Samstag, 26. April 2014

Blogparade: Backformen

Auf dem Küchen Atlas Blog gibt es ein Event, das sich "Blogparade: Backformen" nennt.

Blogbarade Backformen

Ich habe lange überlegt, ob ich da mitmache, denn ich besitze sehr viele Formen und der Gedanke an den Arbeitsaufwand, alle auszuräumen und sie zu fotografieren, schreckte mich ab.

Nun bin ich krank, komme nicht zum Arbeiten und die Energie fürs Backen fehlt auch. Also beschloss ich, die Gunst der Stunde zu nutzen und schaute mal, was ich so habe.

Im Laufe der Jahre sind viele Formen zusammengekommen und viele Formen habe ich auch bereits entsorgt.
Am Anfang habe ich vor allem auf den Preis geachtet. Als Studentin fehlte mir das Geld für teure Backformen. Allerdings war das auch kein Problem, da ich einen Gasofen hatte, in dem man die günstigen Weißblechformen verwenden kann.
Nun achte ich verstärkt auf Qualität. Auch habe ich jetzt einen Elektroherd mit Umluft-Funktion, für den sich schwarz lackierte Backformen besser eignen.
Am schönsten sind natürlich säurebeständige Formen mit Antihaft-Beschichtung, wie Formen mit Quarz-Email-Beschichtung., die sogar kratz- und schnittfest sind. Aber von denen besitze ich noch gar keine.
Die Cythia Barcomi-Formen möchte ich auch gerne noch testen, da ich schon viel Gutes von ihnen gehört habe.
Es gibt also alleine vom Material her noch jede Menge Formen, die mich reizen. Von der großen Formenvielfalt heutzutage ganz zu schweigen.
Aber jetzt zeige ich erst einmal, was ich habe.

Zuerst einmal die Backrahmen:


Die verstellbaren habe ich dabei am wenigsten benutzt, da sie so instabil sind.Vielleicht sollte ich sie mal entsorgen ...

Wie man Backringe (und Rahmen) als Backformen verwendet, habe ich schon mal in diesem Post "Backringe als Backform verwenden"  vorgestellt.

Dann habe ich verschiedene Verbund-Bleche.


Von diesen erwies sich die Mini-Gugelhupfform am unpraktischsten, da sie wegen der schmalen Rillen schwer zu fetten ist und das Gebäck auch schwer herauskommt.
Jedenfalls steht die Form auf der Abschussliste.
Für Mini-Gugls eignen sich Silikonformen wohl besser, von denen ich auch jede Menge habe.
Viele der Formen verwende ich jedoch eher zur Formgebung und nicht so sehr zum Backen, da ich beim Backen mit Silikonformen die Krustenbildung vermisse.
Meine ersten Silikonformen habe ich erst gekauft, als ich im November 2011 anfing, mein Törtchen-Buch durchzubacken. Bei den Törtchen-Rezepten sind viele der Silikonformen im Einsatz.


Von diesen Silikonformen hat mich die Mini-Madeleine Form am wenigsten überzeugt, da das Muster bei meinen Mini-Madeleines nicht so gut zur Geltung kam. Vielleicht lag es auch am Rezept.
Von diesen Formen könnte ich noch jede Menge haben.
Mini-Pyramiden, große Cannelé-Form, Oktagon, ... <3
Die Kenner haben es sicher erkannt, dass ich ein Faible für die Firma Silikomart habe.
Zum Backen mit Silikonformen würde ich jedoch gerne mal die Firma Mastrad testen. Schade nur, dass deren Formen so teuer sind. Kennt die wer? Sie machen auf jeden Fall einen sehr guten Eindruck.

Die einzelnen Silikonformen verwende ich hauptsächlich für Mushipan. Mushipan sind gedämpfte Brötchen, die aber eher an schwach gesüßte Küchlein erinnern und im Dampf gebacken werden.


Meine Lieblings-Mushipan sind die mit Miso. Ich liebe einfach Gebäck mit Miso. :-D

Kommen wir nun zu den eckigen Formen.


Eine meiner Lieblingsformen ist die mit den abgerundeten Kanten.
Noch gar nicht benutzt habe ich die große Rehrückenform. Irgendwann gibt es sicher eine Gelegenheit dafür, denn es ist eine hochwertige Form, auf die ich sehr stolz bin.
Die zwei quadratischen unteren Formen habe ich von meiner Mutter vermacht bekommen. Auch ich hatte sie schon paar Mal im Einsatz.

Auch an runden Formen hat sich einiges angesammelt.
Springformen mit und ohne Rohrbodeneinsatz, runde Formen mit herausnehmbaren Boden und welche mit festem Boden.


Die kleinste Form hat einen Durchmesser von 12 cm, die größte einen von 28 cm.
Derzeit kommen am meisten die kleineren Formen zum Einsatz.
Besonders praktisch, gerade bei flüssigen Füllungen, finde ich die Formen mit dem auslaufsicheren Rand.
Am seltensten war wohl die Herzform im Einsatz. Sie ist mir einfach zu groß.

Eine dieser Formen ist etwas ganz besonderes. Sie hat Geschichte.


Diese 26er Springform von Dr. Oetker habe ich von meiner Mutter vermacht bekommen.
Sie muss etwa 40 Jahre alt sein. Hm. Kann das sein? Oder meine Erinnerung trügt und meine Mutter hat sich später, als wir wieder in Deutschland waren, eine neue Form gekauft.
Wie dem auch sei, Fakt ist, dass ich bei dieser Form an mein erstes Backen denke.
An das erste Mal, wo ich von "Form einfetten" bis "Kuchen aus dem Ofen holen" alles selber bewerkstelligt habe. Nicht so wie hier. ^_-


Und fleißig mitgeschrieben habe und mir, so schnell es ging, Bemerkungen gemacht habe, denn meine Mutter ist sehr ungeduldig.


Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie alt ich damals war. Nur, dass es noch in Japan war. Also müsste ich 15, 16 gewesen sein.
Gebacken wurde der Schokoladen-Nuss-Kuchen, den ich damals so liebte, und den ich auch heute noch unwiderstehlich finde.

Nun kommen die Formen mit Loch in der Mitte.
Gugelhupfformen, Chiffon Cake Formen (Angel Food Cake), Frankfurter Kranz-Form, Savarin-Form und weitere Ringformen in unterschiedlichen Größen und Materialien.


Die hellen, glänzenden Formen sind für meinen Ofen ungeeignet. Die Ringform (rechts oben) verwende ich für Desserts, die Chiffon Cake Form, links oben, steht nur noch unbenutzt auf dem Kühlschrank.
ich hadere noch mit mir, was ich mit der großen hellen Frankfurter Kranzform anfangen soll.
Die schwarze (rechts unten) genügt mir vollkommen. Wahrscheinlich werde ich sie aussortieren.

Wenn ich wieder in Japan bin, werde ich mir unbedingt noch eine zweite 17er Chiffon Cake Form zulegen und vielleicht auch noch andere Chiffon Cake Formen.

Für die, die den Chiffon Cake nicht kennen:
Der Chiffon Cake ist eine Weiterentwicklung des Angel Food Cake. Er ist ein besonders leichter und sehr fluffiger Kuchen, der in Japan sehr beliebt ist.
Er fand Anfang der 80er Jahre aus den USA seinen Weg nach Japan und ich konnte seinen Aufschwung selbst miterleben, denn meine Mutter war es unter anderem, die durch ihre Backkurse für die Verbreitung dieses Kuchens gesorgt hat.^^ *auf Mama stolz ist*
Eine ihrer berühmtesten Backschülerinnen war Harumi Kurihara. Die dürfte dem ein oder anderen hier sicher ein Begriff sein.


Meine Lieblings-Chiffon Cakes sind der Walnut Chiffon Cake und der Miso-Sanshô-Chiffon Cake.

Was ich auf jeden Fall noch gerne hätte, sind Tarteformen und Pieformen in verschiedenen Größen. :-P
Im Vergleich zu den anderen Formen habe ich sehr wenig davon.


Dann gibt es natürlich noch die Bleche.


Diese Bleche sind alle sehr häufig im Einsatz.
Was ich mir noch wünsche, sind ein Lochblech und ein Rouladenblech in der Größe von ca. 29 cm x 29 cm (gibt es in Japan).

Während der Fotosession habe ich gleich mal einige Weißblechformen aussortiert.


Den größten Teil davon habe ich bereits beim hiesigen Trödelmarkt abgegeben.
Insofern hat die Blogparade dazu beigetragen, dass ich wieder etwas Luft im Schrank habe.^^

Neben den großen Formen habe ich auch jede Menge Kleinformen. Alles verstaut in der Schublade.


Mini Tartelettes Formen angefangen von 4 cm Durchmesser, Briocheformen, Tarteformen 12 cm Durchmesser, etc, etc.
Viele der Formen dienen eher der Formgebung (Dessertformen) und leider habe ich nur sehr wenige Schwarzformen.
Die möchte ich mir nach und nach noch zulegen.

Ach ja, fast vergessen. Für Soufflés, Crumbles und Co kommen noch die Keramikformen zum Einsatz.


Eine große weiße Quicheform aus Keramik habe ich auch noch und irgendwo müsste auch noch eine kleinere weiße sein. Aber beide benutze ich so selten, dass sie in den Tiefen des Schranks verstaut sind.
Und sechs Crème Brûlée Schalen gibt es auch noch im Schrank.
Was ich gar nicht besitze, sind Formen aus Glas und aus Ton. Ach ja, doch. Aus Glas habe ich zwei kleine Auflaufformen.
Da habe ich mal die Diplomatencreme drin gebacken.


Mit einem kleinen Tontopf würde ich gerne mal backen. :-P

Geschafft. Das war's. Jetzt heißt es, gut zu überlegen, ob die Formen mit Fragezeichen wegkönnen und welche Neuanschaffungen wirklich sinnvoll sind. Schließlich ist in meiner 5,5 qm großen Küche nicht mehr viel Platz. :-P

Und zum Schluss noch eine Frage an die Leser.
Welche Backformen oder Marken könnt ihr mir empfehlen? :-D

Freitag, 25. April 2014

Wochenrückblick 19.4. - 21.4. (Ostern 2014)



Samstag, der 19. April 2014

Ich bin erkältet und fühle mich schwach. Da aber Ostern vor der Tür steht, ignoriere ich das. Ich habe zugesagt, einen Lachsquiche und einen Salat (meinen Feldsalat mit Honig-Himbeer-Dressing) zum Osterbüfett am Sonntag beizusteuern. Und was Gebackenes.

Ich beginne mit Zitronentarteletts nach meinem neuen Buch "Desserts".
Statt des Zuckerteigs verwende ich einen Mandelmürbeteig nach Ludwigs.
Die Konsistenz der Füllung wird richtig wunderbar. Aber irgendwas riecht komisch. Ich probiere. Schock!
Meine Creme schmeckt metallisch. :-( Zum Heulen.
Am Edelstahlkochtopf sollte es nicht liegen. Also am Schneebesen? Oder an der Verwendung eines Metallschneebesens in einem Metalltopf?
Seufz. Ich werde mir mal einen Silikon-Schneebesen zulegen und die Creme noch einmal probieren.
Aber zu morgen kann ich die Tartelettes streichen.

Ich widme mich der Lachsquiche.
Hm, mein Teig ist ja so fest geworden ...
Ach du Schreck, ich habe vergessen, die 2 EL Milch hinzuzufügen.
Na ja, sollte trotzdem gehen. ^^;;
Die Füllung noch und ab mit der Quiche in den Ofen.
Als ich sie herausnehme, wundere ich mich. Die Füllung fühlt sich fester an als sonst.
Da fällt es mir ein. Ich habe statt 6 EL Crème Fraîche nur 4 EL genommen.

Seufz. Wenn man krank ist, sollte man nicht backen. :-(

Die geplanten Erdbeertörtchen streiche ich ganz von der Liste. Denn diese sind etwas aufwändig und dafür fehlt mir einfach die Konzentration.

Auch darf Kazu ja nicht zu kurz kommen. Zur Zeit ist das Spiel Labyrinth groß angesagt, das wir fast täglich spielen


und auch das Arbeiten mit seinen Vorschulheften bereitet ihm Spaß.


Sonntag, der 20. April 2014, Ostersonntag

Osterkörbe und -geschenke sind gepackt. Essen ist verstaut, es kann losgehen.
Mein Schwager nimmt uns mit dem Auto mit.
Während die Kinder im Haus beschäftigt werden, verstecken die Osterhasen die Geschenke im Garten. Dann kann die Suche beginnen.


"Mama, Mama, ich habe ein Ei gefunden!"
Kazu ist voller Begeisterung dabei. Schokoeier, bunte Ostereier und auch Geschenke finden den Weg in seinen Korb.


Der Osterhase hat auch ein großes Trampolin gebracht und nachdem die Männer es aufgebaut haben, wird es gleich getestet. Auch Kazu und ich haben unseren Spaß.



Zum Essen wird gegrillt. Viel Fleisch, Kartoffelsalat, Nudelsalat etc gibt es.
Ich halte mich an das Ofengemüse und den Kartoffelsalat und esse dazu Brot mit meiner Bärlauch-Tôfu-Creme, die ich mir noch zubereitet hatte.

Mit Bedauern stelle ich fest, dass die Lachsquiche unberührt bleibt. Meine Schwiegermutter nimmt sich lediglich ein Stück und lobt sie.

Ein schöner Ostersonntag geht zu Ende.

Montag, der 21. April 2014, Ostermontag

Meine Schwester hat sich von mir Dorayaki gewünscht und ich habe ihr versprochen, ihr Ostern welche mitzubringen.
Aber meine Dorayaki werden zu weich. Argh. Ich werde das Rezept noch einmal überarbeiten müssen. Die zweiten werden besser, aber ein wenig zu fest. Egal. Muss reichen.

Kazu und ich fahren los zu meinem Vater. Von dort aus geht es gemeinsam in den Britzer Garten zum Osterspaziergang.
Der Garten ist wunderschön.

In solchen Momenten bedauere ich es, dass ich nicht so gut fotografieren kann. Aber die Fotographie zählt nun mal nicht zu meinen Hobbies. Was mich wahrscheinlich von vielen Bloggern unterscheidet. :-P
Meine Schwester hat die schöneren Fotos, aber die habe ich noch nicht.








Anschließend geht es zurück zu meinem Papa, wo wir noch gemeinsam Kaffee/ Tee trinken. Da mir gesagt wurde, ich solle nichts mitbringen, habe ich nichts zur Kaffeetafel beigesteuert.
Die Dorayaki packt sich meine Schwester für zu Hause ein.

Der Spaziergang durch den Park war wirklich sehr schön.

Das war also Ostern 2014. Dieses Jahr mit Sonnenschein.  :-)

Donnerstag, 24. April 2014

Wochenrückblick 14.4. - 18.4.

Diese Woche kommt der Wochenrückblick etwas verspätet, denn ich bin derzeit krank.
Nachdem ich letzte Woche, als Kazu krank war, tapfer stand gehalten habe, hat es mich zu Ostern nun dahingerafft. Dennoch habe ich Ostern mit unseren Familien zusammen gefeiert und war sogar am Dienstag noch mit meiner Schwester shoppen. Tja, die Überanstrengung rächt sich nun.
Birkenpollenallergie, Erkältung mit verstopfter Nase und Reizhusten und schmerzender Blähbauch haben sich zusammengetan und rauben mir nachts den Schlaf und tagsüber die Energie.
Das Denken fällt mir schwer. Mal sehen, was ich noch zusammenbekomme.


Montag, der 14. April 2014

Da Kazu die Nacht viel gehustet hat, gehe ich mit ihm zum Arzt. Zum Glück ist es nur eine Erkältung. Die Ärztin empfiehlt mir dennoch, Kazu die Woche zu Hause zu behalten.
So gehen wir anschließend noch einkaufen, um für die Woche gerüstet zu sein.

Dienstag, der 15. April 2014

Da es Kazu bis auf den Husten und den Schnupfen so weit gut geht, fahren wir mit dem Bus zu Rewe, denn ich benötige für die geplante Ananastarte eine frische Ananas und die bei Kaufland sagen mir nicht zu.

Dann wird gebacken und nach dem Abkühlen gekostet.


Die karamellisierten Ananaswürfel sind mir zu süß und auch der Zuckerteig gefällt mir nicht. :-(

Mittwoch, der 16. April 2014

Auch heute ist wieder Einkaufen angesagt, denn Ostern steht vor der Tür und es muss noch eine Menge besorgt werden. Und so setzen Kazu und ich uns in die Bahn und fahren zum Bio-Supermarkt.
Vollbeladen geht es nach Hause.

Abends darf Kazu ein Schaumbad nehmen.
"Mama, schau mal, ich bin voller Schaum!" :-D


Donnerstag, der 17. April 2014

Da Kazu krank ist und ich heute zum Zahnarzt muss, habe ich meine Mutter gebeten, währenddessen auf Kazu aufzupassen. Wir vereinbaren, dass ich Kazu vorher zu ihr nach Hause bringe.
Als ich am Morgen Kazu erzähle, dass es heute zu Babasan (= meine Mutter) geht, ist er begeistert.
"Darf ich bei Babasan übernachten?"
"Das musst du Babasan fragen."
Und so rufen wir Babasan an und sie erklärt sich einverstanden. Also Übernachtungssachen eingepackt und los geht's.^^

Nachdem ich Kazu abgeliefert habe, fahre ich zum Zahnarzt weiter. Ich bin sehr angespannt, denn ich habe zwar keine richtigen Schmerzen, aber ein unangenehmes Gefühl im Zahn. Ich kann nichts Festes damit kauen und wenn ich mit dem Finger daraufklopfe, fühlt es sich komisch, halt unangenehm an.
Ich erzähle das der Ärztin, die daraufhin lapidar meint, dass das normal sei. Schließlich wurde der Nerv entfernt.
Die fehlende Verbindung zum Kopf würde das komische Gefühl verursachen.
Ich in Gedanken: "Mir wurde der Nerv entfernt? Davon weiß ich ja gar nichts!"
Die Wurzelkanäle sehen gut aus. Sie füllen den Zahn jetzt.

Zwei Praktikanten schauen bei der Behandlung zu. Ich wurde nicht gefragt, ob ich das will.

Während der Behandlung muss ich hin und wieder zusammenzucken. Einmal zucke ich so stark zusammen, dass ich etwas vom Sitz runterrutsche. Da ich nun komisch sitze, versuche ich, mich wieder hochzuschieben.
Ärztin: "Wo wollen Sie denn hin. Bleiben Sie mal hier."
Die Behandlung geht weiter. Die Ärztin unterhält sich mit der Arzthelferin (die beiden jungen Frauen siezen sich) und erzählt ihr, was sie so im Studium erlebt hat.
Ich in Gedanken : "Oh je, eine ganz frische ohne Praxiserfahrung."
Ich fühle mich immer mehr wie ein Objekt. Meine Ängste und Schmerzen werden kaum beachtet, hin und wieder fallen Standardfloskeln.
Der Ärztin ist heiß, das Fenster wird geöffnet. Der Arzthelferin wird kalt. Das Fenster wird geschlossen.
Ich werde nicht gefragt. Sonst hätte ich gesagt, dass das Fenster zubleiben soll, denn ich habe bereits Halsschmerzen und die kalte Luft verursacht bei mir einen Hustenreiz.

Aber mit Watterollen und Instrumenten im Mund kann man leider nicht reden.
Die Behandlung zieht sich hin. Allmählich tut mein Hinterkopf weh. Ich könnte vor Schmerzen (am Hinterkopf) weinen.
Ich fühle mich elend.
Endlich ist die Behandlung beendet. Benommen gehe ich ins Behandlungszimmer nebenan, wo bereits die Dame auf mich wartet, die bei mir die professionelle Zahnreinigung durchführen wird.
Im Gegensatz zu den vieren vorher strahlt die Dame Wärme aus. Kaum ist die Tür zu, bricht der Damm und die Tränen fließen.

Die mitfühlenden Worte wirken entspannend und bald geht es mir wieder besser.

Allerdings habe ich nun Bammel vor der Prophylaxe, denn ich habe damit einmal eine sehr negative Erfahrung gemacht.
Doch die Frau ist behutsam und sanft und ich habe keine Schmerzen. Bald bin ich ganz entspannt.

Mit gefüllter Wurzel und sauberen Zähnen verlasse ich wieder leicht beschwingt die Praxis. Mein nächster Termin für die Krone ist erst im August. (Zumindest dachte ich das in jenem Moment.)

Da Kazu bei Babasan übernachtet, habe ich keinen Zeitstress. Und so fahre ich von der Praxis aus weiter zu Uniqlo. Yeah! Shoppen!
Beim ersten Shopping mit meiner Schwester zur Eröffnung von Uniqlo am 11. März habe ich mehrere, verschiedene weiße Jeans anprobiert, konnte mich aber nicht so recht für so eine enge Hose erwärmen, wie sie derzeit angesagt ist.
Nun starte ich einen zweiten Versuch und probiere mich wieder durch das Sortiment. Nachdem ich die unterschiedlichsten Schnitte, Materialien und Größen durchprobiert habe, werde ich schließlich fündig.
Eine schicke weiße Jeans, die nicht zu eng sitzt, genau die richtige Länge hat und mir richtig gut passt und gefällt. Juppie!
Dazu landet noch eine Shorts im Einkaufsbeutel sowie der Pulli, der mir letztes Mal schon so gut gefiel.
Ich glaube, da wird langsam ein Outfit-Post fällig. :-D

Zu guter Letzt flitze ich noch zu VinhLoi rein, um Reis zu kaufen, aber als MHD ist Juli 2014 angegeben, was bedeutet, dass der Reis schon über ein Jahr alt ist. Hm, ich kaufe keinen.

Freitag, der 18. April 2014, Karfreitag

Den Kazu-freien Tag nutze ich, um seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder in der Küche zu werkeln.

Als erstes entstehen wieder Variationen von Zuckerteig:


Danach dänisches Plundergebäck nach Felder:


Und auch noch französische Bugnes:


Ich gebe meiner Mutter Bescheid, dass ich um 18:00 Uhr Kazu bei ihr abholen werde, damit ich um 19:00 Uhr zum Abendbrot zu Hause bin .
Doch meine Mutter ist mit Kazu zu meiner Schwester gefahren (sie wohnt in der Nähe). Also fahre ich zuerst dorthin. Gleich mit Essproben  für meine Schwester im Gepäck.^^
Um 20 vor sechs bin ich da.

Ihr schmecken die mit Pudding gefüllten Nussschnecken am besten. Kazu findet die Bugnes lecker.
Das Losgehen zieht sich hin. Ich werde unruhig.
Da Kazus Übernachtungssachen noch bei Babasan sind, geht es anschließend zu meiner Mutter.
Es ist spät geworden und so bitte ich meine Mutter, Kazu noch Abendessen zu machen.
Ich passe, da ich mal wieder mit Blähbauch zu kämpfen habe.

Endlich kommen wir los. Es ist bereits 20:00 Uhr durch. :-(


Halsschmerzen, Blähbauch, allergischer Schnupfen.
Und das zum Osterwochenende.
Wie das geworden ist, darüber werde ich morgen weiterschreiben.
Nur das eine vorneweg: Schön war's.^^

Montag, 21. April 2014

Wohin mit den vielen gekochten Eiern?

Drei hartgekochte Eidotter benötigt man z.B. für die

Österreichische Zitronentorte ohne Mehl

Diese flache Torte habe ich früher (vor über zehn Jahren) berufsbedingt häufig gebacken und sie kam bei den Gästen sehr gut an.
Ein Bild habe ich jetzt nicht, aber da die meisten jetzt am Ostermontag viele Eier über haben, könnte das Rezept den ein oder anderen ja interessieren.

Anm. Bei der Größe der Form bin ich mir nicht mehr so sicher.

Zutaten

3 Eigelbe
70 g Zucker
3 hartgekochte Eidotter
Saft und Schale von 1/2 Orange
Saft und Schale von 1/2 Zitrone
etwas feingehacktes Zitronat
70 g gemahlene Mandeln
3 Eiweiße

Für die Glasur
100 g Puderzucker
50 ml Zitronensaft

Zubereitung

Springform fetten und mehlen .
Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren.
Eidotter zerdrücken und mit den Zitrusschalen und Säften, dem Zitronat und den Mandeln zur Eigelbmasse geben und nochmals schaumig rühren.
Die Eiweiße steif schlagen und unterheben .
Die Masse in die Form geben und bei 135°C Umluft ca 45 min backen (Ofen vorgeheizt).
Nach dem Backen auskühlen lassen.
Für die Glasur den Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren, etwas erwärmen und die Torte damit überziehen.

Quelle: Ich habe das Rezept damals von S.W. erhalten und sollte es für ihr Café backen. Zum Glück habe ich es auch im Internet gefunden bei rezeptservices at, so dass ich es nun mit ruhigem Gewissen hier posten kann.

Samstag, 19. April 2014

Felders Lektion 72: Kokos-Limetten-Dacquoise


Diese Schnitte aus dem Tortenkapitel von Felders Buchs "Patisserie" besteht aus Dacquoiseböden, gefüllt mit einer Limettenmousse und frischen Himbeeren.

Im Original heißt die Schnitte wohl "Dacquoise au citron vert", was ich sehr viel passender finde (also Limetten-Dacquoise), denn die Böden werden lediglich mit Kokosraspeln bestreut und das ist alles, was die Schnitte an Kokos enthält.

Die Böden werden mit Rumsirup getränkt. Ich habe stattdessen die Tränke mit Kokossirup aromatisiert, um den Kokosgeschmack etwas hervorzuheben.

Wie schon bei den anderen Dacquoise Böden haut bei mir die Menge nicht hin. Ich habe daher für diese Torte gleich eine größere Menge an Boden gebacken.
Wie man am Anschnitt sieht, sind meine Böden wohl zu dick (verglichen mit dem Bild im Buch). Ich habe sie mit einer 13er Lochtülle aufdressiert. Allerdings fand ich (und auch die anderen Esser), das das Verhältnis zur Füllung stimmig war.

Zwei kleine Punkte zu diesem Rezept möchte ich anmerken.

Zur Herstellung der Limettenmousse:
Felder schreibt (hier die Kurzform), man solle den mit Gelatine versehenen Limettensaft bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
Dann wird er in zwei Etappen mit der Sahne vermengt.
Meist wird so aber die fertige Masse sehr flüssig und es geht viel an Luft verloren.
Ich stelle daher die Limettenflüssigkeit in den Kühlschrank und warte, bis sie anfängt, anzuziehen.
Herausnehmen, durchrühren (dadurch verflüssigt sie sich wieder) und nun, angeglichen, mit der Sahne vermengen. So erhält man eine schöne Creme.


Zum Zusammensetzen:
Im Buch fehlt ein Arbeitsschritt.
So heißt es: "Drei Viertel der Limettenmousse daraufgeben (auf den unteren Boden) und verstreichen.
Die Himbeeren darauf verteilen." Mit dem zweiten, getränkten Boden abdecken.
Vergessen wurde, dass die Himbeeren noch mit dem letzten Viertel bedeckt werden.


Die Torte schmeckt frisch säuerlich und die süßen Dacquoiseböden passen sehr gut zur Füllung.
Ich hatte sie einige Stunden im Kühlschrank zum Festwerden. Am gleichen Abend wurden die ersten Stücke verköstigt. Testesser waren neben mir noch mein Vater und Kazu, die beide nach einem Stück noch ein zweites wollten.^^
Am nächsten Tag verspeisten wir den Rest.
Dabei habe ich festgestellt, dass sie am nächsten Tag nicht mehr ganz so sauer, aber immer noch angenehm säuerlich schmeckte. Ich fand sie sogar so besser.

Die Schnitte ist bei Felder undekoriert. Ich habe sie lediglich noch mit Kokosraspel bestreut, weil ich finde, dass sie dadurch optisch einen leichten Touch bekommt und man auch erkennt, dass Kokos mit von der Partie ist.
Limettenzesten wären sicher auch noch eine gute Wahl.

Aus Urheberrechtsschutzgründen poste ich das Rezept nicht, aber ich habe Links zum Rezept für euch.

Dacquoise au citron vert (französisch)
Evas Sommerhit (deutsch)

Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Donnerstag, 17. April 2014

Gedeckter Apfel-Puddingkuchen


Mürbeteig, Äpfel und Pudding - Das passt immer und trifft fast jeden Geschmack.
Ich habe den Kuchen früher oft gebacken, denn er wurde immer wieder gewünscht. Irgendwann geriet er in Vergessenheit und anlässlich des Geburtstags meines Mannes habe ich mich an das Rezept erinnert und den Kuchen wieder gebacken. Mit dem Resultat, dass er gleich wieder gewünscht wurde. :-D
Vom zweiten Mal habe ich allerdings kein Foto vom fertigen Kuchen (und damals hatte ich noch nicht meine Kuchen fotografiert.)

Zutaten für ein Blech mit hohem Rand von etwa 32 cm x 39 cm

650 g Mehl
200 g Zucker A
400 g Butter, kalt
2 Eier (Gr. M)
1,8 kg leicht säuerliche Äpfel (z.B.Jonagold, Braeburn, Elstar haben sich bewährt, Grannys waren zu sauer)
Saft von einer Zitrone (kann man auch weglassen)
1000 g Schlagsahne
1 1/2 Pckg. Puddingpulver "Vanille" für 1/2 l Milch zum Kochen
Vanille-Extrakt (alternativ Vanillemark oder Vanillezucker)
120 g Zucker B

Zubereitung

Mehl mit Zucker A vermischen.
Butter in kleinen Würfeln oder Flöckchen mit dem Mehl vermengen und krümelig sandig verreiben.
Eier zugeben und alles zu einem glatten Mürbeteig verkneten.
Ca. 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Äpfel schälen, vierteln und entkernen und in dicke Spalten schneiden. Mit dem Zitronensaft vermengen.

Die Hälfte des Teigs ca. 3 - 4 mm dick ausrollen und damit die gefettete Form auslegen (oder direkt in der Form ausrollen). Teig am Rand etwas hochdrücken.
Die Apfelspalten abtropfen lassen und auf dem Boden verteilen.

die halbe Menge

Puddingpulver mit 200 g Sahne glatt rühren.
800 g Sahne mit Vanilleextrakt und Zucker B zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen.
Angerührtes Puddingpulver einrühren. Erneut aufkochen und 1 min köcheln lassen.
Gleichmäßig über die Äpfel geben. Gut die Lücken füllen.

Den restlichen Teig ausrollen (auf ca. 35 x 40 cm) und den Kuchen damit abdecken. Teigränder festdrücken.

Im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze 60 - 70 min backen.

Nach ca. 45 min die Teigoberfläche mit verquirltem Eigelb bestreichen oder so lassen und den Kuchen später glasieren.

Nach dem Backen auskühlen lassen, dann kalt stellen und erst wenn die Puddingmasse fest ist, in Stücke schneiden.
Der Kuchen hält sich, im Kühlschrank aufbewahrt, ein paar Tage.

Mittwoch, 16. April 2014

Marmorkuchen mit Sahne


Und wo ist die Sahne, fragt sich vielleicht bei dem Titel der ein oder andere. Nun, diese steckt im Kuchen. Sie sorgt dafür, dass der Kuchen saftig ist und auch lange bleibt.
Meine Männer fanden diesen Kuchen sehr lecker, ich ebenfalls, aber dass er nun besser ist als die anderen Marmorkuchen, möchte ich nicht behaupten. Er kommt halt etwas mächtiger daher als die anderen und das schmeckt man.
Auch bin ich eher vorsichtig mit Superlativen, denn Geschmäcker sind verschieden und auch der Marmorkuchen ohne Backpulver wie auch der Cake Marble haben mich geschmacklich überzeugt. Beide sind ebenfalls sehr lecker.

Das Rezept habe ich bei Chefkoch HIER gefunden und von der Verfasserin die Erlaubnis erhalten, es euch auf meinem Blog vorzustellen.

Zutaten für eine Gugelhupfform von 16 cm Durchmesser

125 g Butter
90 g Zucker
10 g Vanillezucker
1 Prise Salz
2 1/2 Eier (ca. 45 g Eigelb +  ca. 80 g Eiweiß)
100 ml Sahne
150 g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
50 g Schokolade
50 g Schokotropfen
1 - 2 TropfenVanilleextrakt

Vorbereitung

Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen.
Form fetten und mehlen.
Schokolade fein hacken.
Mehl und Backpulver mischen und sieben.

Zubereitung

Butter cremig rühren, dann nach und nach den Zucker, Vanillezucker und das Salz zugeben und zusammen cremig hell aufschlagen.
Eier verquirlen und nach und nach einrühren.
Sahne einrühren. Wird die Masse zu weich, am besten die Sahne alternierend mit dem Mehlgemisch einrühren.
Mehlgemisch mit Schaber einarbeiten.

Schokolade im Wasserbad schmelzen.
Ein Drittel der Masse in eine extra Schüssel geben und mit der geschmolzenen Schokolade vermischen.
Anm. Wer einen höheren Schokoladenanteil im Kuchen möchte, nimmt 75 g Schokolade auf die Hälfte der Masse.
Die Schokoladentropfen und Vanilleextrakt unter die helle Masse mischen.

Die helle Masse in die Form geben, die dunkle Masse darüber geben und mit einer Gabel oder Stäbchen für eine Marmorierung sorgen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze ca. 35 - 45 min backen.



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