Samstag, 29. August 2015

Japanurlaub 2015, 22.1.

Donnerstag, der 22. Januar 2015

Meine Mutter hatte an Kazus Geburtstag nicht nur den Riesen-Windbeutel gekauft, sondern auch eine Fruits Roll von Salon du Mon Cher mitgebracht. Der Salon du Mon Cher ist berühmt für seine Biskuitrollen und so freue ich mich ganz besonders aufs Probieren.
Beide Kuchen versüßen uns das heutige Frühstück. ^__^


Als Obst gibt es heute dazu eine Dekopon. Das ist eine japanische Mandarinensorte, zu erkennen an der markanten Form. Sie schmeckt wie eine Mischung aus Mandarine und Grapefruit.


Nach dem Frühstück trinke ich in Ruhe noch meinen Tee und schaue mir die Zeitungsbeilage an.


Einmal alles bitte! *g*

Heute fahren Babasan, Kazu und ich gemeinsam zum Midland Square. Während meine Mutter dort etwas zu erledigen hat, nutzen Kazu und ich die Zeit, um noch einmal alles zu fotografieren.

Das Morning Set Angebot vom Café Tendresse und die Karte:
Das linke Set kostet inklusive Kaffee oder Tee 526 Yen, das rechte 629 Yen. Da eine Tasse Kaffee oder Tee bereits gute 400 Yen kostet, heißt das, der Teller mit dem Toast + Beilagen kostet nur 100–200 Yen, was beim derzeitigen Kurs 0,80 €–1,50 € wären.
Daher sind die Morning Sets, für die Nagoya berühmt ist, sehr beliebt.


Im Nachbargeschäft Fortnum & Mason kann man ebenfalls frühstücken.
Links und rechts zwei Sorten eines English Muffin Sandwich Sets für je 864 Yen, in der Mitte Egg Benedict für 1944 Yen.


Die Tasse Premium Kaffee kostet 864 Yen, die Tasse Tee 972 Yen.


Für den Nachmittag gibt es ein Cake Set. So etwas würde ich auch gerne mal probieren.
Very britisch. :-D


Gehobene Preise, gehobenes Ambiente:


Und auch der Salon du Mon Cher hat ein Frühstücksangebot. Z.B. das Morning Pancake Set für 100 Yen.




Wir schauen uns weiter um und entdecken einen kleinen feinen Geschirrladen.
Dort gibt es so viele schöne Sachen, die ich mir gerne gekauft hätte. Ich begnüge mich mit Fotografieren.




Meine Mutter ist zurück und nun gehen wir Mittag essen. Ich habe mir gewünscht, noch einmal gegrillten Fisch zu essen und so geht es zu einem Fischrestaurant in der unterirdischen Einkaufsstraße.
Es ist 11:30 Uhr und so bekommen wir problemlos einen Tisch. Ab 12:00 Uhr stürmen die Geschäftsleute den Laden, so dass man keinen Tisch mehr bekommen soll, da der Laden sehr beliebt ist. Und um es vorneweg zu nehmen. Es wurde tatsächlich richtig voll.



Kazu, der seine Jacke nicht ausziehen will.

Ich bestelle mir wieder gegrillten Felsfisch (mebaru no shioyaki), dazu bestellt meine Mutter noch ein Menü, das Tempura und Sashimi enthält.



Das Essen schmeckt ausgezeichnet! Eine echte Empfehlung.

Nach dem Mittagessen gehen wir ins Kaufhaus. Anlässlich des Valentinstags am 14.2. gibt es überall gesonderte Verkaufsflächen.

Schokolade, Schokolade, Schokolade! *_*
Aaaaah, wie super ist das denn?!

Ich hätte am liebsten alles fotografiert, habe es aber vor lauter Staunen meist vergessen oder kam nicht dazu, weil es so voll war.
Am Wochenende (in Japan haben die Geschäfte auch am Sonntag auf) soll es so proppen voll sein, dass kein Durchkommen mehr ist.

Das rote Schild sagt aus, dass hier die Warteschlange für das Gebäck von Audrey ist.


An vielen Ständen gibt es Kostproben. Ich kann gar nicht so viel probieren wie möglich gewesen wäre.

Bei diesen Hanafuda-Karten aus Schokolade (!) muss ich die Kamera zücken.


Wir kaufen uns ein Schokolade-Mango-Softeis beim Stand von Pierre Marcolini.


Dann kommen wir an einem Stand von Riesen-Matcha-Pocky (Mikado) vorbei.
Die müssen etwa 25 cm lang sein!


Und diese Tierchen-Pralinen finden wir herzallerliebst *_*:



Ich habe vor, mir beim Stand von einem berühmten Patissier, dessen Namen ich nicht mehr weiß, ein Schokoladen-Kombu-Küchlein mit flüssigem Kern zu kaufen. Doch als ich am Stand ankomme, ist dort eine lange Schlange. Knapp 45 min Wartezeit sagt das Schild aus. Uff. Wenn ich alleine hier wäre, hätte ich mich vielleicht angestellt, aber meine Mutter und Kazu mag ich so lange nicht warten lassen.

Es gibt nicht nur Schokolade hier, sondern auch Kuchen zu kaufen. Ein paar fotografier ich. Leider lässt die Qualität zu wünschen. :-(


Wir suchen die Toilette auf und lassen uns dann von Kazu fotografieren.



Wir sind geschafft. Das reicht für heute.
Beim Herunterfahren mit der Rolltreppe kommen wir am Lieblingsdesigner meiner Mutter vorbei: Issey Miyake. (Mein Fall ist es nicht.)


Während meine Mutter nach Hause fährt, laufe ich mit Kazu noch zu Fuß zum Back-Fachgeschäft Kikuya, um die letzten Besorgungen zu tätigen. Außerdem haben Kazu und ich Bewegungsbedarf.
So vollgefuttert wie wir sind.

Schade, dass wir bald abfliegen. Ich wäre gerne noch einmal durch die ganzen Schokoladenstände geschlendert.

Donnerstag, 27. August 2015

Zwetschgenkuchen / Zwetschgendatschi


Der Zwetschgendatschi ist ein echter Klassiker. Auch für mich zählt er zu den Kindheitserinnerungen. Hefeteig mit Zwetschgen belegt, dazu meist ein Klecks Schlagsahne.
Und nervige Wespen. Die gehörten irgendwie immer dazu. :-D

Zutaten für ein Blech von 38 cm x 25 cm

Hefeteig
300 g Mehl Type 550
6 g Trockenbackhefe
40 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
160 ml Milch
40 g Butter
1 Prise Salz
40 g Ei (16 g Eigelb + 24 g Eiweiß)

Belag
2 kg Zwetschgen

Ausgarnierung
Zucker
Zimt
Tortenguss

Zubereitung

Hefeteig
Mehl in eine große Schüssel sieben.
Hefe und Zucker hinzufügen und mit dem Mehl gut vermischenw.
Milch auf etwa 40°C erwärmen und die Butter in der Milch zerlassen. Dadurch kühlt sich die Milch auf etwa 38°C ab.
Milchgemisch mit Salz und Ei zum Mehlgemisch geben und alles mit den Knethaken des Handrührgeräts miteinander vermengen und dann etwa 5 min kneten.
Den Teig zu einer Kugel formen und in der abgedeckten Schüssel etwa 50 min bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Kugel aus der Schüssel nehmen, flach drücken und entgasen und in Größe des Blechs ausrollen.
Das Blech mit dem Hefeteig auslegen.


Zwetschgen waschen, abtrocknen, halbieren, entsteinen und die Hälften zu 3/4 einschneiden.
Die Zwetschgen mit den Spitzen nach oben dachziegelartig auf dem Hefeteig anordnen, leicht eindrücken.

Kuchen erneut etwa 30 min gehen lassen.

Backofen auf 200°C O/U-Hitze vorheizen.

Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze etwa  25 min backen.

Zucker und Zimt mischen und den Kuchen nach dem Backen damit bestreuen.
Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten und den Kuchen mit dem Guss bepinseln.
Kuchen auf dem Blech abkühlen lassen.


Der Boden sollte unten nur goldgelb sein.

Anm.: Oft sieht man Hefekuchen, bei denen der Boden sehr dunkel ist und dementsprechend auch trocken schmeckt.
Wer solche Probleme hat, nimmt am besten zwei Lagen Backpapier oder schaltet nach 2/3 der Backzeit auf Oberhitze um.

Quelle: Dr. Oetker, Backen macht Freude – Das Original, Dr. Oetker Verlag 2006
Anm.: Ein paar Arbeitsanweisungen habe ich hinzugefügt.

Mittwoch, 26. August 2015

Schwarze Sesam Sticks 黒ごまスティック


Auch dieses Rezept stammt wie das Rezept für die Smiley Kekse aus dem Buch "Buch über Cookies und Kekse, die man wie Reis jeden Tag essen möchte" von Shiho Nakashima.

Die Sticks sind schnell zubereitet und auch ruckzuck weggenascht.^^

Zutaten für 18–20 Sticks

40 g Weizenmehl Type 405
10 g Weizen-Vollkornmehl
10 g gerösteter schwarzer Sesam
10 g Kibizatô (ersatzweise gemahlenen Rohrohrzucker oder hellen Muscovado nehmen)
1 Prise Salz (ca. 0,3 g)
17 g Rapsöl (im Buch ist 1 EL Öl angegeben, man kann auch helles Sesamöl verwenden)
15 g Sojamilch (= 1 EL Sojamilch; man kann auch Wasser nehmen)

Zubereitung

Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Mehle, Sesam, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und vermischen.
Öl hinzufügen und mit den Fingern einrühren. Dann mit den Handflächen die Klumpen locker verreiben, bis die Masse sandig ist.
Sojamilch verteilend hinzufügen. Wenn der Teig beginnt zu ballen, ihn 2–3x an den Schüsselrand drücken.

Auf Frischhaltefolie oder direkt auf Backpapier geben und 4 mm dick zu einer Platte von 10 cm x 20 cm ausrollen. Das Ausrollen sollte ohne großen Kraftaufwand erfolgen.


Die Platte auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen und mit einem Spatel, Lineal o.ä. Rillen von 1 cm Abstand eindrücken.


Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 20 min backen.
Anm. Im Buch sind 30 min angegeben.
Auf dem Blech abkühlen lassen.

Übrigens, auf Youtube gibt es ein Video mit der Zubereitung dieser Kekse:
https://www.youtube.com/watch?v=kG-TM4Jbj3c

Die Sticks sollten fast von selber auseinanderfallen.



Quelle: まいにち食べたい ごはんのような クッキーとビスケットの本 ("Buch über Cookies und Kekse, die man wie Reis jeden Tag essen möchte") von Shiho Nakashima, 2009.

Smiley Cookies スマイルビスケット


Heute möchte ich euch meine derzeitigen Lieblingsplätzchen vorstellen. Ich habe sie seit Anfang August schon mehrmals gebacken, da sie mir einfach nicht langweilig werden.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Buch über Cookies und Kekse, die man wie Reis jeden Tag essen möchte" von Shiho Nakashima. Das Buch ist ein Bestseller in Japan.

Die anfängliche Zubereitung erwies sich jedoch schwieriger als gedacht, da die Flüssigkeitsmenge (Öl und Sirup) nicht ausreichte, um einen ordentlichen Teig herzustellen.
Ich vermute, dass vor allem das Vollkornmehl in Japan eine andere Beschaffenheit aufweist als das hiesige.
Nach mehreren Versuchen (die zum Glück alle schmackhaft waren^^) habe ich nun das für mich beste Verhältnis gefunden.
Da jedes Mehl etwas anders ist, gebe ich die von mir verwendete Sorte an (soll keine Werbung sein).

Anm. In einigen Kundenrezensionen steht, dass der ein oder andere auch Probleme hatte, es aber, wenn man Mehl und Öl gut verknetet, die Ölmenge ausreichen soll.
Ich fand meine Charge mit wenig Öl allerdings etwas trocken. Wie dem auch sei, werde ich auch die Mengen im Buch mit angeben.

Zutaten für  ca. 15 Smileys von 3,5 cm Durchmesser

30 g Weizenmehl Type 405 von Alnatura
30 g Weizen-Vollkornmehl von Alnatura
1 Prise Salz (etwa 0,2 g)
20 g Rapsöl (Im Buch ist 1 EL Öl angegeben, was bei mir 12 g sind.)
25 g Ahornsirup (Ich habe Grad A und Grad C getestet und fand Grad A passender.
Im Buch steht 1 EL Ahornsirup.)

Zubereitung

Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Mehle und Salz in eine Schüssel geben und vermischen.
Öl hinzufügen und mit den Fingern beider Hände alles sandig verreiben.
Ahornsirup hinzufügen, mit den Händen durch die Masse gehen und alles vermengen. Wenn der Teig beginnt zu ballen, ihn 2–3x an den Schüsselrand drücken.

Auf Frischhaltefolie geben und 5 mm dick ausrollen.
Kreise von 3,5 cm Durchmesser ausstechen (größer geht natürlich auch) und auf ein Backblech legen. Die Reste wieder zusammendrücken und erneut ausrollen.

Mit dem hinteren Ende eines Schaschlikspießes (oder mit Stäbchen) Augen in die Kekse drücken und mit einer Löffelspitze den Mund. Natürlich kann man auch noch Nase, Haarsträhnen etc wie auf dem Buchcover eindrücken.


Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 17 min backen.
Anm. Im Buch sind 30 min angegeben.
Auf dem Blech abkühlen lassen.

Übrigens, auf Youtube gibt es ein Video mit der Zubereitung dieser Kekse: https://www.youtube.com/watch?t=327&v=SLxOGkcJqCc




Wer es süßer mag, kann auch 30 g Ahornsirup nehmen. Dann den Teig etwas dünner ausrollen und zu Rauten oder Streifen schneiden. Auch sehr lecker.


Quelle: まいにち食べたい ごはんのような クッキーとビスケットの本 ("Buch über Cookies und Kekse, die man wie Reis jeden Tag essen möchte") von Shiho Nakashima, 2009.