Montag, 3. August 2015

Chinesische Donutsbällchen Kaikôshô 開口笑


Diese Sesambällchen habe ich schon früher (bevor ich mit Bloggen begonnen habe) gerne gebacken.
Zwar nach einem anderen Rezept, aber die Unterschiede sind sehr gering.

Da die Donutsbällchen beim Fritieren aufplatzen, sieht es so aus, als würden sie herzhaft lachen, weshalb sie den Namen Kaikôshô, "Lachen mit offenem Mund" tragen.

Typisch für diese Bällchen ist die Verwendung von Schweineschmalz (bei meinen letzten habe ich aber Palmkernfett verwendet, weil ich das gerade da hatte) und natürlich der weiße Sesam.
Mmh, zum Wegnaschen. :-)

Zutaten für etwa 20 Bällchen mit einem Durchmesser von 2–3 cm

150 g Mehl Type 405
5 g Backpulver
50 g Vollei (1 Ei Gr. M)
10 g Milch
65 g Zucker
1 Prise Salz
15 g Schweineschmalz

10 g Eiweiß
20 g Wasser
50 g weißer Sesam

Zubereitung

Mehl und Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben.
Schweineschmalz verflüssigen.
Ei, Milch, Zucker, Salz und das Schmalz in einer weiteren Schüssel miteinander verrühren.
Zur Mehlmischung geben und mit einem Spatel miteinander vermengen.
Den Teig 15 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Aus dem Teig Bällchen von 15 g formen.

Eiweiß mit Wasser verschlagen.
Sesam in eine weite Schüssel füllen.
Die Hände mit dem Eiweißwasser befeuchten und die Kugeloberfläche damit befeuchten.
Die Kugeln nun im Sesam wälzen.

Etwa 3 min in 160°C–170°C heißem Fritierfett goldbraun fritieren.

Auf einem mit Haushaltstuch ausgelegtem Gitter abtropfen und entfetten lassen.


Quelle: 佐藤ひろ子 (Satô Hiroko)、ほんとうにおいしい生地でつくるドーナツレシピ77、朝日新聞出版 2014

Sonntag, 2. August 2015

Wochenrückblick 27.7.–31.7.

Montag, der 27. Juli 2015

Für Kazu beginnt heute sein zweiter Urlaubstrip. Wir packen seine Tasche neu und gleich nach dem Frühstück geht es los.
Ich bringe ihn zu meinen Schwiegereltern in den Garten.
Am frühen Nachmittag bin ich zurück. Nun heißt es, um Wäsche kümmern, Wohnung aufräumen etc.

Abends backe ich noch einen Matchakuchen (Greenies), aber sie werden mir zu trocken, obwohl ich sie vor der angegebenen Zeit aus dem Ofen geholt habe. Nun ja, ich werde das Rezept noch einmal testen.

Dienstag, der 28. Juli 2015

Zur Arbeit.
Von der Arbeit geht es weiter zu meinem Termin bei meiner Heilpraktikerin.
Während letztes Mal nur alles besprochen wurde, geht es heute an die eigentliche Behandlung.
Ich bin echt stolz auf mich, dass ich den Gang zur Heilpraktikerin endlich geschafft habe, da ich das ja schon seit über einem Jahr vor mich herschiebe.
Die Behandlung ist interessant und vor allem finde ich es spannend zu spüren, wie der Körper tatsächlich reagiert.
Und ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass jemand meine Bauchprobleme ernst nimmt und mir auch helfen kann.
Erstes Fazit: Zu viele Schwermetalle im Körper.

Mittwoch, der 29. Juli 2015

Ich beginne die verordneten Präparate zu nehmen. Homöopathische Globuli, Heilerde und spezielle Nährstofflösungen.
Dazu kommt die Behandlung mit Magneten.
Meine Entgiftungskur kann beginnen.

Auch wenn es kontraproduktiv sein mag, so komme ich doch meinem Bedürfnis nach, etwas zu backen. Chinesische Kaikôshô (開口笑) und Sâtâandagii (サーターアンダギー)  aus Okinawa.


Uns schmecken die Kaikôshô mit Sesam besser als die weicheren Okinawa-Donuts-Bällchen. Die chinesischen lachenden Bällchen erinnern geschmacklich an die Old-Fashioned Doughnuts.
Mmh. :-)

Donnerstag, der 30. Juli 2015

Nach der Arbeit fahre ich ins Kaufhaus, um mir Schultüten anzusehen. Uff. So viel Geld kostet das Stück beklebte Pappe mit etwas angeklebtem Filz?
Aber basteln ist einfach nicht meine Welt- Vielleicht bastle ich kleine Tüten für die jüngeren Cousins. Aber so eine große Tüte zu basteln, das ist mir nichts.
Schließlich werde ich doch noch fündig und ich wähle eine im Preis reduzierte Scout-Schultüte.
Die sind mit Stoff bespannt. Falls es also regnen sollte, muss man keine allzu große Angst haben.

Von dort fahre ich zur Arbeit meines Mannes, denn wir wollen seit Ewigkeiten mal wieder zu zweit ins Kino gehen. Schwarzenegger! :-D

Leider gibt es den Terminator Film nur in 3D (mag ich nicht so), aber bald habe ich mich dran gewöhnt. Zwei Stunden Action vom Feinsten und Arnie cool wie immer.

Freitag, der 31. Juli 2015

Heute wird Kazu zurückgebracht und ich hole ihn vom Bahnhof ab.
Oma hat ihm 2 Euro geschenkt und so darf er sich auf dem Heimweg noch im Bio-Laden ein Eis kaufen.
Das Eis, was er sich ausgesucht hat, kostet 1,59€.
Kazu gibt der Frau das Geld und bekommt 41 Cent wieder.
"Mama, kann ich mir davon wieder ein Eis kaufen?"
Haha, den Wert des Geldes muss ich ihm noch beibringen.

Heute darf Kazu wieder bei mir im Elternbett schlafen.

Tja, das war der Juli. Wir haben viel erlebt.
Kindergarten Sommerfest mit Verabschiedung der Vorschulkinder, Judo-Turnier, Fashion Week, Essen gehen mit K-san, Arztbesuche, Bären-Abschlussfest, Familienreise, mehrtägige Übernachtung bei Oma und Opa und Kinobesuch.^^

Mal sehen, was der August so mit sich bringt.
Ich wünsche euch jedenfalls viele schöne Erlebnisse in diesem Sommermonat!

Samstag, 1. August 2015

Wochenrückblick 20.7.–26.7.

Montag, der 20. Juli 2015

Nun ist die Kindergartenzeit vorbei und der erste Sommerferientag ist da.
Ich nutze die frühen Morgenstunden, um uns ein Soy Milk Bread zum Frühstück zu backen.
Der Teig ist sehr, sehr weich und ich habe arge Probleme, aber zum Glück wird daraus dann doch noch ein feines Brot, dass wir mit Begeisterung zum Frühstück verspeisen.


Die erste Tageshälfte verbringen wir mit Spielen und Aussortieren zu Hause.
Kazu ist freiwillig und voll motiviert bei der Sache. Zum einen ist er ja kein Kindergartenkind mehr ("Mama, dafür bin ich schon zu groß." *g*) und zum anderen freut er sich auf sein neues Zimmer und wir wollen alle den Umzug auch zum Ausmisten nutzen.^^
Und so kommt eine ganze Kiste voll zusammen, die weg kann, bzw, weitergegeben werden kann.

Nachmittags gehen wir auf einen Spielplatz und spielen Ball.
Kazu sieht glücklich aus. Ja, so stelle ich mir Ferien vor. :-D

Dienstag, der 21. Juli 2015

Heute bin ich spät dran. Ich schaffe zwar gerade noch mein Graham Bread (ein anderes Rezept als in meinem Rezeptverzeichnis) aus dem Ofen zu holen, aber das Probieren müssen wir auf heute Abend verschieben, denn Kazu und ich müssen los.
(Zum Frühstück gab es Müsli.)

Wir treffen uns heute Morgen am Alexanderplatz mit meiner Mutter, die sich für die nächsten Stunden um Kazu kümmern wird, während ich zur Arbeit gehe.

In der Bahn hat Kazu seinen Ball mit Pokemon-Motiven auf dem Schoß. Plötzlich fängt er an, die Namen der Pokemon, die in Großbuchstaben unter den Bildern stehen, vorzulesen.
Bzw. die Buchstaben, die er kennt. Bei den Buchstaben, die er nicht kennt, fragt er nach.
Schließlich klappt es schon besser und er schafft es tatsächlich, einige Namen zu lesen.
Ich staune. Mein Kind kann lesen! :-D

Nach der Arbeit erfolgt der übliche Einkauf. Nachdem ich diesen zu Hause abgeladen habe und mich etwas gestärkt habe (mit meinem Brot^^)


fahre ich zu meiner Mutter, um Kazu abzuholen.
Was ist das?
Als ich ankomme, sehe ich Kazu, wie er mit Lego etwas zusammensetzt. Vor ihm eine riesige Verpackung. Lego Minecraft steht drauf. Oh! Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.
Wobei ich Minecraft auch nicht sonderlich gut kenne. Kazu jedenfalls kennt das und ist ganz begeistert.
Babasan schaut ganz unschuldig und meint nur, sie hat es ihm gekauft, als sie alleine mit Kazu unterwegs war. Er hätte sich das so sehr gewünscht. ...
Ohne Worte.
Nun ja, dass mein Kind glücklich ist, sehe ich und Lego gilt ja auch als pädagogisch wertvolles Spielzeug, auch wenn Gewaltelemente sehr stark zugenommen haben.

Mein 3 1/2 jähriger Neffe ist auch da, kann aber mit den kleinen Bausteinen nicht so viel anfangen.
Er ist mehr der Playmobil-Typ, wenn man das so sagen kann.

Als meine Schwester Keanu abgab, gab es, so erzählt mir meine Mutter, wohl Probleme.
Wieso bekommt Kazu so ein teures Geschenk (das Lego Minecraft Paket hat knapp 100 € gekostet)?
Für Keanus Taufgeschenk hätte meine Mutter nicht so viel ausgegeben.
Meine Mutter berichtet, sie hätte Mühe gehabt, meine Schwester zu beruhigen und ihr zu sagen, dass sie, wenn sie das nächste Mal mit Keanu alleine unterwegs ist, ihm auch etwas kaufen wird.
Meine Schwester. Da fehlen mir auch die Worte.

Mittwoch, der 22. Juli 2015

Heute gibt es zum Frühstück das Graham Bread. Und zwar getoastet.
Danach geht es zu meiner Schwägerin Tina, die Heilpraktikerin ist.
Wir sind heute als Patienten bei ihr angemeldet.

Zuerst kümmert sich Tina um Kazus Zeh. Dann  besprechen wir meine Probleme (ihr wisst schon, die Magen-Darm-Sache).

Hm, sonst fällt mir zu heute nichts weiter ein.
Ein Tag mit Kazu halt. ^^

Donnerstag, der 23. Juli 2015

Diese Woche ist mir irgendwie nach Brot backen.
Da das Graham Bread aufgegessen ist, backe ich heute früh Butter Roll Pan (nach einem anderen Rezept als in meinem Rezeptverzeichnis).


Lecker, lecker. Kann gar nicht sagen, welches Rezept ich besser finde. Dazu müsste ich wohl beide Rezepte backen und direkt vergleichen. Wer weiß, vielleicht mache ich das sogar. *g*

Am späten Vormittag gehen wir zur Schule. Zwei Busstationen und Fußweg.
Wir geben Kazus Vorstellungsbrief an seine Lerngruppenleiter ab und lassen uns den Schülerausweis ausstellen.
Ein komisches Gefühl. Jetzt ist er also ein richtiges Schulkind. Wehmut, Stolz, Vorfreude ... Irgendwie empfinde ich alles gleichzeitig.

Von der Schule aus teste ich mit Kazu den Weg, der zu unserer eventuell (noch ist ja noch nichts unterschrieben) neuen Bleibe führt.
Ein schöner, einfacher Weg, den Kazu problemlos zu Fuß bewältigen kann.

Auf dem Rückweg gehen wir einkaufen. Kazu hat sich Pommes gewünscht. Die aus der Tüte.
Mit Ketchup!
Was ist mit Gemüse, frage ich. Nein, möchte er nicht.
Dann muss er aber wenigstens Obst essen, bestehe ich. Kazu entscheidet sich für Kiwis und Nektarinen. :-)

Nachmittags haben wir einen Termin bei der Kinderärztin zum Impfen. Tapfer erträgt Kazu die Spritze.

So. Jetzt wird es aber Zeit, die Taschen zu packen und alles vorzubereiten. Denn morgen verreisen Kazu und ich.
Wir fahren übers Wochenende mit meinen Eltern und meinen Geschwistern plus Anhang nach Zislow in Mecklenburg-Vorpommern.

Ich packe Kazus Tasche. Dann kümmere ich mich um den Proviant.

Zum Knabbern für unterwegs habe ich Mais-Amaranthwaffeln besorgt. Zusätzlich beschließe ich, Matcha Shortbreads nach einem Rezept der Curleys zu backen.


Wie erwartet sind sie sehr köstlich. <3
Auch Wassermelonenstücke und Weintrauben werden eingepackt.

Dann backe ich noch den Dinkelkuchen mit Zwetschgen (vergessen zu fotografieren) und für den pikanten Hunger Onigiri-Brötchen mit Spinat-Frischkäsefüllung.


Es ist spät geworden. Kazu schläft bereits und auch ich falle nun müde ins Bett.

Freitag, der 24. Juli 2015

Koffer packen, Proviant verpacken. Checked. :-)

Kazu und ich sitzen am Frühstückstisch. Da passiert es. Mit einer unglücklichen Armbewegung stößt Kazu sein Glas mit Himbeernektar um.
Ich habe eine weiße Jeans an und springe wie alarmiert auf. Da jedoch zwischen Sofa und Tisch nicht viel Platz ist, verdrehe ich dabei unglücklich mein Knie. Augenblicklich habe ich höllische Schmerzen. Ich kann nicht mehr auftreten.

Um das leicht rosa verfärbte Sofa muss ich mich später kümmern. Mein Mann wischt erst einmal alles trocken, ich schone mein Knie.
Was nun?

Wir haben heute vormittag um 10:00 Uhr einen Termin im Service-Center mit jemandem von der Wohnungsverwaltung, zu dem ich unbedingt anwesend sein muss, um den Vertrag zu unterschreiben.
Da fallen mir meine Gehhilfen ein, die ich ja noch habe. Damit geht es.

Im Service-Center erwartet uns leider nicht die Dame, mit der ich sonst immer zu tun habe und mit der wir bereits einige Änderungswünsche besprochen haben.
Z.B., dass wir eine Duschkabine möchten und keine Badewanne.
Der jetzige Mieter hat zum 31.8.15 gekündigt und die Modernisierungsarbeiten in der Wohnung sollen 4–6 Wochen dauern. Wir sind also davon ausgegangen, dass wir etwa Mitte Oktober umziehen werden.
Nun erfahren wir, dass der alte Mieter bereits ausgezogen ist und die Modernisierungsarbeiten bereits in vollem Gange sind. Und dass das Bad schon für eine Badewanne hergerichtet ist.
Und dass das mit dem Wand verschieben (eine Kammer ragt vom Flur aus in die Küche rein und wir hätten lieber statt der Kammer mehr Platz in der Küche) auch nicht gehen soll.
Und dass der Einzug bereits für den 1.9. geplant ist, da die Bauarbeiten bis dahin fertig sein sollen.
Und, und und.

Wir sind baff. Das kann doch alles nicht wahr sein. Die Dame, mit der wir zuerst gesprochen hatten (und die nun im Urlaub ist) vermittelte uns den Eindruck, dass unsere Wünsche keine Probleme darstellen würden.
Puh. Wir bereden die Lage. Die Frau stoppt erstmal die Bauarbeiten im Bad und sichert uns zu, dass sie unsere Wünsche an die Chefetage weitergibt, wo dann entschieden wird, welche Wünsche erfüllt werden können und wie es mit der Kostenverteilung aussehen wird.
Da die Situation noch unklar ist, kann natürlich auch noch nichts unterschrieben werden.

Mal sehen wie es weitergeht. Wir warten noch auf Antwort.

Zurück in unserer Wohnung heißt es Taschen packen.
Mein Mann sagt bei seiner Arbeit Bescheid, dass er später kommt, denn er bringt uns zum Treffpunkt bei meinem Bruder. Da ich mit Gehhilfen unterwegs bin, kann ich schlecht das Gepäck tragen.
Über seine Hilfe bin ich sehr dankbar. Ich hätte gar nicht gewusst, wie ich es sonst hätte schaffen sollen.
"Danke, mein Schatz, fürs Bringen!"
Mein Bruder hat einen großen Bus für neun Personen gemietet, den wir nun beladen.
Als alle da sind, geht es los. Es ist 12:15 Uhr.
Vorne mein Bruder am Steuer, mein Papa und der Mann meiner Schwester.
Dahinter mein Neffe und Kazu im Kindersitz. Dazwischen meine Schwester. Und ganz hinten sitzen meine Mutter, meine Schwägerin und ich.

Eine Toilettenpause und eine Picknickpause verlängern die Fahrzeit nach Zislow, wo wir schließlich gegen 15:45 Uhr eintreffen. Wir übernachten im Natur- und Bio-Vital-Hotel Landhaus Die Arche .

Bis zum Abendessen um 18:00 Uhr ist noch Zeit und wir nutzen diese, um das Gelände um das Hotel herum zu erkunden.
Das Landhaus liegt sehr abgelegen und es riecht nach Feld, Wiese und Wald.


Vor dem Eingang lädt ein Teich zum Verweilen ein.
Mit Bank und Froschgequake. :-D


Hinter dem Hotel liegen Wiesen und Felder, am Horizont sieht man Wald.


Das Landhaus hat einen wunderschönen Garten, dessen Schönheit ich gar nicht angemessen einfangen konnte. Hier ein paar kleine Eindrücke.






Besonderen Reiz auf die Kinder übte natürlich der Spielplatz aus, der zur Anlage gehört.




Um 18:00 Uhr gehen wir rein zum Abendessen.


Zuerst dürfen wir uns an der Salatbar bedienen. Das Dressing kann man sich selbst mischen oder das vegane Kürbiskerndressing wählen.



Nachdem alle mit dem Salat fertig sind, wird der Hauptgang serviert.

Was ist das?


Sieht komisch aus. Ein Gast beschwert sich sogar, dass das Essen eine Zumutung sei.
Ich probiere. Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr mäkelig bin. Doch ...
Vor allem der rote "Matsch" schmeckt mir gut. Ich kann mich nicht beklagen und genieße mein Essen.
(Kazu isst nur ein paar Kartoffeln.)


Als Nachtisch wird rote Grütze mit Soja-Vanillesoße serviert. Ich nasche zwei Löffelchen. Etwas sauer, aber gut. Wenn ich noch Platz in meinem Bauch hätte, würde ich die Grütze essen, aber ich bin pappsatt.


"Gehen wir jetzt ins Schwimmbad?" Erwartungsvoll sieht Kazu mich an. Wie? Jetzt? Mit vollem Bauch?
Nun ja, viel gegessen hat Kazu ja nicht und ich kann mit meinem Knie eh nicht schwimmen.
Der Opa kommt mit und so statten wir dem Hotel-Schwimmbad einen Besuch ab.
Die anderen machen noch einen Abendspaziergang.

Das Schwimmbad hat auf der einen Seite durchgängig Bodenfenster, durch die man einen schönen Blick auf Wiese und Wald hat und den Sonnenuntergang verfolgen kann.
Während Kazu mit dem Opa im Wasser tobt, liege ich auf einer von der Sonne gewärmten Steinliege und genieße den Ausblick. Doch ganz entspannen kann ich nicht, denn Kazu kann nicht schwimmen, weshalb ich  immer wieder zu Kazu rüberschaue, ob alles in Ordnung ist.

Nach dem Baden gehen wir auf die Zimmer. Die Enkel schlafen mit ihren Großeltern in der Familienwohnung. Ich habe ein Einzelzimmer. Kazu kommt noch mit zu mir.
"Mama, ich habe Hunger."
Kein Wunder. Ich gebe ihm die letzten beiden Butter Roll Pan zu essen.

Dann geht es rüber zu den Großeltern, Zähne putzen und ich lese ihm noch eine Geschichte vor.
Kazu muss derweil auf Magneten liegen, die ihm im Rahmen der medizinischen Biomagnetismus-Behandlung verordnet wurden.

Samstag, der 25. Juli 2015

Ich schlafe schnell ein und ziemlich gut, bis mich plötzlich ein Weckerklingeln aus dem Schlaf reißt.
Gähn. Was klingelt denn da? Es ist 4:38 Uhr. Das Klingeln kommt aus dem Zimmer unter mir, wie es scheint.
Endlich hört es auf. Erleichtert versuche ich weiterzuschlafen, als kurz darauf der Wecker wieder klingelt. Aaaaah!!!

Ich schaffe es, noch ein wenig zu dösen, aber ausgeschlafen fühle ich mich, als ich dann schließlich aufstehe, gar nicht. :-(

Wechselhaftes Wetter ist für heute angesagt, aber es soll 26/27°C heiß werden.
Wir beschließen, an den großen Plauer See zu fahren. Schon die erste Zugangsstelle sieht einladend aus.
Badestrand, Café mit Toiletten, Spielplatz.




Nachdem der Spielplatz ausgiebig getestet wurde, geht es an den Strand. Es ist noch sehr frisch.
Die Kinder spielen am Strand und bauen Sandburgen.
"Mama, mein Strumpf ist nass geworden."
"Na gut, dann zieh Schuhe und Strümpfe aus."



Das Wetter ist wirklich wechselhaft. Mal ist der Himmel grau und es fallen ein paar Tropfen und man braucht eine Jacke, dann klart es wieder auf und wenn die Sonne scheint, ist es richtig warm, so dass man die Jacke ausziehen muss. Der Wechsel vollzieht sich teilweise sogar innerhalb von 15 min.
Ausziehen, anziehen, ausziehen, anziehen.
Gegen Mittag überwiegt dann zum Glück doch noch die Sonnenphase und es wird richtig heiß.

"Mama, meine Hose ist nass geworden."
"Na gut, dann ziehen wir sie aus."


"Mama, mein Hemd ist nass geworden und meine Unterhose."
"Na gut, dann zieh die Sachen aus."
"Meine Unterhose lasse ich aber an!" :-P

Der 3 1/2 jährige Keanu dagegen hat keine Probleme, nackig im Wasser zu plantschen.
Das kommt noch. :-P

Abends brühe ich mir einen Kräutertee an der Teeecke auf, die den Hotelgästen frei zur Verfügung steht.
Die Kräuter wurden alle in der umliegenden Natur gesammelt und von den Inhabern getrocknet und gemischt. Respekt.




Mein "Mädchen im Regen"-Tee schmeckt sehr fein aund ausgewogen. Mmh. Da hätte ich gerne noch eine Tasse, aber es ist keine Zeit mehr, das Abendessen wird serviert.

Heute gibt es ein Buffet, bei dem das Salatangebot um eine Paprika-Polenta-Torte erweitert wurde.


Ich bekomme Kazu dazu, wenigstens von der Polenta ein paar Happen zu essen.
Mir schmeckt sie.

Als Nachtisch kommt eine Kugel mit Cashewkernfüllung, ummantelt mit Blätterteig oder so (konnte das wirklich nicht eindeutig herausfinden) und Kokosraspeln in einer Soja-Vanillesoße.
Die fand ich ja richtig köstlich.
Wenn ich noch Platz im Bauch gehabt hätte, hätte ich noch Kazus Portion (der seine nicht wollte), aufgegessen.


Und natürlich geht es nach dem Essen wieder ins Schwimmbad.


Ach ja. Ein großes Ereignis habe ich ganz vergessen zu erwähnen.
Kazu hat endlich seine Angst davor überwunden, ins Wasser zu springen.
Zum Schluss hat er sogar seine Badenudel zuerst ins Wasser geworfen und ist dann hinterhergesprungen.
Jetzt ist er bereit, wieder einen Schwimmkurs zu besuchen.
Das freut mich. :-)

Heute möchte Kazu bei mir schlafen. Mein Bett ist zwar nicht sehr breit, aber das wird schon irgendwie.

Sonntag, der 26. Juli 2015

Die Nacht wird für mich unruhig. Mal habe ich eine Faust im Auge, dann bekomme ich einen Tritt in die Seite, oder die Decke wird weggestrampelt.
Seufz. Aber wenn ich meinen schlafenden Sohn so neben mir liegen sehe, fühle ich mich einfach nur glücklich. ...
Und müde. :-P

Heute knipse ich noch schnell das Frühstücksbuffet. Vollwertige Brote und Brötchen, verschiedene Sorten Getreidemilch, alle möglichen Sorten an Nussmuse und Co (Cashew, Paranuss, Erdnuss, Mandel, Sesam), Honig und selbst gekochten Fruchtaufstrichen erwarten einen.
Dazu jede Menge Obst, Saft und es gibt sogar einen grünen Kräutersmoothie.




Es gibt natürlich auch Müsli, Granola und Cornflakes, einen warmen Brei (am Samstag gab es Hirsebrei (mmh) und heute gibt es einen ebenfalls köstlichen Buchweizenbrei), eine Platte mit veganen Aufstrichen und Aufschnitten.


Und es gibt eine Kuhmilcheccke mit Käse, Kuhmilch, Joghurt und Quark.
Heute gibt es sogar Frühstükseier und Kazu nimmt sich gleich eins.


Essenstechnisch gefällt mir das Angebot sehr gut. Hier könnte ich jeden Tag frühstücken.
Meine Eltern vermissen den Kaffee. Den gibt es nicht. Auch keinen schwarzen Tee. Dafür gibt es Getreidekaffee und Kräutertee.

Heute fahren wir zum Affenwald und zur Sommerrodelbahn in Malchow.
Während der Fahrt dahin gerate ich mit meiner Schwägerin aneinander.
Der kleine Keanu singt im Auto.
Meine Schwägerin: Das käme daher, das meine Schwester ihm so viel vorsingt.
Ich: Kazu hat in dem Alter nicht so viel gesungen. Nun, wahrscheinlich habe ich auch nicht so viel gesungen wie meine Schwester.
Meine Schwägerin: Ja, wenn man schlechte Laune hat, singt man auch nicht.
Ich: o_O
Schluck. Häh?
Ich: Wenn du das so sagst, kommt es rüber, als würdest du behaupten, ich hätte schlechte Laune gehabt. Auch wenn man gute Laune hat, muss man nicht unbedingt singen.
Sie geht darauf überhaupt nicht ein, sondern hält einen Vortrag darüber, dass Singen gute Laune macht etc.

Ich bin bedient.
Nun ja, mit der Frau meines Bruders werde ich einfach nicht warm.
Schließlich ist sie maßgeblich daran beteiligt, warum Weihnachten 2012 und Weihnachten 2013 für mich zum Albtraum wurden.
Für mich steht nun fest, dass ich Weihnachten nicht mehr mit denen zusammen feiern möchte.

Im Affenwald habe ich nicht fotografiert, da ich jetzt wirklich schlechte Laune habe.
Mein Sohn ist bei Onkel Klaas (meinem Bruder, das gute Verhältnis zu ihm begrüße ich, denn schließlich ist er auch Kazus Patenonkel) und seiner Frau, meine Schwester ist mit Fotografieren beschäftigt, meine Mutter wartet draußen und passt auf unsere Sachen auf und Keanu sitzt bei seinem Papa auf den Schultern. Ich fühle mich einsam und blase Trübsal.
Ich bitte meine Schester um ein offenes Ohr, aber sie ist sehr verschlossen. Später erfahre ich von meiner Mutter, warum.
Der Affenwald ist wirklich ein Erlebnis und lenkt mich von meinen düsteren Gedanken ab.
Als ich als erste draußen bin, ist es meine Mutter, die mir zuhört und Verständnis entgegenbringt.
Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr sich unser Verhältnis gebessert hat.

Von ihr erfahre ich, warum meine Schwester so verschlossen war.
Sie hat mitbekommen, dass meine Eltern an der Hotelrezeption meine Rechnung übernommen haben.

Ich hätte kein Geld, verteidigt mich meine Mutter.
Dann solle ich gefälligst arbeiten gehen, erwidert meine Schwester.

Als es um diese Reise ging, habe ich zu meinen Eltern klipp und klar gesagt, dass ich dieses Jahr nicht mitkomme, da wir gerade die Japanreise hinter uns haben und diese meine ganzen Ersparnisse verschlungen hat.
Meine Eltern bestanden jedoch auf meine Teilnahme und sagten, sie würden die Reise finanzieren.
Ich lehnte ab, u.a. wissend, dass es dann Probleme mit meiner Schwester geben würde.
Doch meine Mutter ließ nicht locker und ich gab nach. (Die bisherigen Reisen waren ja immer schön, da lässt man sich gerne verführen.)

Der Vorwurf, ich solle gefälligst arbeiten gehen, empfinde ich als unverschämt.
Mein Mann und ich haben uns ein Leben aufgebaut, so wie es uns gefällt. Wir kommen mit dem, was wir haben, gut klar. Dieses Jahr ist es eng wegen Japanreise, Zahnimplantat, Schulanfang (was man dazu alles besorgen muss, ist enorm!) und nun noch der Umzug. Da schnallt man eben den Gürtel enger.
Ich kaufe weniger ein, backe weniger kostspielige Torten.
Mehr arbeiten? Derzeit würde alles, was ich mehr verdiene, in die Steuer und/ oder in die Krankenkasse fließen.
Würde ich Vollzeit arbeiten, wäre für Kazu weniger Zeit.
Also wozu? Wenn wir das Leben, so wie es ist, genießen?

Seufz. Wie heißt es so schön. Familie (Geschwister) kann man sich nicht aussuchen.
Ich bin nur froh, dass ich so liebevolle Eltern habe, von denen ich weiß, dass sie immer für mich da sind.

Als alle wieder draußen sind, setzen wir uns an einen Tisch, um Mittagspause zu machen. Mein Papa möchte uns zum Eis einladen, aber ich bitte ihn, das zu verschieben, da ich möchte, dass Kazu erst einmal etwas gesundes isst (es ist noch reichlich Obst da).
Und so verspeisen wir erst einmal die restlichen Lebensmittel.

Dann flitzen Kazu und mein Bruder los, um sich bei der Rodelbahn anzustellen. Ich wetze hinterher, um Kazu das Geld zu geben. Nicht, dass hinterher wieder gemeckert wird, ich würde einfach davon ausgehen, dass mein Bruder für Kazu bezahlt.
Auch mein Schwager hat sich mit seinem Sohn angestellt.
Meine Schwester sitzt verstimmt am Tisch.
"Was ist los?"
Sie möchte ein Eis essen. Der Eisverkauf ist gleich gegenüber, daher verstehen wir nicht, wo das Problem liegt. Sie kann sich doch einfach eins holen.
"Ja, aber Papa hat gesagt, er lädt uns ein." Und sie hat kein Obst gegessen, und will wenigstens ihr Eis. o_O
(Meine Schwester ist 44 und berufstätig.)
Also geht mein Vater mit ihr zum Eisstand und kauft ihr ein Eis.
...


Wir haben noch etwas Zeit und beschließen, nach Plau am See zu fahren. Dort finden gerade Ritterspiele statt und Keanus Papa möchte seinem Sohn gerne die Welt der Ritter zeigen.
Doch das Event kostet Eintritt. 12 € für einen Erwachsenen, 6 Euro für Kinder ab 5 Jahre.
Für die eine Stunde, die wir eingeplant haben, ist uns das zu teuer.
Also laufen wir ein wenig durch das sehr hübsche Örtchen.
An einem Eiscafé kaufe ich Kazu und mir ein Eis, damit er auch noch zu seinem Eis kommt.
Und damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich zahle selber.





Vor der Abreise stärken wir (bzw die anderen) uns noch in einer Bäckerei. Auch hier könnte ich noch ausführen, wer was zahlt, aber das Thema nervt und daher lasse ich es bleiben.

Die Heimfahrt nach Berlin steht an und ich gehe noch schnell auf die Toilette.


Bei den Männern hing übrigens ein blaues Schild mit "Bäcker" drauf.
Zur Info: Der Frauenanteil bei den Konditoren beträgt etwa 42%, bei den Bäckern etwa 26%.
Trotzdem lustig.

Mein Bruder ist so nett und fährt Kazu und mich, nachdem er alle anderen abgesetzt hat, noch nach Hause.

Hunger!

Noch schnell eine Kleinigkeit essen und ab ins Bett.