Dienstag, 7. Februar 2012

Atsuyakitamago (Kantô-Art)


Hierbei handelt es sich um eine Eiermasse mit Brühe (dashi), die in dünnen Schichten gebraten und aufgerollt wird und dadurch "dick" wird.

atsu von atsui = dick
yaki von yaku = braten
tamago = Ei

Kantô ist die Gegend um Tôkyô. Kantô-Art bedeutet, dass das Ei süßer im Geschmack ist und kräftiger gebraten.
Als Gegensatz dazu gibt es die Art nach Kansai. Kansai ist die Gegend um Ôsaka. Hier mag man es nicht so süß und das Ei  sollte goldgelb bleiben.
Oft wird diese Art als Dashimakitamago bezeichnet.
dashi = Brühe, meist bestehend aus Katsuo-Fischflocken und Kombu-Algen
maki von maku = aufrollen
tamago = Ei


Zutaten für eine große Rolle:

4 Eier
4 EL Dashi-Brühe
2 EL Zucker (30g)
2 TL Mirin
2 TL Sojasoße

Zubereitung:

Eier verrühren, in dem man mit Stäbchen am Boden der Schüssel hin und herfährt. Also nicht schaumig schlagen.
Brühe, Zucker, Mirin und Sojasoße verrühren, so dass sich der Zucker auflöst.
(Ich nehme heißes Wasser, löse darin das Brühpulver auf und dann den Zucker.)
Die Würzflüssigkeit zum Ei geben, einrühren und alles duch ein Sieb geben.

Pfanne mit Öl einpinseln und heiß werden lassen.
Als Check, ob die Pfanne heiß genug ist, gibt man einen Tropfen in die Pfanne. Wenn es zischt und der Tropfen gleich stockt, kann man loslegen.
Ich musste mehrere Tropfen in die Pfanne geben, weil meine Fotos immer verwackelt waren. :-P

Den Boden der Pfanne dünn mit Ei bedecken.

Etwas stocken lassen, dann gegebenenfalls den Rand lösen und von hinten (die vom Griff abgewandte Seite) aufrollen. Am besten geht das, wenn man dabei die Pfanne schräg hält und mit einer leichten Bewegung die Masse aufrollt.
 
Die Oberfläche sollte oben noch leicht feucht sein, damit die Rolle auch zusammenhält.
Auf dem Foto ist die Oberfläche vorne schon etwas zu trocken. Aber normalerweise arbeitet man auch hintereinander weg und macht keine Fotos zwischendurch. :-P
 Hinten mit Öl einpinseln.
 Rolle nach hinten schieben.
Vorne pinseln.

Wieder Eimasse hineingießen, so dass der Boden dünn bedeckt ist. Das Omelette hochheben, und die Eiflüssigkeit unter das Omelette fließen lassen. Anstocken lassen. dann wieder aufrollen.
Falls Bläschen entstehen, diese einfach kaputt stechen.
Und das ganze noch einmal:

Für die Fotoserie habe ich nur mit der halben Menge gearbeitet (hatte nur 2 Eier da^^;;).
Daher ist nun meine Masse aufgebraucht.
Bei 4 Eiern folgen demnach noch zwei, drei Wickelrunden.

Danach das Ei formen, indem man es von allen vier Seiten an den Rand der Pfanne drückt.
 

Herausnehmen, in Scheiben schneiden und anrichten.

Und hier nochmal die Stücke aus 4 Eiern:

Anm. Im Internet gibt es jede Menge Videos zu der Zubereitung von Tamagoyaki.
Dieses HIER ist mein Favorit. Einfach toll!

Kommentare:

  1. Mann mann mann, bei Dir muß das natürlich gleich wieder aussehen, wie aus dem Bilderbuch.^^

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  2. gnah aus mangel an einer tamagoyaki-pfanne werd ich heute abend aus diesem rezept rührei oder omelette oder so machen! kann nämlich nicht so lange warten bis ich eine habe^^
    (hmm ob man damit auch onigiri füllen kann...? ahh ich werd schon wieder experimentierfreudig, das gehört sich doch nich^^)

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    1. Ich mache Tamagoyaki nach fast dem gleichen Rezept und brate es manchmal auch krümmelig, um es dann als Onigirifüllung zu nutzen. Ist auch lecker.
      Deine Röllchen sehen wirklich toll aus. Bei mir gelingen die nur jedes zweite Mal. :D

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    2. Danke schön. Hab ja auch ein paar Jahre mehr Übung. *g*
      Onigiri und Füllungen ... wäre auch mal einen Post wert. Hehe, ihr bringt mich auf Ideen.
      Aber zuvor muss ich noch die restlichen Wünsche meiner Leser ab"arbeiten".

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    3. meine onigiri sind übrigens iwie nich so dolle geworden^^ sind total auseinandergefallen... glaub es lag entweder am reis oder das ei war zu feucht =/
      also ich wär für onigiri-posts offen ;P

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  3. Ich habe zwar eine Tamagoyaki-Pfanne, komme mit der aber nicht so klar -.-' also mache ich es in einer normalen runden. Am Anfang (sehr lange her!!) habe ich ein Rezept genutzt, wo 6 Eier komplett in einer Pfanne stocken mussten. Das war sehr aufwendig und hat nicht immer geklappt. Heute rolle ich es auch und gebe noch andere Zutaten/Gemüse hinzu. Tamago wird bei uns auch nie schlecht, egal wieviel ich mache.^^ Als Onigirifüllung nehme ich es auch sehr gerne und oft. Ich habe gehört es gibt auch eine nicht süße Variante, stimmt das Mari?

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  4. Atsuyakitamago würde ich sehr gerne auch mal probieren :)
    Aber Alkohol kann ich keinen reingeben, was würde wohl Mirin ersetzen können?
    Hast du das schonmal versucht wegzulassen?

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    1. Hallo Luci,
      Bei Atsuyakitamago kannst du ohne weiteres Mirin und auch Dashi weglassen.
      Typisch für Atsuyakitamago ist, dass man die Eiermasse nicht zu stark verrührt. Es dürfen ruhig beim Braten noch Eiweißstreifen bzw Eigelbstreifen zu sehen sein. Und Atsuyakitamago ist süß, enthält also immer Zucker.

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