Mittwoch, 22. Oktober 2014

Foodbloggercamp Berlin #fbcb14 Teil 4: Der zweite Tag des Camps

Gestern ist es spät geworden, doch an Durchschlafen (von Ausschlafen rede ich erst gar nicht) ist nicht zu denken. So gegen 4 Uhr früh kommt mein Sohn an mein Bett.
"Mama, kann ich bei dir schlafen?"
Er ist in letzter Zeit sehr Nähe bedürftig und so lasse ich ihn zwischen mir und meinem Mann Platz nehmen. Wobei mein Sohn eher auf meiner Seite schläft und ich so auf der Bettkante zu liegen komme. Da das nicht gerade bequem ist, beschließe ich nach ein wenig dösen, aufzustehen. Ich tapse in die Küche und backe Kuchen. :-D

Gestern Nachmittag hat sich nämlich herausgestellt, dass meine Tischnachbarn meine Kostproben verpasst haben und so wurde herumgescherzt, dass ich heute nur mit Kuchen erscheinen darf.
Eine Bitte nach Kuchen kann ich ja nur schwer abschlagen und da es noch früh ist, backe ich kurzerhand einen Milktea Chiffon Cake und nehme ihn gleich in der Form mit.

Als ich ankomme (zur gleichen Zeit wie gestern), ist der Raum noch ziemlich leer. Ein paar verschlafen wirkende Leute wuseln herum und bauen das Frühstücksbüffet auf.
Ich fühle mich irgendwie fehl am Platz und bin froh, dass ich die Zeit mit Kuchen schneiden sinnvoll nutzen kann.

Milktea Chiffon Cake

Dieses Mal stelle ich die Kuchenplatte gleich bei uns auf den Tisch, denn laut Jans Aussage gibt es heute eh genug Kuchen.

Heute probiere ich zum Frühstück das BuntWild Knusper Streusel Müsli aus. Dazu gibt es Obst und leckeres Brot (Sechskornbrot von Märkisch Landbrot) und veganen Aufstrich aus der gestrigen Session "Frühstücken ohne Kuhmilch" von Lina.
Vor allem der Cashew Cream Cheese schmeckt mir sehr gut.^^


Der Anblick von Kameras und Handys ist auf dem Camp übrigens Standard. Foodblogger unter sich eben. :-P

Nach dem Frühstück geht es weiter mit der Sessionplanung. Auf einer extra Tafel hängen alle Sessions des gestrigen Tages aus und jeder, der sich eine Wiederholung wünscht, kann dies durch Aufkleben eines Punktes auf dem Sessionzettel kundtun.
Tolle Sache.
Die gefragtesten Sessions (wenn der Sessiongeber dazu bereit ist natürlich) finden dann heute wieder statt.
Dazu kommen wieder neue Sessionangebote und so gibt es auch heute ein vielfältiges Programm.


Von 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr findet heute die erste Session statt.

Zur Auswahl stehen:
  • "How to make Pancit" (philippinische Küche) von Kathrin
  • "Urheberrecht ist sexy" von Jule und Sabine
  • "Bloggerwünsche an Sponsoren und Monetarisierung" von Karin
  • "Supperclub" von Sophia
  • "Edelpilze im Blumentopf züchten" von Ralph
Bis auf den letzten Punkt interessieren mich alle Sessions. Oh je, welche soll ich nehmen?
Letztendlich siegt wieder der Sympathie-Aspekt und ich gehe zu Kathrins Session, da ich mich bei ihr am besten aufgehoben fühle. :-)




Es ist interessant zuzusehen, aber wir alle helfen auch schnibbeln. Ich kümmere mich um den Spitzkohl.^^
Nebenbei erzählt uns Kathrin etwas über die philippinische Küche.

Eine riesige Menge an Glasnudelsalat entsteht, der wirklich richtig köstlich schmeckt. Mein heutiges Mittagessen ist gesichert. :-D

Von 12:00 Uhr bis 12:45 Uhr gibt es vor dem Mittagessen noch eine weitere Session.

Zur Auswahl stehen:
  • "Geflügel zerlegen, Mittagessen und Sushi zubereiten" von Marco und Manja
  • "Onigiri" von Manja
  • "Lila Hanfstampf und Basilikum Falafel" von Sophia
  • "Wordpress selber hosten" von Jan Helke
  • "Pilzrezepte-Austausch" von Ralph
  • "Video - Erfahrungen und Austausch" von Krauts
Dieses Mal fällt mir die Wahl leicht. Ich schaue Sophia zu, wie sie ihr buntes Superfood zaubert und lerne, was man mit Hanföl und Hanfsamen so alles anfangen kann und dass die Kombination von zerstoßenem Cubemen-Pfeffer mit Smoked Sea Salt und Macis richtig herrlich duftet und schmeckt.


Bis 14:30 Uhr ist nun Mittagspause.

Dieses Mal ist reichlich da und ich probiere mich durch die verschiedenen Speisen:
Der Glasnudelsalat (lecker, lecker) darf natürlich nicht fehlen, dahinter Jans "gebackene Suppe" (mmh, schmeckt mir), der lila Stampf (mmh, köstlich) mit den Falafeln (nicht ganz meine Welt) und etwas Shrimpsoße ohne Nudeln, da ich kein Pasta-Fan bin und nur mal probieren möchte.



Es gibt noch viel mehr und ich hätte gerne noch dies und das probiert, aber leider bin ich kein großer Esser und immer viel zu schnell satt. T_T (Hatte ja vorhin schon einen Teller mit Glasnudelsalat. ^^;;)

In der Mittagspause wird natürlich auch viel gequatscht. Meine linke Nachbarin fragt quer über den Tisch Manja, die die Session "Onigiri" gab, wie man denn "Onigiri" schreibt.
Daraufhin meine rechte Tischnachbarin zu mir: " Wieso fragt sie dich nicht?"
"Keine Ahnung." Vielleicht ist ihr nicht bewusst, dass "Onigiri" aus Japan kommt. o_O

Für alle, die nicht wissen, was Onigiri sind:
Onigiri bestehen aus frisch gekochtem Reis, der in der Regel gesalzen wird (normalerweise salzen Japaner ihren Reis nicht) und gefüllt oder ungefüllt zu einem handlichen Happen geformt wird.
Meist werden Onigiri noch mit einem geröstetem Seetangblatt (Yakinori) versehen.
Im Gegensatz zu Sushi wird der Reis für Onigiri nicht gesäuert.


Von 14:30 Uhr bis 15:15 Uhr gibt es wieder Sessions.
  • "Messer wetzen und schärfen" von Viola Wüsthof und Arne Schulenberg
  • "Foodstyling" von Lena und Denise
  • "Mehr über Barcamps" von Jan
Die Session "Messer schärfen" war meine Wunschsession, da ich gestern schon nicht dazu gekommen bin. Viola erklärt uns den Unterschied zwischen Wetzstahl und Schleifstein und zeigt uns, wie man beide richtig handhabt. Dann dürfen wir unsere mitgebrachten stumpfen Messer schärfen und Viola korrigiert unsere Fehler. Selbst Hand anzulegen und es dann noch einmal richtig gezeigt zu bekommen, ist doch immer am lehrreichsten.
Ich bin erstaunt, wie scharf mein Messer geworden ist. Tja, was soll ich sagen? "Ich brauche jetzt so einen Schleifstein! Jawohl!" :-D

Mit einem Schleifstein habe ich früher schon mal geliebäugelt, aber da ich keine Ahnung hatte, wie man ihn verwendet und Angst hatte, irgendetwas falsch zu machen und so meine Messer zu ruinieren, habe ich stets davon abgesehen.
Für mich war diese Session daher ein echter Gewinn.

Um 15:30 Uhr stehen folgende Sessions zur Auswahl:
  • "Getränke selber machen" von Melanie
  • "Sketchnotes" von Nicole
  • "Essbare Wildpflanzen Teil 1" von Peggy und Markus
  • "Fleisch und Verwendungsmöglichkeiten" von Sandra
Die Entscheidung fällt leicht. "Essbare Wildpflanzen" ist ein interessantes Thema und Peggy und Markus sind sympathische Menschen.
Und es lohnt sich wirklich. Durch den Besuch der Session kann ich ein wenig meine Hemmungen abbauen gegenüber dem Pflücken von Wildpflanzen. Denn Peggy und Markus stellen nicht nur ein paar Pflanzen vor, sondern erzählen auch etwas darüber, wie man pflückt und worauf man achten muss.
Und es gibt auch Kostproben wie kandierte Vogelbeeren und eingelegte Kornelkirschen. Beides sehr fein!
Wer weiß, vielleicht pflücke ich tatsächlich nächstes Frühjahr ein paar Wildkräuter. :-D

Von 16:30 Uhr bis 17:15 Uhr findet schließlich die letzte Session des Foodbloggercamps Berlin statt.
  • "Gedeckter Tisch" von Simone
  • "Schöne Bilder mit Photoshop" von Denise
  • "Essbare Wildpflanzen - Teil 2" von Peggy und Markus
  • "Essen im Comic" von Arne
Hier fällt mir die Entscheidung wieder etwas schwerer, da ich alle vier Sessions interessant finde und am liebsten überall hingehen würde.
Meine Liebe zu schönem Porzellan siegt letztendlich und ich nehme an der Session "Gedeckter Tisch" von Simone von Villeroy und Boch teil.
Simone erzählt uns erst einmal etwas über die neue Kollektion "Artesano Provencal Verdure", wie sie entstanden ist, worauf es ankommt. Ich finde den Vortrag sehr, sehr spannend und stelle viele Fragen. :-)
Zum Schluss dürfen wir grüppchenweise mit dem Geschirr den Tisch eindecken.
Auch das ist eine für mich sehr inspirierende Angelegenheit, denn ich hätte nicht gedacht, dass man durch z.B. verschiedene Farben bei den Sets so unterschiedliche Stimmungen einfangen kann.



Die Sessions sind beendet. Alle versammeln sich im großen Raum. Es folgt die Abschlussrunde.

Wer wollte, konnte einen Teller mitbringen und konnte per Wichteln dafür einen anderen Teller eines anderen Bloggers mitnehmen. Ich kenne mich mit Wichteln nicht so aus und wusste nicht, was für eine Art von Teller man da mitnimmt. Aber da es hieß, er solle für Blogfotos geeignet sein, habe ich mich für einen hochwertigen handbemalten Teller mit Goldrand entschieden ...


Für alle, die beim Tellerwichteln teilnahmen, gibt es von Villeroy & Boch einen Weihnachtsteller als Danke schön. *freu*


Dann werden noch einige Sachen verlost und die Organisatoren Jan und Melanie bedanken sich bei den Helfern und den vielen Sponsoren:

Villeroy & Boch Wüsthof REWE Kochatelier nu3 SonnentorSüdtirol Deli Jamie Küchenatlas Kikkoman Hädecke Plose XBuntwildX Schokolade trifft Kunst XGAZIX Pilzpaket walls.io Brandwatch

Zum Schluss gibt es noch ein Goodie-Bag, wobei es genau genommen zwei volle Tüten waren mit vielen schönen Artikeln von den Sponsoren.
Ich habe mich vor allem über das Messer von Wüsthof gefreut. ^__^

Die Teilnehmer, die mit Flugzeug abreisen, können sich die Goodies sogar nachschicken lassen.
Eine richtig tolle Sache. Alle anderen verstauen ihre Sachen, so gut es geht.



Das nächste Foodbloggercamp findet am 28.2. und 1.3. in Reutlingen statt.
Für mich sehr weit weg, nichtsdestotrotz würde ich da wirklich gerne hinfahren. Vielleicht klappt es ja und ich kann die Teilnahme mit einem Besuch meiner Freundin in Leonberg bei Stuttgart verbinden. :-)
Für alle, die nun auch gerne an einem Foodbloggercamp teilnehmen möchten, hier der Link zur Seite des Foodbloggercamps: FOODBLOGGERCAMP
Auf der Seite "Rückblick" findet ihr unter dem Stichwort "Recaps" Rückblicke von anderen Teilnehmern mit vielen schönen Fotos.
Oder ihr googelt einfach nach "#fbcb14". Dann findet ihr jede Menge Berichte und Fotos zum Foodbloggercamp 2014 in Berlin. :-D

Für mich hat sich die Teilnahme wirklich gelohnt und ich freue mich darauf, wieder bei einem Camp dabei zu sein.
Vielleicht treffe ich ja dann einen von euch? :-D

Foodbloggercamp Berlin #fbcb14 Teil 1: Gedanken im Vorfeld
Foodbloggercamp Berlin #fbcb14 Teil 2: Meine ersten Eindrücke
Foodbloggercamp Berlin #fbcb14 Teil 3: Die Sessions am Freitag
Foodbloggercamp Berlin #fbcb14 Teil 4: Der zweite Tag des Camps

Sonntag, 19. Oktober 2014

Tiramisu Cupcake


Heute ist bei Natali von "Luna's Philosophy" mein erster Gastbeitrag erschienen.
Ich habe vorher noch nie einen Gastbeitrag verfasst und war bei der Anfrage, ob ich für sie einen schreiben würde dementsprechend nervös und gleichzeitig fühlte ich mich sehr geehrt.

Klar, dass ich da freudig zugesagt habe. Aber worüber schreiben? Da kam mir der Zufall zu Hilfe.
Mitte Juli veröffentlichte Natali auf ihrem Blog eine Buchrezension über "Süße Sünden"von der Hummingbird Bakery London.
Ein Buch, das ich auch besitze.
Aus dem Buch hatte ich bisher diese Tiramisu Cupcakes gebacken, das Rezept aber noch nicht gepostet gehabt. Das passt doch, dachte ich mir.

Und so gab es für Natali die Tiramisu Cupcakes mit all meinen Anmerkungen zum Rezept, so dass sie, wenn sie es mal nachbäckt, nicht auf die gleichen Probleme stößt wie ich.

Ich habe das Rezept als vegane Version bereits auf meinem Blog vorgestellt:
Vegane Kaffee-Cupcakes mit Tôfucreme.

Wer sich also für die nicht-vegane Version mit Mascarpone interessiert, schaut am besten bei ihr. :-D


Freitag, 17. Oktober 2014

Apfelkuchen Elsässer Art - Frankreich lässt grüßen



Googelt man nach "Apfelkuchen Elsässer Art" erhält man viele Treffer. Auch die Bilderflut bezeugt, dass dieser Kuchen allseits bekannt und beliebt ist. So kennt man ihn auch außerhalb des Elsaß.
Wie es so meine Art ist, habe ich gleich mal verschiedene Rezepte verglichen. Sie unterscheiden sich meist in den Zutatenmengen beim Mürbeteig wie auch im Eierguss. Die Grundzutaten sind aber gleich.

In meinem französischen Tarte-Buch gibt es auch ein Rezept zu diesem Kuchen, das sich "Tarte aux reinettes à l'alsacienne" nennt.

Ich habe das Rezept aus meinen zwei Teubner-Büchern.
Genauer gesagt hatte ich mal wieder in meinen alten Backbüchern geblättert und bin in dem Buch von Christian Teubner "Backen - Die 100 besten Rezepte aus aller Welt" bei diesem Apfelkuchenrezept hängengeblieben.
Bei meinem Rezeptevergleich im Netz und bei mir fiel mir dann auf, dass ich den Kuchen schon einmal gebacken hatte.
Denn es steht auch in meinem Buch "gut backen - Die besondere Backschule" von Christian Teubner drin. Und zwar mit dem Hinweis von mir "sehr lecker". :-D

Was diesen Kuchen betrifft, hat sich mein Geschmack jedenfalls nicht geändert. Ich finde ihn warm wie auch kalt immer noch köstlich.^^
Und wenn ich mir so die anderen Rezepte im Netz anschaue, kann ich nur sagen, ich bleibe diesem hier treu.


Zutaten für eine Quicheform von 28 cm Durchmesser laut Buch

Anm.: Ich habe meine Pieform von 23 cm Durchmesser (oben gemessen) verwendet.


Dadurch blieb etwas Mürbeteig übrig und ich habe einen Apfel weniger benötigt.
Die Eiergussmenge ließ ich gleich.

Mürbeteig
220 g Mehl
110 g Butter
50 g Puderzucker
1 Eigelb
1 Prise Salz

Belag
1 kg säuerliche Äpfel (ca. 5 Äpfel)
2 EL Zitronensaft

Eierguss
90 g Zucker
3 Eier
125 ml Sahne
abgeriebene Schale einer Zitrone (unbehandelt)

Puderzucker zum Überstauben

Zubereitung

Mürbeteig
Mehl in eine weite Schüssel sieben.
Kalte Butter in Stückchen dazugeben und mit dem Mehl zu einer sandigen Masse zerreiben.
Puderzucker mit Eigelb und Salz verrühren, dazugeben und durch Hackbewegungen alles miteinander vermengen bis der Teig homogen ist.
In Folie gewickelt mind. 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Form dünn fetten.
Teig etwa 3 mm dick ausrollen und die Form damit auslegen. Auch den Rand.
Überstehenden Rand abschneiden.

Belag
Äpfel schälen, vierteln und entkernen.
Die Außenseite der Länge nach einschneiden (im französischen Tartebuch werden die Apfelstücke rautenförmig eingeschnitten) und die Apfelstücke auf dem Teigboden verteilen.

Eierguss
Zucker, Eier, Sahne und Zitronenschale verrühren und über die Äpfel gießen.

Backen
Im vorgeheizten Ofen bei 190°C O/U-Hitze ca. 30 min backen,


Nach Belieben mit Puderzucker abstauben (mag mein Mann nicht so, daher nur eine Ecke).


Und noch lauwarm servieren.


Mir schmeckt der Kuchen aber auch kalt sehr gut.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Wochenrückblick 6.10. - 12.10.

Montag, der 6. Oktober 2014

Die 26 Karamellküchlein für den Kindergarten anlässlich Ms Geburtstag am Sonntag sind verpackt.
Werden sie den Kindern schmecken? Hoffentlich sind sie nicht zu trocken geworden.
Immer diese lästigen Zweifel. Gebäck aus Amerikaner-Teig mit Karamellgeschmack, einer Karamell-Puddingfüllung, einer Karamell-Schokoladenglasur und Schokoladenraspeln sollte eigentlich jedem Kind schmecken. ^^;;


Zu Hause teste ich mein Probestück. Ja, mir schmeckt es. :-D

Karamellküchlein

Beim Abholen erzählt mir Kazu gleich, dass sie alles aufgegessen haben und dass er sogar zwei Stück gegessen hat.
Puh. Dann ist ja gut.

Am Vormittag war ich beim Bürgeramt, um Kazus Kinderreisepass bezüglich des Fotos aktualisieren zu lassen.
"Nur mit Termin" heißt es, "telefonisch mit der Zentrale vereinbaren".
Seufz. Die waren auch schon mal freundlicher. Unverrichteter Dinge gehe ich wieder heim.

Dienstag, der 7. Oktober 2014

Kazu zur Kita bringen, von der Kita gleich weiter zur Physiotherapie, dann ab nach Hause.
Das nächste Kuchenprojekt steht an. Am Mittwoch hat ein anderes Kind aus Kazus Kindergartengruppe Geburtstag. Ich habe angeboten, dem Geburtstagskind als Geschenk eine Geburtstagstorte zu backen und mich für die beliebte Bärchentorte entschieden.
Und so backe ich heute vormittag schon mal die Kuchenböden (Sacherböden).


Kazu abholen, nachmittags zum Judo und von da gehe ich gleich weiter zum Elternabend im Kindergarten, während mein Mann dann Kazu vom Judo abholt.
Spät abends setze ich noch die Torte mit der Sahnecreme zusammen, damit die Torte schön durchziehen kann.
Uff.

Mittwoch, der 8. Oktober 2014

Während Kazu in der Kita ist, widme ich mich weiter dem Bärenkuchen.
Die Buttercreme wird angerührt und der Kuchen fertiggestellt.


Die zum Geburtstag eingeladenen Kinder werden direkt von der Kita eingesammelt und in den Wald gefahren, wo sie auf Schatzsuche gehen. Um 16:45 Uhr heißt es, werden sie zurück sein. Dann wird im Saal der Stadtmission (gleich neben der Kita) der Geburtstag gefeiert.
Wir Eltern wurden zu 16:30 Uhr hergebeten.

Ich bin mit meiner Torte pünktlich um halb fünf Uhr da. Doch was ist? Die Kinder sind bereits am Kuchen essen und fast fertig.
Sie haben den Schatz schneller gefunden als gedacht und sind daher früher zurück.
Nun sind sie satt und keiner mag mehr probieren. Ich bin ganz ehrlich gesagt enttäuscht und es macht mir mehr zu schaffen, als ich gedacht hätte.

Donnerstag, der 9. Oktober 2014

Heute früh backe ich mal wieder den Yoghurt Pomme Pomme.
Dieses mal mit "Zucker & Stevia" und in Muffinförmchen.


Mmh, immer wieder lecker. Kazu und ich genehmigen uns jeder einen zum Frühstück.
Ein weiterer wandert in die Vesperdose.

Kazu in die Kita bringen, dann gleich weiter zur Physiotherapie. Es ist mein letzter Termin und der Therapeut zeigt mir noch ein paar Übungen für Zuhause. Ganz schön anstrengend.
Von der Physio geht es direkt weiter zur Psychotherapie, wo wir heute das Verhältnis zu meiner Mutter besprechen. Auch nicht gerade einfach.
Trotzdem geht es mir gut, auch wenn ich physisch und psychisch gefordert wurde.
Die Blockade in meiner Schulter ist weg und die Psychotherapie ist im Hinblick auf meine Mutter-Tochter-Beziehungsproblematik wie ein Rettungsring.
Und so fühle ich mich positiv geladen, was dazu führt, dass ich im Bio-Supermarkt mal wieder etwas mehr einkaufe als eigentlich geplant. :-P

Freitag, der 10. Oktober 2014

Heute möchte ich einige Sachen erledigen. Zuerst geht es zu meiner Allgemeinärztin, um mir einen Überweisungsschein zu holen, doch mir wird gesagt, dass ich den gar nicht mehr benötige. Egal, die Praxis liegt auf dem Weg zum Bahnhof, war also kein großer Umweg.
Ab nach Steglitz zu meiner Frauenärztin, Rezept besorgen. Dann möchte ich zu Karstadt zum Uhrenservice. Ich zögere, denn in der Nähe gibt es eine Buchhandlung. Es ist ein klitzekleiner Umweg. ...
Und schon bin ich auf dem Weg dorthin. Hach, ich liebe Bücher.
Hier geschaut, dort geschaut, schlussendlich lande ich bei den Kochbüchern. Wow, gibt es mittlerweile viele Bücher über die vegane Küche. *staun*
Doch das vegane Kochbuch, das mich interessiert, haben sie leider nicht da.
Ich hätte gerne mal einen Blick in das Buch von Alicia Silverstone "Meine Rezepte für eine bessere Welt" geworfen.
Dafür gibt es das andere Buch, das ganz oben auf meiner "Must Have"-Liste steht. Es ist das Patisserie-Buch von William Curley, das ich demnächst noch gesondert vorstellen werde.
Das Buch ist eingeschweißt. Super. Ich weiß zwar nicht, wie es innen drin aussieht, aber das Wenige, was ich im Netz bisher gesehen habe, reicht aus. Ein absolutes Must-Have-Buch und so kommt es mit. :-)

Nun aber ab zu Karstadt. Ich habe mir in Stuttgart in meine alte Armbanduhr eine neue Batterie einlegen lassen, doch es hatte sich herausgestellt, dass meine Uhr nicht mehr gehen wollte.
Ich bitte die Dame vom Uhrenservice, mir die Batterie in meine andere Uhr einzusetzen. Sie klärt mich auf, dass ich eigentlich zu Marburger müsste, ist aber so freundlich, und setzt mir die Batterie trotzdem um, ohne dass es mich etwas kostet. Es gibt auch guten Service in Berlin!

Mein letzter Punkt auf meiner Liste ist VinhLoi, der Asia-Supermarkt in Steglitz.
Vollbeladen geht es nach Hause.
Es ist spät geworden und ich habe gerade mal Zeit, meinen Einkauf zu verstauen, eine Kleinigkeit zu essen und dann muss ich auch schon wieder los, Kazu abholen.
Früher als üblich, denn heute hat die Evangelische Schule in Berlin-Buch ihren Tag der offenen Tür.

Um 15:00 Uhr soll es da eine Theateraufführung geben und so sitzen Kazu und ich erwartungsvoll im umgebauten Speiseraum. Ich schaue auf meine Uhr. Noch zwanzig Minuten. Hm, so lange noch warten? Da kommen die aufführenden Kinder herein. Häh? Ein Blick auf meine Handy-Uhr schafft Klarheit. Meine Armbanduhr Nr.2 ist ebenfalls stehengeblieben .
Die über 10 Jahre Rumliegerei haben ihnen wohl den Rest gegeben. Eine dritte Uhr hätte ich noch ...
Aber ich habe meine Zweifel, dass sie funktionieren wird. :-(((

Der "Tag der offenen Tür" bringt viele positive Eindrücke. Die Lehrer, mit denen ich mich unterhalte, machen alle einen sehr sympathischen Eindruck, die Klassenzimmer wirken hell und freundlich.
Kazu setzt sich an einen der Tische in der 1a. "Mama, hier möchte ich später auch sein" gibt er kund.
Sein Bauchgefühl ist offenbar auch gut. :-)
Ich treffe Bekannte aus der Kirche, aus dem Kindergarten und vom Judo ist auch ein Junge an der Schule, der uns gleich freudig begrüßt. Wenn Kazu hier zur Schule geht, wird er das ein oder andere Kind bereits kennen. Eine schöne Sache.

Mitte November ist dann der Tag der offenen Tür der Montessori Schule. Die möchte ich mir auf jeden Fall auch noch einmal anschauen. Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich Kazu mitnehmen soll oder nicht. Was meint Ihr?

Samstag, der 11. Oktober 2014

Das Wochenende fängt bei mir mit Kuchen backen an. Endlich mal wieder Kuchen backen! :-P
Ich teste ein Rezept für einen Apfelkuchen nach Elsässer Art und bin begeistert. Lecker!
Den werde ich für den Kirchenbasar backen.^^ (Rezept folgt)


Nachmittags fahren Kazu und ich zu meiner Schwester, wo wir uns mit Babasan (Anm.: meiner Mutter) treffen. Am Zielbahnhof kehren wir in den Blumenladen ein und jeder sucht sich eine Blume für Babasan aus. Kazu wählt eine gelbe Blume aus in Pompon-Form (ich glaube, es ist eine Chrysantheme), ich wähle eine lila Orchidee (diese kleine Blüten), da meine Mutter mal sagte, dass sie diese besonders mag.
Meine Mutter ist schon da und öffnet uns die Tür, So können wir ihr gleich die Blumen überreichen.
Sie nimmt sie in Empfang, als wäre das das Natürlichste der Welt, als hätte ich die Post mit hochgebracht oder so.
Aber so kenne ich das von ihr. Sie gibt mir stets das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen.

Nun ja. Wir, also meine Mutter, meine Schwester und Sohn und Kazu und ich gehen los. Unser Ziel ist zu Fuß zu erreichen und ist das Café Aux Délices Normands in der Pfalzburger Str.
Die meisten der fein aussehenden kleinen Torten sind mit Alkohol aromatisiert. Nicht viel, aber für kleine Kinder keine Wahl. So bekommt Kazu ein (in meinen Augen viel zu großes) Stück Tarte au Mousse au Chocolat und ich wähle eine Spinatquiche und eine Zitronentarte.

Die Quiche schmeckt ganz hervorragend. Schön leicht durch den Eierstich. Auch den Boden finde ich gelungen.
Die Tarte au Citron ist auch gut, könnte aber säuerlicher sein.
Die Mousse au Chocolat mundet (ist aber nicht meine Welt), aber das Stück war wirklich zu groß und Kazu lässt von selbst etwas übrig. Was mir zeigt, dass ich ruhig Vertrauen in mein Kind haben kann. Er hat ein gesundes Sättigungsgefühl.^^
Meine Schwester bestellt sich eine Cassis-Torte. Die Mousse ist wirklich fein und den Alkohol schmeckt man nicht. Köstlich.

Anschließend geht es rüber auf die andere Seite des Platzes, wo es eine Eisdiele gibt.
"Sweet2go" heißt sie und das Eis kann überzeugen. Meine Kugel Orange-Joghurt schmeckt sehr fein.

Mit vollen Bäuchen treten wir den Heimweg an. Kazu nimmt seinen Cousin an die Hand und spielt ganz toll mit ihm. Er wäre sicherlich ein fantastischer großer Bruder. Aber ein Geschwisterchen wird es nicht geben. Muss ich mich eben öfter mit meiner Schwester treffen. :-D


Auf dem Heimweg wage ich den Vorstoß und spreche meine Mutter an.
Ich weise sie daraufhin, dass die Blumen eine Geste der Dankbarkeit und Anerkennung waren. Dass ich es z.B. ganz toll fand, dass sie extra gekommen ist, um sich Kazus Theaterstück anzuschauen.
Aber dass ich nicht weiß, ob das bei ihr angekommen ist.

Ich kann nicht mehr genau wiedergeben, was sie geantwortet hat. Wahrscheinlich ein Schutzmechanismus.
Jedenfalls sagte sie in etwa, ich sei nun mal ein schwieriges Kind, ich habe ihr damals schlimme, hässliche Dinge gesagt, und sie könne eh nicht mit mir, aber jetzt mit dem Alter habe sie gelernt, alles runterzuschlucken und sich nicht mehr zu beschweren.

Dadurch dass meine Mutter sich nun selbst als Opfer hinstellt, habe ich keine Chance, an sie heranzukommen, außer mich selbst noch weiter zu erniedrigen.
Glücklicherweise trifft mich ihre Zurückweisung nicht so hart wie sonst.
Mein Psychotherapeut meint, das liegt daran, dass ich als Erwachsenen-Ich zu ihr gesprochen habe und nicht als Kind-Ich.

Meine Mutter kann ich nicht ändern. Ich habe jahrelang versucht, ein gutes Verhältnis zu ihr aufzubauen, aber ihre Ablehnung mir gegenüber sitzt anscheinend tiefer als gedacht.
Mein Therapeut meint, dass ich nun lernen muss, mich von ihr zu lösen und von dem Wunsch, Liebe und Anerkennung von ihr zu bekommen. Und stattdessen meinem Kind-Ich, das sich nach der Liebe der Mutter sehnt, als Erwachsenen-Ich die Anerkennung zu geben. Stärkung des Selbtwertgefühls eben.

Wie dem auch sei, war es ein netter Nachmittag. Denn es war schön zu sehen, wie die beiden Cousins miteinander spielen. Kinder verbinden.

Sonntag, der 12. Oktober 2014

Heute teste ich mal wieder ein neues Brötchenrezept aus. Matcha Brötchen. Sehr schön, aber mir fehlt ein wenig der Wow-Effekt. Nichtsdestotrotz wird es ein Repeat geben.^^


Und da ich so viele Eiweiße über habe und gerade überhaupt keine Lust auf Macarons verspüre, backe ich nachmittags noch einen Angel Food Cake.


Das getestete Rezept ähnelt dem von Siefert, ich muss aber sagen, dass mir Sieferts Angelcake besser gefällt.

Uff, geschafft. Seit Montag (13.10.) sitze ich bereits an diesem Post. Das hat dieses Mal ganz schön gedauert und der vierte Teil zum Foodbloggercamp fehlt auch noch.
Aber ich bin froh, dass ich mittlerweile ein gesundes Verhältnis zum Bloggen bekommen habe, und nicht mehr den Zwang verspüre, jeden Tag etwas bloggen zu müssen. Ja, ja solche Tage gab es auch mal. ^^;;

Genießt das Leben!