den Unterschied, aber der Unterschied ist schon ganz gering.
    Danke für den interessanten Beitrag !!
    lg, Kumiko

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  3. Hallo Mari-san,
    ich wollte nur ganz kurz schreiben, dass ich deinen Blog total toll und interessant finde!!! Bin auch Halb-Japanerin und was kann einem mehr in D-land fehlen als die jap. Küche... ich freue mich immer, deutschsprachige Rezepte mit Zutaten zu finden, die es hier tatsächlich auch gibt :-)
    Und deine Back-Einblicke haben mir eine völlig neue Welt eröffnet.
    Du hattest mal geschrieben, dass du nicht weißt, ob du weiterbloggen sollst: Doch, sollst du! Auf jeden Fall! Ich freue mich immer, wenn ein neuer Post in meinem Feedreader auftaucht.
    In diesem Sinne also: weiter so! ^.^
    Ina

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  4. Hallo Mari,

    danke für das Rezept und dem Test mit dem Matcha.
    Mir wurde von Kumiko Matcha von Koyamaen empfohlen.
    Ich hatte zwar schon andere probiert bin aber immer wieder zu Koyamaen zurück.
    Derzeitig nutze ich Matcha Kinrin Q6 der mir als Trinkmatcha am besten bekommt.
    Ich habe mit dem Matcha mal ein Matcha Eis gemacht und mit nur 7g war dieses Eis sehr Intensiv.
    Da ich jetzt deine Muffins mal ausprobieren möchte, wäre eine Empfehlung wie viel ich für ein ganzes Blech nehmen sollte?

    LG
    Roman

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    1. Hallo Roman, ja, Kumiko und ich sind beide Koyamaen-Fans. :-)
      Ich würde, wenn du die Rezeptmenge mal den Faktor 1,5 nimmst, um 12 Muffins zu backen, die Matchamenge bei 4 g belassen, wenn du den Kinrin verwendest. Der sollte bei seiner Qualität genug Intensität in Geschmack und Farbe haben.
      Jedenfalls theoretisch, denn leider hatte ich noch nicht das Vergnügen, den Kinrin mal zu testen. Werde ich bald nachholen. :-)
      Liebe Grüße,
      Mari

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    2. Danke für die schnelle Antwort,
      dann würde ich mich gerne zu der Fan-Base dazugesellen :-D!
      doch habe ich auf wunsch meiner Kinder schon am Freitag 2 Bleche mit 9g Matcha Kinrin Q6 gebacken. Zum Glück ist der Kinrin nicht bitter, sondern sogar recht süßlich. Das nächste mal nehme ich weniger.
      Liebe Grüße,
      Roman

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