Samstag, 30. August 2014

Mikan Joghurt Kan

Bzw. gelierter Mandarinenjoghurt.
Das Rezept stammt aus meinem japanischen Buch über "Oyatsu", dem Nachmittagssnack in Japan.
Es ist im Kapitel "Oyatsu mit Dosenobst" zu finden.

jede andere Form ist auch möglich

Zutaten:

1 Dose Mandarinen (314)
400 g Naturjoghurt
200 ml Milch
1 - 3 EL Zucker
10 g Agartine (Anm.: Im Originalrezept werden 6 g Kona Kanten angegeben, aber ich finde mit nur 4 g wird die Konsistenz feiner.)

Zubereitung laut Buch (+ siehe Anmerkung unten)

Mandarinen abtropfen lassen, Saft aufheben.
Milch mit Agartine aufkochen und unter Rühren 2 min köcheln lassen. Zucker und Mandarinensaft (etwa 120 ml) einrühren, Joghurt einrühren.
In beliebige Förmchen füllen, Mandarinenfilets hineinlegen und fest werden lassen.

Die Konsistenz sollte so sein, dass wie auf den Bildern die Form hält, das Gelee aber im Munde zergeht.
Bei Verwendung von Sojajoghurt würde ich die Milchmenge reduzieren und nur wenig Zucker nehmen.
Man kann auch anderes Obst nehmen, dieses sollte aber nicht zu säuerlich sein, da sonst die Agartine nicht geliert.
Auf meinem Bild habe ich die Mandarinenfilets ganz zerkleinert, weil ich meine neue Würfelform mal ausprobieren wollte. Die Würfel haben eine Seitenlänge von 2,4 cm.
Süß, oder?

Anm.
Letztens wollte ich mal testen, wie das Mikan Joghurt Kan wird, wenn ich Agar Agar nehme. Doch ich musste feststellen, dass bei Verwendung von 6 g Agar Agar zum einen meine Masse beim Einrühren des Joghurts viel zu schnell gelierte, so dass ich keine Zeit mehr hatte, die Mandarinenstücke einzurühren und zum anderen die Masse mir insgesamt viel zu fest war. Ich mag es lieber, wenn das Gelee auf der Zunge zergeht. Allerdinmgs weiß ich auch, dass solche "Kan" (Geleespeisen) in Japan oft eine feste Konsistenz aufweisen.
Ich habe dann die Mandarinenfilets einfach obendrauf gelegt und diese mit Agar-Agar-Wasser abgeliert.


Beim nächsten Versuch nahm ich nur 4 g Agar Agar.
Ich ließ den Sojadrink mit dem Agar Agar kochen. Doch als ich den Mandarinensirup und den Joghurt einrührte, flockte mein Sojadrink aus. :-(
Zumindest die Festigkeit war genauso, wie ich sie haben wollte.

Beim erneuten Zubereiten tauschte ich die Reihenfolge aus.

Mandarinen"saft" aus der Dose mit Agar Agar unter Rühren 2 min köcheln lassen.
Zucker und Milch einrühren und mit erwärmen, aber nicht mehr kochen lassen.
Vom Herd nehmen.
Joghurt (möglichst nicht direkt aus dem Kühlschrank) einrühren.
Mandarinenfilets einrühren.
In eine eckige, auslaufsichere Form (oder sonstige Förmchen) gießen und zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.
Aus der Form herausholen und ggfs in Würfel schneiden.
Ich habe meine Würfelform genommen, aber leider kamen die Würfel aufgrund der Weichheit des Gelees nicht alle ganz sauber heraus.


Auf jeden Fall mögen wir alle dieses Mikan Joghurt Kan total gerne. <3

びっくりおやつ330種 (330 überraschende Nachmittagssnacks)



Mit diesem Buch fing alles an. Na ja, fast. Auf jeden Fall habe ich aufgrund des Interesses an den Rezepten aus diesem Buch u.a. angefangen zu bloggen und so sind meine ersten Rezepte in meinem Blog auch hauptsächlich aus diesem Buch.
Es heißt "Bikkuri Oyatsu 330 shu" und stellt 330 Nachmittagssnacks vor.

Oyatsu nennt man in Japan den Nachmittagssnack, der mittlerweile gegen 15:00 Uhr gereicht wird. 
So ähnlich wie es in Deutschland Kaffee und Kuchen gibt, oder den Afternoon tea in England.
Ein Oyatsu sollte leicht sein und dient als kleiner Energiekick nach dem Mittagstief.
Als Oyatsu isst man gerne etwas Süßes, es kann aber auch eine herzhafte Kleinigkeit sein.
Dazu trinkt man Tee. 
Meistens sind Oyatsu-Rezepte einfach und schnell in der Herstellung und erfordern keine aufwendigen Zutaten.

Da nicht jeder Haushalt in Japan einen Ofen hat, gibt es bei den Rezepten für Gebäck auch welche, die auf dem Herd, im Ofentoaster, in der Mikrowelle oder im Reiskocher gebacken werden.

In vielen Rezepten wird ein Hotcake Mix (Fertigmischung) verwendet. Meistens habe ich diese bereits durch eine alternative Mischung im Rezept schon ersetzt.

Alle 330 Rezepte hier aufzuführen würde jetzt zu weit führen, daher erst einmal nur die, die ich bereits vorgestellt habe.

Inhaltsverzeichnis

Banane
--> Bananenkuchen / Banana Cake バナナケーキ  (Rühr"teig")
--> Bananenmuffins I
--> Bananenkuchen aus der Bratpfanne / Reiskocher/ Mikrowelle/ Oven Toaster
--> Banana no Sweet Sauté
--> Brot-Bananen-Pudding
--> Kleine Bananentoasts (Ofen)
--> Banana (Fruits) Pancake
--> Bananen umhüllt mit Cornflakes oder Mandeln oder Teig
--> Bananen mit Bohnenpaste (Nerian/ Koshian) in Frühlingsteighülle, fritiert
--> Bananen mit Azuki in Frühlingsteighülle, gebraten
--> Banana Ice Candy mit Soja-Drink
--> Joghurt-Bananeneis
--> Banane in Schokolade
--> Bananenshake

Mushipan
--> Allerlei Mushipan 

Äpfel
--> Apfelkuchen aus der Bratpfanne
--> "Brat"-Apfel aus der Mikrowelle
--> Apfelkuchen mit Rosinen
--> Apfel mit Süßkartoffel 

Erdbeeren
--> Strawberry Bavarois
--> Erdbeermilchgelee
--> Erdbeeren in Sirup 
--> Erdbeergelee (abgewandeltes Rezept)
--> Ichigo Shiratama 
--> Strawberry French Toast

Obstkonserven
--> Milchcremetörtchen
--> Mikan Yoghurt Kan (Mandarinenjoghurt-Geleewürfel)
--> Fruits Cheesecake
--> Brot-Obst-Pudding, gedämpft II

Schnelles Eis

Sherbet/ Ice Candy

Süßkartoffel (japanische)
--> Osatsu Kintsuba
--> Süßkartoffel Mont Blanc
--> Süßkartoffel mit Koshian, Kakao oder Zimt

Möhren
--> Möhren Pancakes
--> Möhren Sticks (Ninjin Pocky)
--> Möhren Scones
--> Möhren Shiratama
--> Möhrenmousse
--> Möhreneis
--> Obst in Möhrensaft gekocht
--> Möhren French Toast
--> Möhren-Joghurt-Drink

Jelly
--> Möhren-Milchgelee
--> Coffee Crushed Jelly

Kürbis (japanischer)
--> Kürbisküchlein

Purin
--> Sojamilch Purin

Milch

Joghurt
--> Joghurtcreme mit Früchten
--> Joghurtkuchen aus der Bratpfanne

Cheesecake

Hotcake Mix

Tiefkühl-Blätterteig

gekaufte Kekse

Einfache Cookies
--> Kinako Cookieきな粉クッキー

Azukibohnen, gekocht, aus der Dose (Yude-Azuki)
--> Dorayaki
--> Dorayaki mit Banane
--> Kaffee Shiruko/ Zenzai
--> Shiruko aus schwarzem Sesam (Kurogoma Shiruko)
--> Ogura Cake (Azuki-Kuchen) (gedämpft oder Mikrowelle)
--> Ogura Cake mit Matcha (gedämpft oder Mikrowelle)
--> Mit Azuki gefüllte Kasutera Schnitten
--> Ogura Milk Kan 

Shiratamako
--> Shiratama Mitsumame
--> Kabocha Shiratama
--> Mix Shiratama
--> Shiratama Tôfu Dango
--> Kinako Shiratama
--> Fruits Shiratama

Tôfu
--> Tôfu-Sesam-Donuts 
--> Tôfu-Donuts-Bällchen Seidentôfu
--> Tôfu-Frischkäse Dessert Seidentôfu
--> Tôfu-kan mit Yude Azuki Seidentôfu
--> Tôfu-Bananen-Mousse Seidentôfu

Okara
--> Okara Kuchen おからのケーキ
--> Okara Cookies
--> Okara Schokoküchlein
--> Okara Scones
--> Okara Mochi Mochi Pan

Uirô

Sesam
--> Schwarzer Sesam Pancake
--> Schwarzes Sesameis
--> Sesam Tuile セサミチゥイール 

Kinako
--> Honig-Kinako-Bonbons
--> Makaroni Abekawa
--> Kinako Dango 

Kurozatô (dunkelbrauner Zucker)

Anman, Nikuman
--> Nikuman
--> Anman
--> Châshûman

Chips

Reis, Mochi
--> Tomaranbô 
--> Kakimochi 

Toastbrotrinde
--> Knusprige Brotbällchen
--> Brot-Pfannkuchen mit Wiener Würstchen
--> Brotküchlein mit Kakao und Kaffee

Gyôza-Hüllen
--> Gefüllte Gyôzahüllen


Puh. Ich habe beim Auflisten gemerkt, dass es doch noch etliche Rezepte im Oyatsu-Buch gibt, die noch darauf warten, ausprobiert zu werden. :-D
Außerdem bedürfen viele der geposteten Rezepte der Überarbeitung.
Na dann mal los! :-P

Freitag, 29. August 2014

Maris Karamellküchlein


Für diese Küchlein wird Karamell-Puddingpulver verwendet. Man benötigt genau eine Packung für 0,5 l Milch. Darauf achten, dass die Sorte von Dr. O... Kaffee-Extrakt enthält.
Es gibt aber auch andere Firmen, die Karamell-Puddingpulver anbieten (Ruf, Byodo, Biovegan, ...).

Als Backform eignet sich ein Mohrenkopfblech oder ein Muffinblech.
Ich fette und mehle mein Blech.

Zutaten für ca. 7 Stück

Füllung
125 ml Milch
1 TL Butter
1 Eigelb
15 g Zucker
1 EL Milch extra
10 -12 g Karamell-Puddingpulver (abgenommen von 1 Packung für 0,5 l Milch)
4 - 5 g Mehl (1/2 EL)

Teig
50 g Butter
45 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei Gr. L
30 g Karamell-Puddingpulver (abgenommen von 1 Packung für 0,5 l Milch)
95 g Mehl
1 TL Weinstein-Backpulver
2 EL Milch

Ausgarnierung
Kuvertüre mit Karamell-Geschmack (z.B. Caramélia von Valrhona)
Dekorelemente nach Belieben

Zubereitung

Füllung
Milch und Butter erhitzen.
Eigelbe und Zucker verrühren. Den extra EL Milch einrühren. Mit Puddingpulver und Mehl glatt rühren.
Heiße Milch in drei Etappen in die Eigelbmasse rühren.
Die Masse zurück in den Topf gießen.
Bei mittlerer Hitze unter stetigem Rühren zum Köcheln bringen. Sobald die Creme andickt, den Topf vom Herd nehmen.
Creme in eine flache Schüssel füllen und luftdicht mit Frischhaltefolie abdecken.
Zügig erkalten lassen. Zumindest auf lauwarm sollte sie abgekühlt sein.

Teig
Butter schaumig rühren.
Zucker nach und nach zufügen und schön weiß cremig schlagen.
Salz einrühren.
Das verquirlte Ei in 2 - 3 Etappen hinzufügen und die Masse jedes Mal schön homogen cremig rühren.
Karamell-Puddingpulver, Mehl und Backpulver vermischen und die Hälfte dazusieben.
Mit dem Schaber einrühren.
Milch einrühren.
Die zweite Hälfte Mehlgemisch einarbeiten.

Nun erhält man eine schwere Masse, die kaum zerläuft.
Mit Hilfe eines Esslöffels füllt man nun etwa sieben Mulden bis zur Hälfte.
Die Creme am besten in einen Spritzbeutel füllen und in die Mitte des Teigs spritzen.
Den restlichen Teig auf die Mulden geben und die Creme einschließen.
Man kann auch Teig vom Rand über die Mitte ziehen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze etwa 10 min backen.

Etwas abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter gänzlich abkühlen lassen.

Kuvertüre temperieren und die Küchlein damit überziehen. Die Kuvertüre mit dem Pinsel aufzutragen hat sich jedoch als nicht so ästhetisch erwiesen. :-P
Nach Belieben ausgarnieren.




Inspirationsquellen:
Amerikaner für den Teig
Konditorcreme zum Backen für die Füllung

Donnerstag, 28. August 2014

Maris Alltagsküche: Pizzabrote


Pizzabrote gibt es bei uns meist dann, wenn nichts weiter da ist und Reste weg müssen. :-D
Aber manchmal auch dann, wenn wir einfach Lust drauf haben, denn sie schmecken uns allen sehr gut.

Zutaten

Brot, egal welches, nur süß sollte es nicht sein.
Tomatiges, wie Brotaufstrich auf Tomatenmarkbasis, Tomatenketchup oder Tomatensoße, etc.
Belag nach Belieben

und als Käseersatz gibt es Hefeschmelz:

1 EL Hefeflocken
1 TL Senf
1/3 TL Salz
2 EL Margarine
2 EL Mehl
100 -120 ml Wasser

Zubereitung

Brot ggfs vortoasten (Toastbrot toaste ich, Baguttescheiben oder Mischbrotscheiben lasse ich so).
Tomatenaufstrich auf die Brote streichen.
Nach Belieben die Brote belegen .

Alle Zutaten für den Hefeschmelz in einen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis die Masse kocht und andickt.
Noch warm auf den Broten verteilen .

Die Brote im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze um die 15 min backen.
Ich lasse die Brote so lange im Ofen, bis der Brotrand schön knusprig ist und der Hefeschmelz wie überbackener Käse aussieht.


Das Rezept für den Hefeschmelz habe ich aus dem Heft Veggiemania - Kochen ohne Tierleid.
Dort ist angegeben, dass man statt 1 EL Hefeflocken auch 1 Packung Trockenhefe oder 1 Würfel Frischhefe nehmen kann. Das habe ich aber nicht getestet. Ich bleibe lieber bei den Hefeflocken, die es z.B. von der Firma Rapunzel im Bio-Supermarkt gibt.

Die angegebene Menge Hefeschmelz soll etwa 100 g Käse ersetzen und kann auch für Aufläufe etc verwendet werden.
Er schmeckt auch pur als Brotaufstrich.

Mein Sohn liegt schon auf der Lauer. :-D

Matcha Shortcake 抹茶のショートケーキ


Shortcakes sind in Japan sehr beliebt. Standard ist der Ichigo Shortcake (Erdbeeren), aber auch der Chocolate Shortcake ist manchmal anzutreffen.
Ein Matcha Shortcake dagegen ist eher selten. Meist wird man eher die Matcha Cake Roll im Laden finden.

Das Magazin Nipponia hat einen interessanten Bericht über den Shortcake veröffentlicht: KLICK

Das Rezept für diesen Matcha Shortcake befindet sich in dem vorgestellten Buch "Matcha no okashi".
Der Shortcake schmeckt wirklich schön nach Matcha und ist schön locker und leicht und schnell aufgegessen, ganz so, wie es sich für einen Shortcake gehört.

Er  ist aber keine kulinarische Offenbarung. Aber darum geht es ja auch nicht. Ich möchte euch nicht den weltbesten, genialsten, umwerfendsten, wunderschönsten (bitte Liste der Superlative nach Belieben fortführen) Matchakuchen präsentieren, sondern schlichtweg einen klassischen, puristischen Matcha Shortcake.

Natürlich könnte man die Torte noch aufpeppen. Den untersten Boden könnten man mit Kuvertüre verschließen. Eine Cassis-Geleeschicht hinzufügen (für die Säure) und Mandelkrokant für den Biss.
Schmeckt bestimmt prima.
Aber dann ist es kein Shortcake mehr.

Hier also das Rezept für einen Shortcake, der die Vorzüge eines Shortcake mit einem schönen Matcha-Geschmack vereint. Nicht mehr aber auch nicht weniger.^^

Zutaten für eine Form von 15 cm Durchmesser

Boden
3 Eier (Gr. M)
70 g Zucker (--> mir reichen 60 g)
50 g Mehl
8 g Matcha (etwa 4 TL)
10 g Butter (--> ich empfehle 15 g)
15 ml Milch

Creme
250 g Schlagsahne
30 g Zucker
6 g Matcha
1 EL heißes Wasser

Sirup
4 EL Kuromitsu (alternativ dunkelbrauner Zucker)
2 EL Wasser

Zubereitung

Boden
Den Boden der Form mit Backpapier auslegen.
Mehl mit Matcha mischen und sieben.
In eine Schüssel (am besten Metall) die Eier und den Zucker geben.
Die Schüssel in ein heißes Wasserbad (größere Schüssel mit heißem Wasser drin) setzen und die Eier-Zucker-Mischung aufschlagen, bis die Masse 40°C erreicht hat. 
Schüssel aus dem Wasserbad nehmen. Die Masse aufschlagen bis sie weiß-cremig ist und man den "ribbon stage" erreicht.
Das Mehl-Matcha-Gemisch in drei Etappen auf die Masse sieben und jedes Mal zügig mit dem Schaber melieren (unterziehen).

Butter mit Milch erwärmen, bis die Butter schmilzt.
Anm.: Falls am Schaber nach dem Melieren eine dicke Paste kleben sollte, kann man diese in der Butter-Milch-Mischung glatt rühren.
Die lauwarme Mischung in zwei Etappen behutsam in die Biskuitmasse einrühren.

Masse in die Form gießen.


Im auf 180°C O/U-Hitze vorgeheizten Ofen ca. 20 min backen.


Anm. Wenn die Oberfläche sich wieder absenkt und sich bei Fingerdruck elastisch anfühlt, ist der Boden fertig gebacken.

Ist er etwas abgekühlt, aus der Form lösen und auf Backpapier auskühlen lassen.
Dann den Deckel abschneiden und den Boden in vier gleich hohe Böden schneiden.


Sirup
Sirup (bzw Zucker) und Wasser verrühren und kurz aufkochen lassen.

Creme
Matcha in dem heißen Wasser auflösen.
Sahne mit Zucker zu 70% cremig aufschlagen.
Aufgelöstes Matcha hinzufügen und die Sahne steif schlagen (zu 90%).

Zusammensetzen
Den unteren Boden mit Sirup bepinseln, und Matcha-Sahne auf dem Boden verteilen. In etwa so hoch wie der Boden dick ist.
Zweiten Boden auflegen. Mit Sirup tränken, mit Matcha-Sahne bestreichen.
Dritten Boden auflegen. Mit Sirup tränken, mit Matcha-Sahne bestreichen.
Vierten Boden auflegen und mit dem restlichen Sirup tränken.


Den Kuchen mit Matcha-Sahne komplett einstreichen und zum Anziehen in den Kühlschrank stellen.
Dann beliebig ausgarnieren.

Im Buch werden auf einen groben Einstrich einfach ein paar Minzeblättchen und schwarze Johannisbeeren gelegt.


Ich habe, da die Torte nur für uns bestimmt war, sie mit einfachen Spritzgarnierungen versehen und da noch irgendetwas fehlte, ein wenig mit Schokolade gespielt. :-P

Gut gekühlt servieren.
Ich mag Shortcakes am liebsten, wenn sie ein paar Stunden durchziehen können.


Motto: Backen wie in Japan.^^

Mittwoch, 27. August 2014

抹茶のお菓子 Süßspeisen mit Matcha


Da ich nun schon einige Rezepte aus diesem Buch getestet habe, wird es Zeit, dass ich es mal vorstelle.
Das Buch "Matcha no okashi" von Akiko Sakata wurde 2008 in Japan durch den Verlag "Ie no hikari kyôkai" herausgegeben.

Auch wenn Japan das Land des Matcha ist, so gibt es doch fast gar keine Bücher mit dem Thema Kochen oder Backen mit Matcha. Damals war dieses Buch, so weit ich das überblicke, das erste Buch, das speziell das Thema "Süßspeisen mit Matcha" behandelte. Klar, dass ich es in meinem Japanurlaub 2010 kaufen musste.^^
2012 kam dann ein zweites Buch über Süßspeisen mit Tee heraus, das Süßspeisen mit Matcha und Süßspeisen mit schwarzem Tee beinhaltete. Allerdings hat das Buch sehr schlechte Kritiken bekommen, so dass ich es mir in meinem nächsten Japanurlaub nicht kaufen werde.

Dieses Buch von Frau Sakata enthält verschiedene Grundrezepte mit Matcha, die das ganze Spektrum der beliebten Süßspeisen in Japan abdecken.
Wirklich raffiniert sind die Rezepte jedoch nicht. Auch das Aussehen ist, wie soll ich sagen, eher hausbacken.
Schicke Ausgarnierungen wie in der französischen Patisserie findet man hier nicht.
Was ja nicht schlecht sein muss. Wenn ich für uns alleine backe, garniere ich meine Süßspeisen auch nicht immer aus.

Nichtsdestotrotz haben bisher alle Rezepte geklappt und auch gut geschmeckt (auch wenn ich sie hier und da verbesserungswürdig finde) und ich denke, dass der ein oder andere auch seine Freude daran haben könnte.

Das Buch ist unterteilt in drei Kapitel.

Kapitel 1: Allseits bekannte Süßspeisen, bei denen man den Geschmack des Matcha genießen kann

Kapitel 2: Süßspeisen mit Matcha, die man Freunden leichten Herzens anbieten möchte
  • Matcha Choux à la crème
  • Matcha Chocolate
  • Matcha Mont Blanc
  • Matcha Madeleine
  • Matcha Macaron
  • Matcha Beignet
  • Matcha Churros
  • Matcha Soufflé
  • Apple Gratin
  • Matcha Sablé Salé
  • Matcha Jelly
  • Matcha Mushipan with Sakura
  • Matcha Crème bavaroise
  • Matcha Kasutera
  • Ujikintoki
Kapitel 3: Ein Leben mit Tee, um auch die Zeit alleine wertzuschätzen
  • Walnut Caramel
  • Icing Dry Figs
  • Iced Matcha
  • Matcha au lait
  • Matcha Milk Shake
  • Sweet Potato Shiruko


Was in dem Buch fehlt, sind Hinweise zum Umgang mit Matcha. Sehr schade. Zum Glück gibt es im deutschsprachigen Internet genug gute Informationsquellen.

Caramel Cashew Cookies


Das Rezept für diese Cookies habe ich auf einem Blog gefunden, den ich seit einiger Zeit abonniert habe.
Es ist der Blog "Liebe geht durch den Magen" von Vava. Ich habe ja ein Faible für Blogs mit asiatischem Einfluss, Nun, mit Asien haben diese Cookies zwar nichts zu tun, aber da ich gerade im Cookies Backrausch war, als Vava das Rezept postete, und ich Karamell als auch Cashewnüsse sehr mag, lag es natürlich nahe, diese Cookies gleich nachzubacken. Und es hat sich wirklich gelohnt. Mir haben sie ganz großartig geschmeckt.
Hier der Link zu Vavas Blogpost.

Zutaten

100 g Cashewkerne
50 g Zucker A
150 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Backnatron
110 g Butter
40 g Zucker B
40 g brauner Zucker B
1 Prise Salz
1 Ei
evt. 1 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma

Zubereitung

Cashewkerne grob hacken.
Zucker A hellbraun karamellisieren lassen, Nüsse hinzufügen, mit dem Karamell überziehen und etwas mitrösten lassen. Auf Backpapier auskühlen lassen.


Butter cremig rühren.
Zucker B hinzufügen (ich habe gemahlenen Rohrohrzucker und light brown soft sugar genommen) und cremig schlagen.
Ei, Salz und Aroma einrühren.
Mehl mit Backpulver und Natron mischen, auf die Masse sieben und einrühren.
Karamellisierte Nüsse zerkleinern (bei mir klebten sie zusammen) und unterziehen.

Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech setzen und etwas flach drücken. Am besten mit einer Gabel. Das gibt auch ein nettes Muster.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze ca. 12 -14 min backen.

Ein, zwei Minuten auf dem Blech lassen, damit die Cookies fest werden, dann vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.