Montag, 26. November 2012

Törtchen-Testessen am 25.11.2012

Es ist so weit. Das letzte Törtchen-Testessen steht an. Das letzte deshalb, weil es heute das letzte Törtchen aus dem Törtchenbuch gibt: Die Pistazien-Cranberrytörtchen.

Nun habe ich das Buch komplett durchgebacken und es stellt sich die Frage: Wie geht es weiter?
Aber dazu später mehr.

Für die Pistazien-Cranberrytörtchen habe ich wieder meine eigenen Ausgarnierungen kreiert. (Wie das Törtchen im Buch aussieht, seht ihr HIER.)




Und auch in veganer Mini-Version:


Dazu gab es eine Pecan-Pie mit Ahornsirup, Whisky-Cranberries und Schokolade aus dem Kuchen-Buch von B. Siefert:


Pina Colada Cornets aus dem Buch "Backlust":


und vegane Orangenpuddingküchlein aus dem Buch "Vegan backen":


Da ich noch Ingwerkipferl über hatte, fanden auch diese ein Plätzchen auf dem Tisch.



Kommen wir zur Auswertung.

Die Mousse der Cranberry-Törtchen ist mal wieder einwandfrei. Der Geschmack ist säuerlich herb und schön fruchtig. Die Pistazien und Cranberries im Boden liefern einen angenehmen Kontrast zur zarten Mousse.
Vor allem bei Steffi konnte dieses Törtchen punkten.
Auch mir und Elisabeth hat es geschmeckt, in den Törtchenhimmel hat es mich aber nicht geschickt.
Mir hat meine vegane Variante besser geschmeckt. Die finde ich einfach nur super lecker.
Der Boden ist weicher und die Creme aromatischer. Mmmh.
(Beide Rezepte folgen.)

Ach ja, die grünen Streifen im Dekorbiskuit sind mit Spinatpulver eingefärbt.^^

Der Pecan Pie war eine echte Herausforderung. Es gab keinerlei Angaben darüber, wie dick man den Teig ausrollen muss, wie lange er vorbacken muss und bei welcher Hitze. Zum Glück hatte ich schon ein paar Plätzchenrezepte von Siefert gebacken und hatte so eine Vorstellung.

Ich liebe die Kombination von Walnüssen oder Pekannüssen mit Ahornsirup. Und dieser Pie schmeckt einfach sagenhaft. Den Whisky habe ich jedoch nicht herausgeschmeckt. (Rezept folgt)

Die Pina Colada Cornets stellten ebenfalls eine Herausforderung dar. Leider weichten sie gleich beim Befüllen durch. Geschmacklich war die Komposition (Hörnchen + Anansragout + Kokoscreme) gut, die Hörnchen und die Kokoscreme sind mir aber leider misslungen.
Ich werde mich ein zweites Mal an dem Rezept versuchen und bei der Zubereitung etwas abändern. Mal sehen, ob es dann besser wird.

Die Orangenpuddingtörtchen waren eine Katastrophe. Zumindest bei der Herstellung brachten sie mich zum Verzweifeln. Pfeilwurzelstärke, die sofort andickte, eine Krume, die wegbrach, nichts klappte so, wie es als Anleitung im Rezept stand. Argh. Und mein Geschmack sind sie auch nicht. Josi meinte, sie schmecken so ähnlich wie die Orangen Soft Cakes, die man im Keksregal kaufen kann. Nun, da ich die auch nicht mag ...

Zwei Küchlein blieben übrig, die habe ich gerade vorhin gegessen. Ganz okay, aber halt kein Hit.
Leider weiß ich nicht (oder habs vergessen), wie Josi sie beurteilt hat, oder ob sie noch wer probiert hat.

Zum Abendessen habe ich veganes Tôfu-Donburi gekocht.  Und wieder mal vergessen, ein Foto zu machen. Allerdings ist da ja nichts besonderes bei, wie mir auch bestätigt wurde, deshalb ist ein Rezept eh nicht erforderlich, denke ich.

Tja und wie geht es nun weiter? Jetzt ist erst einmal Adventszeit und da werde ich vielleicht den ein oder anderen einladen. Aber weitere Testessen wie bisher wird es wohl nicht mehr geben. Zum einem ist das Törtchen-Buch durchgebacken, zum anderen sind die Testessen finanziell einfach nicht tragbar.
Das letzte Testessen gerade hat mich zum Beispiel 40 Euro gekostet. Die bisherigen Testessen lagen auch so in dem Dreh. Das ist einfach eine zu hohe Belastung für die Haushaltskasse.
Oder statt monatlich alle zwei Monate ... Oder das Abendessen wegfallen lassen ...
Die Testessen-Idee an sich gefällt mir ja schon vom Prinzip ...
Argh, ich werd mal nichts voreilig entscheiden. Ich habe ja alle Zeit der Welt, mir zu überlegen, wie ich nun weiter verfahre. Auf jeden Fall muss es Veränderungen geben. Welcher Art, das ist die Frage.
Vielleicht habt ihr ja auch noch paar gute Vorschläge.

Kommentare:

  1. Zu den Orangenpuddingtörtchen, ich fand sie ok, weis aber nicht ob das genug ist, das das Produkt den Aufwand der Herstellung entschädigt.
    Der Kuchenteig war etwas trocken, hat mich aber nicht weiter gestört. Die Füllung hat mir gut geschmeckt, insbesondere die Orangennote hat mir gefallen. Aber der Pudding war halt nicht so fest wie ich es mir bei einem "normalen" Pudding vorstelle, vllt durch die Pfeilwurzelstärke.
    Wie du schon meintest, die Törtchen sind recht speziell, auch von den Zutaten her. Ob sich da dann das Ergebnis lohnt... oder ob man es nochmal abwandeln sollte?
    Da bist du der Spezialist. ;)

    Und zu deinen zukünftigen Testessen, für mich wäre es kein Problem ein bisschen Geld dafür zu geben. Gestern habe ich es leider vergessen...
    Und wenn jeder etwas gibt, sind 40 Euro nicht viel denke ich.
    Jedenfalls sind mir deine Testessen soviel wert, dass ich da auf jeden Fall etwas hergeben würde!

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    1. "Die sind okay" reicht nicht. Ich suche Rezepte, die ein "wow, sind die lecker!" hervorrufen.
      Beim Pecan-Pie, den veganen Cranberry-Törtchen und den Ingwerkipferln habe ich das gedacht.

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  2. Wie hast Du denn den gestreiften Teig bei den Cranberry-Törtchen gemacht, das sieht ja toll aus. Die Cornets hören sich auch interessant an, ist das Hippenteig? Sowas muss ich auch unbedingt mal ausprobieren aber wahrscheinlich würde ich die Cornets innen mit weißer Schokolade einpinseln, damit nichts durchweicht.
    Ich kenne das übrigens auch, wenn ich mal wieder für Freunde experimentell koche, geht das immer ins Geld aber wir haben da die Regelung, dass meine Freunde die Getränke mitbringen und wenn ich gar zu teure Zutaten hatte, beteiligen die sich immer so mit 5 € und damit bleibt bei mir nur die Arbeit und die macht mir ja Spaß.
    ^.^

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    1. Die Streifen sind zwei Massen, die nacheinander aufdressiert werden. Schau mal hier:
      http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/rezepte/josef-schwalber-wunschkuchen-othello-torte-100.html
      Da gibt es das Rezept zu (ähnlich wie meins) und die Anleitung (abgesehen davon gibt es da auch weitere schöne, gut erklärte Rezepte).
      Zu den Cornets: Nein, kein Hippenteig. Sie schmecken ganz anders als die Waffelhörnchen, die es zu Eis gibt. Das Rezept kann ich nicht empfehlen, werde vielleicht noch ein "getestet" Post darüber verfassen.
      Und hätte ich sie innen eingepinselt, wäre es kein Rezepte-Test mehr gewesen- *g* Das erste Mal versuche ich so rezepttreu wie möglich zu arbeiten, denn so kann ich leichter Probleme aufdecken.

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    2. Danke für den Link, ich glaube das bekommt sogar so ein Grobmotoriker wie ich hin, muss ich unbedingt mal ausprobieren. Falls es etwas wird, werde ich darüber berichten, falls nicht fliegt es ungesehen in den Mülleimer.
      ^.^

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  3. Oh, deine Ausgarnierung für die Cranberry-Törtchen gefällt mir definitiv besser, sehr schick! Und die Cornets ehen auch toll aus.

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    1. Danke schön. Das zu hören freut mich ungemein.

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  4. So ein Aufwand und dann sollst du auch alle Kosten tragen? Nee, dann verlang doch was dafür das is das mindeste. Immer nur herkommen zum futtern geht doch auch auf Dauer nicht. ich würde da ein schlechtes Gewissen bekommen als Gast...

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    1. Ich war noch nie besonders gut darin, um Geld zu bitten.
      Und die Gäste sollen ja auch nicht das Gefühl haben, eine Gegenleistung erbringen zu müssen, vor allem wenn es ihnen nicht geschmeckt hat.
      Nun ja, war eh das letzte Törtchen-Testessen.

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  5. Huhu...tolle Törtchen! Waren das jetzt die Pistazien von mir oder haben die nicht getaugt?
    Ich würd auch ein Spendenkässchen aufstellen...5 Euro ist für die Qualität wohl allemal drin^^ Also kann ich dir auch noch nachreichen ;) Kann auch mal meine Omi sagen die soll spenden immerhin haben sie ncoh den halben Kuchen abbekommen^^
    Irgendwie schade, dass es jetzt zu Ende ist...es war immer so spannend zu sehen, was du wieder auf den Tisch gezaubert hast ;_(

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    1. Ja, das waren die Pistazien von dir.^^ Endlich bin ich dazu gekommen.
      Hin und wieder gab es auch Spenden. Das war schon ein schönes Gefühl, wie eine extra Wertschätzung meiner Arbeit. Aber ich empfinde es auch als schön, wenn jemand extra einen weiten Weg auf sich nimmt, oder sich extra Zeit nimmt, oder einen Umweg in Kauf nimmt, um dabei zu sein. Oder wenn jemand glückselig am Tisch sitzt, und die Backwerke genießt. Das ist eh das Tollste.

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  6. Unheimlich lecker sieht das wieder aus... Ich finde die Ausgarnierung der Cranberry-Törtchen auch schöner als die "originale", deine machen doch deutlich mehr her. ^^

    Ich persönlich würde es auch gerechtfertigt finden, künftig einfach eine kleine Unkostenbeteiligung von deinen Gästen zu erbitten. Das finde ich unter Freunden auch durchaus normal und kenne das auch so, wenn es um (finanziell) aufwendiges Essen geht. Wenn man nicht so direkt einen Betrag festsetzen und explizit Geld von allen einsammeln will, gibt es ja auch noch die Spardosen-Alternative. Das vermeidet, daß es sich wie "Geld eintreiben" anfühlt und niemand prüft nach, ob Fryda (als Beispielgast) jetzt fünf oder acht Euro reingeworfen hat.

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  7. Danke schön, da ich ganz stolz drauf bis, freut es mich natürlich sehr, wenn die Deko ankommt.
    Ja, ich denke, wenn ich je wieder so eine Testessen-Runde veranstalte, werde ich von vornherein sagen, dass eine Kostenbeteiligung vorgesehen ist. Ich denke, das ist am einfachsten.
    Und mittlerweile wissen de Leute ja, was sie für ihr Geld bekommen. ^^;;

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  8. Du könntest ja, anscheinend die Törtchen immer allein zu backen, da ne "Potluck Party" drauß machen: Du macht vllt 1-2 Törtchen und die Gäste bringen jeweils noch was mit. Vllt will ja jemand eh irgendein Rezept ausprobieren und kann das dann direkt mitbringen.

    Oder du sagst halt, dass die Törtchentestessen ab jetzt...kp z.B. 5€ kosten. Ich würde trotzdem kommen (würd ich in Berlin leben), einfach weil 5€ immernoch mega wenig wären für ne Abendessen und die Törtchen, aber so würdest du immerhin ne kleinen Teil der Kosten decken...

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    1. Ich denke, es wird wirklich darauf hinauslaufen, dass es eine Kostenbeteiligung für die Törtchen gibt, und das Abendessen eine Gemeinschaftsaktion wird, also jeder was dafür mitbringt.

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  9. Hallo Marichan,

    die Törtchen sehen wieder mal total lecker aus.

    Leider hatte ich doch einen Termin für den 25.11.

    Ich fände es schade, wenn es wirklich das letzt Testessen für deine Backwerke war. Ich wollte doch so dringend mal den weiten Weg aus Siemensstadt nach Buch kommen, und die süßen Leckereien zu kosten.

    Ich finde den Vorschlag sich mit einem Obolus für deine Ausgabe zu beteiligen absolut in Ordnung.

    Mach weiter so, denn ich schaue gerne hier rein.

    Ich werde mal die Miniwindbeutel mit Vanillecreme "nachbacken". Die Creme ist so gut wie fertig, es fehlt nur noch die Schlagsahne. Morgen kommt meine große und erste Herausforderung mit dem Brandteig backen. Mal sehen, ob ich das hinbekomme.

    Liebe Grüße
    Kristina

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    1. Und, wie ist dein Brandteig geworden?
      Ich werde bestimmt wieder so eine Art Törtchen-Testessen machen. Das hat mir meistens einfach zu viel Spaß gemacht.
      Aber wie oben schon geschrieben dann mit Kostenbeteiligung und dass jeder was zum Abendessen beisteuert, und wenn es nur Brot mit Aufstrich ist.
      Aber Leute, die zum ersten Mal dabei sind, brauchen sich nur an den Kosten beteiligen, wenn es Ihnen auch geschmeckt hat. Sonst finde ich es blöd.
      Ich wurde mal zum Sushi-Essen eingeladen mit 10 Euro Kostenbeteiligung. Von einer Deutschen, die einmal in Japan war und behauptete, sie würde nun Sushi zubereiten können. Das Essen war eine Katastrophe. Nicht einmal den Reis fand ich genießbar. Ich habe so gut wie nichts essen können, musste trotzdem bezahlen, und habe mich dann frühzeitig mit hungrigem Bauch verabschiedet.

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    2. Und wenn ich weiß, dass Interesse besteht, organisiere ich bestimmt was. Ich hoffe, du kannst dann.^^

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  10. Guten Abend,

    der Brandteig ist mir nach dem zweiten Anlauf gelungen. Beim Ersten Mal hatte ich ihn zu lange anbrennen lassen und ich hatte lauter (Steusel-)Krümel im Topf.

    Die Windbeutel sind gut aufgegangen und fürs erste bin ich einigermaßen zufrieden, da man sie essen konnte und auch lecker nach Ei geschmeckt haben.

    Da ich sie zum Adventskaffee mitgenommen habe, waren die "Gäste" sehr begeistert und auch meine Kollegen waren über die restlichen Windbeuteln am Montag efreut.

    Werde mich wieder daran versuchen.

    Liebe Grüße
    Kristina

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